Im Westen nichts Neues / Ära des schrumpfenden Wohlstands.

Frau2 sucht HappyEnd: Gero Steffen (Kamera), Edward Berger (Regie) © Kai von Kröcher, 1999

 

Drive me to the edge and further. +++ Ich möchte Sie kurz mitnehmen in den Sommer ’89, wie man ihn rückblickend nennt: Wir saßen in irgendeinem Institut da unten in Dahlem herum, direkt nach Semesterbeginn. Und jetzt bin ich nicht weniger verwundert als Sie – aber es stimmt: Ich hatte mich für Anglistik eingeschrieben, und gerade ging der Professor die Liste der Seminarteilnehmer durch: „Frank Zappa? Da haben wir wohl einen Spaßvogel dabei!“ Ein Typ reckte schluffig den Finger: „Zappe“, murmelte er  – „Frank Zappe.“ +++ Der Sommer ’89, als wäre es gestern gewesen. +++ Seltsamerweise ist diese Anekdote alles, was mir von meinem Studium an Erinnerung blieb. +++ In jenem Sommer in West-Berlin konnte ich natürlich nicht ahnen, wie ich mich knapp vierunddreißig Jahre später mit einem zweifelhaften Satireprogramm durchschlagen würde: Wussten Sie beispielsweise, mit wem Bundesgesundheitsminister Jensi-Boy Spahnemann seinen dubiosen „Maskendeal“ damals durchgezogen hat? +++ Elon Musk! +++ Im Hintergrund läuft die Erwachsenen-Sendung im Radio, und da brachten sie gerade die Meldung: Edward Bergers Remarque-Neuverfilmung Im Westen nichts Neues ist für nicht weniger als neun Oscars nominiert. Die Kritiken, die ich gelesen hatte, waren eher ambivalent ausgefallen, sagt man das so? +++ Viele Berührungspunkte hatten Zappa und ich ja nun nicht gerade. Ich fand ihn blöd, ohne mir seine Musik jemals angehört zu haben. Ich mochte seine Visage und seine bescheuerten Fans bei mir an der Schule nicht, das war mir genug. Von daher am Sonntag in der Ohlauer Straße ein gar nicht so uninteressantes Event: Zusammen mit einem gewissen Klaus oder Claus legt der Fotograf Carsten Klindt im club49 einen ganzen Abend lang, ganz genau – A Night with Frank Zappa! +++ Bin sehr gespannt! +++ Ein Jahrzehnt nach meinem Einstieg an der FU hatte ich dann übrigens das Vergnügen, für die Dauer eines Films mit besagtem Edward Berger zusammenzuarbeiten, Grüße an Ingeborg unten in Zehlendorf! Frau2 sucht HappyEnd mag jetzt im Nachhinein vielleicht nicht so der Knaller gewesen sein, die Dreharbeiten aber dazu waren die wunderbarsten, die ich auf der Achterbahn meines Lebens miterlebt habe – und das ist ja schon was, das wollte ich einfach mal loswerden!

 

Überschrift inspired by: Im Westen nichts Neues (Anti-Kriegs-Film) © Edward Berger (Regie/Drehbuch), D/USA/UK 2022

Überschrift also inspired by: Im Westen nichts Neues (Anti-Kriegs-Roman) © Erich Maria Remarque, 1928

Überschrift also inspired by: Ära des schrumpfenden Wohlstands © Kai von Kröcher, 2023

Lyrics: Easy Prey © Moderat, 2022

A Night with Frank Zappa | feat. Carsten Klindt | club49 | Ohlauer Straße 31 | So., 29. Januar 2023 | ab 19:00 Uhr

Frau2 sucht HappyEnd (mit Ben Becker, Uwe Kockisch, Sergej Moya u.a.) © Edward Berger (Regie), D 2001

Highway to Hellersdorf / Zu Tisch bei Tyrannen.

Fernsehturm, scharf und mit alles (16:9) I © Kai von Kröcher, 2023

Fernsehturm, scharf und mit alles (16:9) II © Kai von Kröcher, 2023

 

Do you know where hell is, hell ist in ‚hello‘. +++ Wie sich die Bilder doch gleichen: Das untere schoss ich mit dem Handy am Sonntag, gestern das obere dann mit dem richtigen Fotoapparat – nachfolgende Generationen mögen entscheiden! +++ Am S-Bahnhof Alexanderplatz schob sich eine Straßenbahn um die Kurve, die hatte auf ihre Fenstern den Slogan I’m on the Highway to Hellersdorf geklebt. Darüber musste ich kurz albern aufkichern, dann kam ich mir blöd vor. Im Bahnhof selbst übrigens, falls Sie das interessiert: Im Presse- und Buchladen – da liegt ein Foto-Band aus mit dem Titel: Zu Tisch bei Diktatoren – die Lieblingsspeisen der Tyrannen. Erinnert natürlich fatal an ein fiktives Plattencover von mir, das da hieß: Frühstück mit Oligarchen – was war zuerst, die Henne oder das Huhn?!

