Iron City / No Sleep `til Abgeordnetenhauswahl 2026.

Fiktive Postkarten: Marzahner Promenade © Kai von Kröcher, 2026

Fiktive Postkarten: Landsberger Allee © Kai von Kröcher, 2026

Fiktive Postkarten: Lichtenberger Brücke © Kai von Kröcher, 2026

 

Das Herz der Nation schlägt hier. +++ In unbestimmten Zyklen wiederholen sich meine Geschichten immer und immer wieder. Erinnern Sie sich an den Film Der Kapitän, wo Heinz Rühmann einen, naja, Kapitän spielt? Wo dieses schmusige, junge Pärchen im Liebestaumel nachts an seine Kabine klopft, und Heinz Rühmann öffnet völlig verpennt? Und der Typ von dem Pärchen fragt ihn ganz euphorisiert: „Trauen Sie uns?“ Und verständnislos reibt sich der Kapitän (Heinz Rühmann) die Augen und murrt leicht genervt: „Warum sollte ich Ihnen nicht trauen?!“ +++ Einer der besten Witze der Filmgeschichte, ganz ohne Quatsch! +++ Wie sieht es bei Ihnen aus – trauen Sie dem Braten gerade so insgesamt?

 

Überschrift inspired by: Iron City © interpol, 2026

Überschrift also inspired by: No Sleep `til Hammersmith © Motörhead, 1981

Überschrift also inspired by: No Sleep till Brooklyn © Beastie Boys, 1987

Lyrics: Berlin, Berlin ( … dein Herz kennt keine Mauern) © John F. und die Gropiuslerchen, 1987 (Zitat: Willy Brandt)

Der Kapitän (filmisches Lustspiel mit Heinz Rühman, Monika Lundi, Joseph Offenbach u.a.) © Kurt Hoffmann (Regie), D 1971

Reeperbahn © Udo Lindenberg, 1989

Is This the Way to Amarillo / Strawberry Fields Forever.

Fiktive Postkarten: Strait of Hönow © Kai von Kröcher, 2026

 

This is not my beautiful house, this is not my beautiful wife. +++ Wo wir gerade immer irgendwo straight auf eine Wahl zusteuern: Was ist eigentlich aus Timmy geworden? +++ Und was wünscht sich Ramsan Kadyrow zum diesjährigen Weihnachtsfest im Kreise seiner Lieben? +++ Das Besondere an dem Postkartenmotiv oben: Wenn man die Linie U5 über den U-Bahnhof Hönow verlässt, steht man mit einem Bein nicht im Gefängnis, sondern in Brandenburg. Kuriose Geschichte. Und wenn Sie jetzt sagen, ist doch das gleiche – Sie kennen sich aus!

 

Überschrift inspired by: (Is This the Way to) Amarillo © Tony Christie, 1971

Überschrift also inspired by: Strawberry Fields Forever © The Beatles, 1967

Lyrics: Once in a Lifetime © Talking Heads, 1980

Straße von Hormuz – Rund ein Fünftel der weltweiten Erdöl- und Flüssigerdgas-Transporte passieren diese Meerenge, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman verbindet

Timmy – Buckelwal, der sich u.a. in den Hafen von Wismar verirrt hatte und später vor der dänischen Insel Anholt tot aufgefunden worden ist

Ramsan Achmatowitsch Kadyrow (* 5. Oktober 1976 in Zentoroi), tschetschenischer Bluthund und Präsident der russischen Teilrepublik

Mahlsdorfer Straße – 1952 bis Mitte der 70er Jahre Kontrollpassierpunkt (KPP) zwischen Hönow und (Ost-)Berlin

Amarillo – Stadt im US-Bundesstatt Texas mit ungefähr 200.000 Einwohnern, Sehenswürdigkeit: The Big Texan (Grillrestaurant)

Out of the Blue / … you know I thought you was a little lady suffragette.

Fiktive Postkarten: Berlin, Heizkraftwerk Wilmersdorf © Kai von Kröcher, 2021

 

The folks would come to me, they′d say: „We need you here“. +++ Vom moralischen Standpunkt her zürnt es mich noch immer gewaltig. Seit, lassen Sie mich überlegen – seit ’21/22 ungefähr trage ich jetzt meinen „Fuck AfD!“-Badge oder Button, ganz wie Sie wollen. Und, Sie ahnen es schon: Jetzt haben die trotzdem wieder so eine Scheiße gewählt! +++ Wie Sie unschwer erkennen, ist das heutige Postkartenmotiv aus einem Renault Kangoo heraus geschossen. Das war die Fahrt mit dem Gentleman of the Year (nachfolgend GOTY genannt) nach Leipzig (Ihr seid solche Fucker berichtete). Das Heizkraftwerk darauf ist mittlerweile nur noch eine süße Erinnerung – aber war früher wirklich alles besser?