 

Überschrift inspired by: I’m on the Highway to Hellersdorf (Werbe-Slogan) © BVG, ca. 2021

Überschrift also inspired by: Highway to Hell © AC/DC, 1979

Überschrift also inspired by: Zu Tisch bei Diktatoren (Foto- und Anekdoten-Band) © Victoria Clark/Melissa Scott, 2021

Lyrics: (I Was Born Under a) Wand’rin’ Star © Lee Marvin (Version), 1970 

War Pigs / Der Zorn des Gitarrengottes.

Museum der bildenden Künste: Blick auf die Stadt Leipzig (16:9) © Kai von Kröcher, 2021

 

Der Alte kratzte sich schweigend am Kinn. Humboldt klopfte ihm auf die Schulter und wünschte viel Glück weiterhin. Bonpland wollte dem Alten Geld zustecken, aber der nahm nichts an. Das habe er ja nicht wissen können, sagte er. Man sei so weit weg von allem. Natürlich, sagte Bonpland. +++ Das war tatsächlich ein Schock: Vor ein paar Wochen im Internet hatte ich von der Ausstellung Broken Music Vol. 2 im Hamburger Bahnhof erfahren: „Früh erkannten Künstler*innen die kreativen Möglichkeiten der Schallplatte und verwandelten die Hüllen in ein künstlerisches Objekt“, heißt es da ungefähr. Wieder einmal sah ich mein Lebenswerk in Gefahr. Mit meinem Sohn Otto habe ich die Ausstellung dann besucht und mich selbst etwas beruhigt: Die meisten der Cover kannte ich zugegebenermaßen zwar nicht; alles in allem aber anscheinend real und nicht halbwegs fiktiv! +++ Vor Jahren war ich mal abends auf der A9 unterwegs, lange ist’s her. Ging wahrscheinlich auf zehn oder elf zu, im Radio lief eine Rocksendung mit Anja Caspary, den Namen habe ich mittlerweile vergessen. Auf Höhe Beelitz-Heilstätten, mit Betonung auf der vorletzten Silbe. Da legte sie War Pigs auf von Black Sabbath, womit sie bei mir natürlich genau an den Richtigen geraten war. +++ Habe ich mal erzählt, wie ich Ende der Neunziger frühabends mit einer Bekannten (und zum ersten Mal in meinem Leben auf Ecstasy)? Jedenfalls saßen wir da allein mit dem Barkeeper in der noch leeren Metal-Kneipe Blackpoint im Bötzowviertel – mit langem Ö. Wie Harald Glöööckler: Bööötzow! Endorphinblitze schossen mir durch Körper und Geist, und zappelnd und vollkommen euphorisiert redete ich auf den freundlichen Herrn hinter dem Tresen ein: „Der Laden ist scheiße, die Musik ist scheiße – aber du bist okay!“ So viel also zu Ozzy Osborne und seiner schon damals dementen Art der Phrasierung. +++ Anja Casparys einhüllende Stimme, die nächtlich vorbeifliegende Autobahn, Black Sabbath – das hatte durchaus etwas Hypnotisierendes. Und um endlich nun auf den Punkt zu kommen, verwirrte mich dieser irgendwie kehlige Gitarrensound – war der nicht bei Mick Ronson abgekupfert, vom Man Who Sold the World-Album von David Bowie geklaut?! +++ Oder hatte Mick Ronson sich da bei Black Sabbath bedient – ich weiß es bis heute nicht. +++ Jedenfalls waren meine oktapolaren Fotografien einstmals ja auch nicht ganz frei von Plagiatsvorwürfen, doch was kümmert es schließlich das Wildschwein?

 

Überschrift inspired by: War Pigs © Black Sabbatn, 1970

Überschrift also inspired by: Aguirre, der Zorn Gottes (mit Klaus Kinski u.a.) © Werner Herzog (Drehbuch, Regie), D 1972

Textauszug aus: Die Vermessung der Welt (fiktive Doppelbiografie) © Daniel Kehlmann, 2005

Broken Music Vol. 2 | Hamburger Bahnhof | Berlin-Mitte (bis 14. Mai 2023)

Fiktives Vinyl: Foto-Serie © Kai von Kröcher, 2021/2022

The Man Who Sold the World © David Bowie, 1970

Harzreise / Die Sünden der Faulheit.

A Ecke O (Oktapolaris) © Kai von Kröcher, 2020

 

In situations like these. +++ Naja, nun. +++ Haben Sie schon einmal über sich selbst nachgedacht? Gar nicht so uninteressant: Mir, gestern, zum Beispiel fiel auf, dass mich nichts interessiert. Weil, gestern die Nachricht vom Tode Jeff Becks – im Internet wurde dann viel über Gitarrengötter gepostet. Fast jeder schrieb über Gitarrengötter. Da fiel mir auf: Gitarrengötter haben mich nie interessiert. Eigentlich müssten einen, als jungen Menschen – da müssten Gitarrengötter einem doch wahnsinnig interessant vorkommen?! +++ Eine Sache aber interessiert mich dann doch: Es wird nämlich abends jetzt wieder später erst dunkel. Genauso gut könnte man sagen, die Tage werden langsam wieder länger – eine Laune der Natur. +++ Altenau zum Beispiel habe ich früher manchmal mit Altona verwechselt – Hamburg-Altona. +++ Und doch war es nachtschwarz, als ich am Kottbusser Tor gestern aus dem U-Bahnwaggon sprang und guter Dinge die breite Treppe in den triefnassen Frühabend hinunterspazierte. Unter der U-Bahn fühlt sich alles immer nach Taubenscheiße an – besonders fatal, wenn die Dunkelheit „soaking wet“ ist, wie man so sagt. Aber das machte mir gestern nichts. Und dann stand meine Sammlerin plötzlich an der Fußgängerampel da zufällig unten und sagte, ich sei aber faul geworden. Normalerweise würde ich jetzt sagen, es war die Frau, die viele Bilder von mir besitzt. Wussten Sie, dass diese Menschen in der Mehrzahl weiblicher Natur sind? Die Bilder von mir besitzen? Ein Kunstphänomen – so, wie die meisten Köche zum Beispiel Köche sind – und keine Frauen. +++ Zumindest habe ich das mal gehört. +++ Doch weil ich in diesem Moment gerade schnurstracks aus dem Museum kam, nenne ich diese Frau, die viele Bilder von mir besitzt – die nenne ich jetzt „meine Sammlerin“. Meine Sammlerin war auf dem Weg in den Harz, und nach wie vor ist sie felsenfest überzeugt, ich hätte alle Songtexte vollständig im Kopf. Alle Songtexte der Welt, Zeile für Zeile, das ist natürlich nicht möglich. Jedenfalls meinte sie, ich sei faul. +++ Wäre der Rand bei dem Bild heute (oben) nicht so merkwürdig ausgefranst, wäre das Bild heute super, vielleicht muss man da nochmal ran. +++ Faul also, so so – faul, was meine Internetpräsenz angeht: „Wenn man nichts zu sagen hat, soll man den Mund halten“, sagte ich zu meiner Verteidigung. Und heute nun wieder ein Post mit Gefasel und altem Bild – bidde sehr!

 

Überschrift inspired by: Die Harzreise (Reisebericht) © Heinrich Heine, 1824/1826

Überschrift also inspired by: Die Sünden der Faulheit (Roman) © Ulrich Pelzer, 1987

Bildunterschrift inspired by: A Ecke O © Winson, 2004

Lyrics: Shake the Disease © Depeche Mode, 1985

Finsterwalde / Weil ich es kann.

Leipzig feat. Gentleman of the Year (Oktapolaris) © Kai von Kröcher, 2021

 