 

Überschrift inspired by: Out of the Blue © Electric Light Orchestra, 1977

Überschrift also inspired by: Jet © Wings, 1973

Lyrics: Wild West Hero © Electric Light Orchestra, 1977

Berlin, dein Gesicht hat Sommersprossen © Hildegart Knef, 1966

Aufstieg durch Leistung / Sauberkeit ist die Ästhetik der Unterdrückung.

Fiktive Postkarten: Landsberger Allee © Kai von Kröcher, 2026

Fiktive Postkarten: Alt-Friedrichsfelde Ecke Rhinstraße © Kai von Kröcher, 2026

Fiktive Postkarten: Landsberger Allee Ecke Weißenseer Weg © Kai von Kröcher, 2026

Fiktive Postkarten: U-Bhf. Prinzenstraße, Haus Gitschiner Straße 79 © Kai von Kröcher, 2026

 

Der Puppenspieler von Mexiko war einmal traurig und einmal froh. +++ Okay. +++ Geht es Ihnen tendenziell in etwa auch wie dem Puppenspieler von Mexiko? Manchmal traurig, manchmal froh? Ich zum Beispiel war äußerst früh heute wach – da habe ich mich in den Bus gesetzt und bin nach Friedrichsfelde gefahren. Zu dieser Unterführung da, in der Nähe des Tierparks. Wenn Sie fragen müssen, werden Sie es nie versteh’n – gibt es da nicht ein Lied mit diesen zwei Zeilen, was war das noch mal? +++ Tom Liwa, kann das sein? +++ Auf meinem Ausflug nach Friedrichsfelde zogen Plakate von Oliver Igel vorbei, dem Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick, da musste ich innerlich schmunzeln. Anneliese Dummer von der AfD hatten wir neulich hier schon, das ist etwas flach. Eine Kandidatin der Grünen irgendwo in der Stadt hieß mit Nachnamen Billig, auch etwas flach. Das ultimative „Icing on the Cake“ jedenfalls, wie man so schön sagt, das war ein riesiges Plakat mit dem Treptower Spitzenkandidaten der CDU, Dustin Hoffmann. +++ Dustin Hoffmann, welche Eltern nennen ihr Kind Dustin Hoffmann?!

 

Überschrift inspired by: Aufstieg durch Leistung – Wahlslogan der FDP, 2026

Überschrift also inspired by: „Sauberkeit ist die estetik der Unterdrückung“ – Graffito unten am Haus Gitschiner Straße 79, U-Bhf. Prinzenstraße

Lyrics: Der Puppenspieler von Mexiko © Roberto Blanco, 1972

 

Cindy und Bert / Der Hund von Baskerville.

Oktapolare Fotografie: Winterlandschaft mit Hund II (Grand Hotel Viktor Orbán) © Kai von Kröcher, 2024

 

Nebel zieht in dichten Schwaden übers Moor von Forrest Hill und verbirgt des Rätsels Frage um den Hund von Baskerville. +++ Ich möchte diesen Post nutzen, mich bei Ihnen für mein asoziales Verhalten letztens zu entschuldigen: Das neulich war sicherlich nicht ich selbst, der Sie da spontan und übelst beleidigt hat. +++ Aber um mal auf das Bild oben zu sprechen zu kommen, das mag Ihnen möglicherweise bekannt vorkommen – da allerdings gehen Sie einer entscheidenden Täuschung auf den Leim. +++ Ich bin heute auf den Youtube-Kanal des englischen Fotografen Harry Borden gestoßen, den fand ich extrem interessant. Nicht nur, weil er irgendwie aussieht wie Mehmet Scholl – Borden erzählt darin auch viele Hintergrundgeschichten über die Höhen und Tiefen, manche Unwägbarkeiten und spezielle Herausforderungen seiner Shootings mit den verschiedensten Protagonisten. +++ Sie sind doch manchmal im Internet?! +++ Das Bild oben ist die Geisterhund-Version einer Aufnahme, die ich am 16. April vorigen Jahres schon einmal hier gepostet hatte. Nur, dass das Bild diesmal eine Überblendung aus drei verschiedenen Tagen zeigt. Ich finde das schon, ohne übertreiben zu wollen, eine sehr geile Arbeit. +++ Dieser Harry Borden jedenfalls wird da in seinen Videos anscheinend immer von seinem Sohn befragt, das wäre ja mal eine Idee für die Zukunft! Auf jeden Fall schon schön wegen des Akzents, das kann ja nun auch nicht grad schaden. +++ Zuletzt hatte ich komischerweise häufiger an Michael Spencer Jones denken müssen, der der Hausfotograf von Oasis war. Und der seine Originalabzüge vor Jahren im Posh Teckel drüben in Neukölln ausgestellt hat. Die Rahmen dafür, und darauf bin ich jetzt auch schon wieder irgendwie stolz, hatte mein alter Freund Schlichti speziell für ihn angefertigt. Als Schlichti und ich in den Achtzigerjahren mit unserer Band damals am Ruhm gekratzt haben, da gab es Oasis immerhin ja noch gar nicht, aber ich schweife ab. +++ Bei Harry Borden jedenfalls klingt zaghaft durch, Liam Gallagher dürfte der eigentlich umgänglichere der beiden Brüder gewesen sein, da muss ich mich jetzt schon wieder entschuldigen. +++ Er (Harry Borden/Anm.d.Red.) erzählt auch von zwei Fotoshootings mit Jarvis Cocker, und da baue ich hier jetzt ganz perfide eine Fangfrage ein. Einfach, um mal zu sehen, ob dieser Blog auch noch immer von allen aufmerksam gelesen wird: Welche in Hamburg nämlich lebende Buchhändlerin besitzt, wenn ich mich recht erinnere, einen Kugelschreiber, den ihr eben jener Jarvis Cocker einstmals geschenkt hat? +++ Irgendwas wollte ich noch sagen.

 

Überschrift inspired by/Lyrics: Der Hund von Baskerville © Cindy & Bert, 1970 (Black-Sabbath-Cover)

Harry Borden (* 1965 in New York City), engl. Fotograf

Posh Teckel | Pflügerstr. 4 | 12047 Berlin

William John Paul „Liam“ Gallagher (* 21. September 1972 in Manchester), Sänger

The Hound of the Baskervilles (Sherlock–Holmes–Fortsetzungsroman) © Arthur Conan Doyle, 1901

Buchhandlung Blattgold | Wexstr. 28 | 20355 Hamburg

 

And when the streets are quiet / We’ll walk out in the silence.

Paare, Passanten: Kreuzberg © Kai von Kröcher, 2018

Paare, Passanten: Hohenschönhausen © Kai von Kröcher, 2018

Paare, Passanten: Prenzlauer Berg / Hohenschönhausen © Kai von Kröcher, 2018

Paare, Passanten: Neukölln © Kai von Kröcher, 2018

Paare, Passanten: Neukölln © Kai von Kröcher, 2018

Paare, Passanten: Weißensee © Kai von Kröcher, 2018

Paare, Passanten: Prenzlauer Berg © Kai von Kröcher, 2018

Paare, Passanten: Weißensee / Kreuzberg © Kai von Kröcher, 2017

 

I thought you knew me by now. +++ Neulich bin ich mal meine alten Blogeinträge hier durchgegangen. Die hatte ich tatsächlich um einiges besser in Erinnerung, teils war ich schockiert von mir selbst. Ich mag ja durchaus ein ganz okayer Typ sein – die Ironie aber, die ich gelegentlich dort habe durchscheinen lassen, ist als Ironie oft überhaupt nicht zu erkennen. Dieser missverständliche Stil lässt mich in einem sehr fragwürdigen Licht glänzen – man möchte denken: Was für ein Idiot! +++ Leute, die mich kennen, dagegen wissen: Nicht nur bin ich ein okayer Typ – ich bin zudem über jeden Zweifel erhaben. +++ Wie auch immer. +++ Wo hier in letzter Zeit häufiger der Name John Foxx fiel: Kürzlich habe ich diese etwas älteren Bildpaare (oben) wiederentdeckt und mich zwangsläufig gefragt, ob die nicht unterbewusst vielleicht durch das Frontcover von Systems of Romance damals beeinflusst worden sind. Zumindest mag ich diese Bildpaare in ihrer Stille und Einfachheit sehr. +++ Man könnte die Bilder so interpretieren, dass sie für die Gespaltetheit unserer Gesellschaft stehen – allerdings scheint es das Wort gar nicht zu geben…

 

Überschrift inspired by: Just For A Moment © Ultravox, 1978

Lyrics: Maximum Acceleration © Ultravox, 1978

Paare, Passanten inspired by: Paare, Passanten (Prosasammlung) © Botho Strauß, 1981

Systems of Romance © Ultravox, 1978

Mother of Pearl / Da wird ja der Hund in der Chinapfanne verrückt.

Fiktive Postkarten: Chinapfanne am Alex (Muttertag-Edition) © Kai von Kröcher, 2018/2025

 

In flesh of ash and silent movies I walked that boulevard again. +++ Nun hat es wohl doch noch geklappt mit dem Muttertag, alle kalendarischen Wirrungen scheinen beseitigt. +++ Das Foto hatte ich am 31. Januar 2018 „geschossen“, wie man flapsig so sagt. Der Tagesspiegel hat dann am darauffolgenden 20. Februar darüber berichtet. Nicht über mein Foto, sondern über den vietnamesischen Imbiss-Betreiber Hai Phan-Vam. Die Schweizer Agentur Velvet nämlich hatte zur 68. Berlinale ein Plakat entworfen, das den Berliner Bären an obiger Imbiss-Oase zeigt. Was mir im Moment meines Fotos natürlich ebensowenig bewusst war wie dem Imbiss-Betreiber Hai Phan-Vam himself. +++ Die Berliner Zeitung schob dann übrigens noch am 15. März selbigen Jahres einen Bericht über Hai Phan-Vam und seinen Imbiss hinterher. +++ Allen Müttern nur das Beste zum Muttertag – und lassen Sie uns alle Mensch bleiben!

 

Überschrift inspired by: Mother of Pearl © Roxy Music, 1973

Überschrift also inspired by: Chinapfanne am Alex am Haus der Statistik (Karl-Marx-Allee)

Lyrics: I Want to Be a Machine © Ultravox, 1977

Imbiss-Oase | Karl-Marx-Allee 1 | 10178 Berlin

68. Berlinale vom 15. – 25. Februar 2018

Begin the Beguine / From Langley Park to Memphis.

Bethanien 25. – 29. Januar 2025: The cities wrapped around our bodies © Kai von Kröcher (Foto), 2025/1995 – ’97

 

Did I forget, forget to mention Memphis? Home of Elvis and the ancient Greeks.

 

Überschrift inspired by: Begin the Beguine © Julio Iglesias, 1981 (Coverversion)

Überschrift also inspired by: From Langley Park to Memphis © Prefab Sprout, 1988

Lyrics: Cities © Talking Heads, 1979

The cities wrapped around our bodies: A hybrid festival challenging hegemonic narratives, Bethanien Studio 1, Berlin

Heraus zum 1. Mai Tai / On the Street.

ACAB: Opa erzählt vom Krieg (autofiktionale Erinnerung) © Kai von Kröcher, 1997

 

Ich bin einfach zu klein. Ich komme hier nicht weg.

 

Überschrift inspired by: Mai Tai – Cocktail mit J. Wray & Nephew-Rum, pipapo © Tahiti, ca. 1934 – 1944

Überschrift also inspired by: On the Street © Clara Luzia, 2017 

Bildunterschrift inspired by: Sympathy for the Devil © The Rolling Stones, 1968

Textauszug aus: Hast du uns endlich gefunden (autofiktionale Lebenserinnerung) © Edgar Selge, 2021

Merkwürdiges Viertel / Songs für gesetzlich Versicherte.

Fiktives Vinyl: DJ Freizeitangebot – … wie ein Hund © Kai von Kröcher, 2017/2022

 

Fiktives Vinyl: Stromsperre – Songs für gesetzlich Versicherte © Kai von Kröcher, 2020/2021/2022

 

Nach der Ebbe ging’s dir gut, hier an der Nordsee – nur, wie alle wird’s dich zieh’n: ein neues Leben in Berlin. +++ Was Sie wahrscheinlich nicht wussten: die Inspiration zu DJ Freizeitangebot liegt schon ein paar Jahre zurück, sagt man das so? 2012, ein Vorort von München: privates Gespräch über das tolle Radwegenetz im Emsland. +++ Mein Sohn fragte mich gestern, wo denn das eigentlich sei, dieses Café Miami. Hatte der Papa wohl wieder zu viel gesungen. Sachsen, sagte ich – irgendwo bei Leipzig oder Dresden, das sagte ihm aber nichts. +++ Die Plattenhülle der Band Stromsperre könnte Ihnen bekannt vorkommen – es war, da müsste ich nachschauen. +++ 2017 entstand, hart am Rande des Märkischen Viertels, das Coverfoto zum DJ-Freizeitangebot-Album … wie ein Hund.

 

Überschrift inspired by: Märkisches Viertel – Großwohnsiedlung in Berlin-Reinickendorf aus den Jahren 1963 bis 1974 (ca. 40.000 Einwohner)

Überschrift also inspired by: Songs für gesetzlich Versicherte © Stromsperre, 2022

Lyrics: Nordsee © SIND, 2022

Café Miami © SIND, 2021