Neben dem Kuhstall der LPG Fortschritt befand sich ein Silo, das von einer Betonmauer umgeben war. +++ Seit ich mich mit meinem Scheitern abgefunden habe, lebt es sich wie in einem Udo-Jürgens-Song! +++ Der Film hatte viele schlechte Kritiken bekommen, unkritisch aber habe ich ihn doch recht gemocht: Werk ohne Autor. Als DVD steht er merkwürdigerweise schon länger bei mir im Regal, angeschaut aber habe ich ihn mir erst gestern Abend im Fernsehen. Ich habe da so eine Psycho-Meise, Ihnen darf ich das ganz kurz gestehen: Wenn ich Sachen streame oder auf DVD sehe, fühle ich mich unendlich einsam. Wie in einem dunklen und schallisolierten Verlies – Meter unter der Erde, fernab der Zivilisation. +++ Weil die Urteile teilweise aber vernichtend ausfielen und auch Gerhard Richter himself den Streifen blöd fand, will ich mich besser nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen. Zwei Dinge nur möchte ich kurz hier erzählen: In der Szene, wo anderthalb Dutzend SS-Obersturmbannführer in etwa. Ähnlich der Wannsee-Konferenz wird hier an einer langen Tafel über den Mord an unwertem Leben entschieden, Euthanasie – das ist natürlich kein bisschen komisch. Die Gläser aber, die diese Bürokraten des Todes vor sich auf dem Tisch haben – Gruß an den Requisitör: das sind die Longdrink-Gläser der Reihe „Noblesse“ der oberpfälzischen Firma Nachtmann. Wie sie der club49 seinerzeit Mitte der Zehnerjahre als einer der ersten überhaupt eingeführt hatte. Die dann irgendwann beinahe inflationär überall in den Bars und so weiter – und jetzt hier in einer der Schlüsselszenen des Dritten Reichs. +++ Wahrscheinlich nur einer Handvoll Insidern aufgefallen. +++ Die zweite Sache: Mich jedenfalls hat der Film inspiriert, und das ist ja schon was – ein paar Mal stand ich vom Sofa auf, warf einen narzisstischen Blick auf die nun schon etwas älteren Oktapolaris-Bilder in Postkartengröße bei mir an der Wand. Egal, ob es so etwas oder so ähnlich schon von anderen gab oder nicht, ich finde sie teilweise großartig. +++ Lustigerweise spielt der Film ja anfangs in Dresden, und das Bild (oben) wurde in Leipzig aufgenommen, da schließt sich mal wieder der Kreis: Augustusplatz mit dem Gentleman of the Year – wahrscheinlich stören einfach nur diese elenden grünen Ränder, da könnten Sie sicherlich recht haben…

 

Überschrift inspired by: Finsterwalde (niedersorbisch: Grabin), mit knapp 16.000 Einwohnern bevölkerungsreichste Stadt im Landkreis Elbe-Elster (Brandenburg)

Überschrift also inspired by: Werk ohne Autor (angelehnt an Gerhard-Richter-Biografie von J. Schreiber) © F. Henckel von Donnersmarck (Drehbuch/Regie), D 2018

Textauszug aus: Düsterbusch City Lights (Roman) © Alexander Kühne, 2016

Ich war noch niemals in New York © Udo Jürgens, 1982

club49 | Ohlauer Straße 31 | Berlin-Kreuzberg

Pearblossom highway, 11-18 April 1986 ( Fotocollage) © David Hockney, 1986

 

Kukuruz / Mais uma imperial.

Fiktives Vinyl: Mais – Kontrollverlust © Kai von Kröcher, 2022

 

Rebecca* musste an ihren eigenen Schichtdienst denken und konnte Jolanta Schippers Aussage gut nachvollziehen. +++ Wenn man das natürlich mal überschlägt, und da muss man kein Einstein sein. Gerne auch Carl Friedrich Gauß – mein Sohn hat sein Nilpferd nach dem Braunschweiger Mathematiker benannt. +++ „Ihr Sohn hat ein Nilpferd?!“ +++ Komplett eine Schnapsidee jedenfalls, exakt so viele fiktive Platten herausbringen zu wollen, wie jemals echte auf Erden veröffentlicht worden sind. +++ Wer war/waren denn eigentlich der oder die Künstler, der oder die einstmals die allererste Schallplatte der Welt aufgenommen hat oder haben – weiß man das überhaupt? +++ Nehmen Sie zum Beispiel Nirvana – oder Jeff Buckley: Naja, die hatten zu Lebzeiten lustigerweise beide nur ganz wenig Output. Wenn Sie sich nun aber, und das sind am Ende auch wieder nur eine Handvoll: Wie viel haben denn, sagen wir mal, Elvis, die Beatles, die Rolling Stones, die Residents, Johnny Cash und Neil Young. Wie viele Platten haben die denn insgesamt auf den Markt gebracht, Live-Alben und Compilations gar nicht mal einberechnet? Und dann kommen noch Robbie Williams dazu, BAP und Madonna. Und schließlich noch all‘ die anderen. +++ Verstehen Sie ungefähr, worauf ich hinaus will – das lässt sich ganz einfach nicht realisieren! +++ Ob Eva Kaili wohl gestern das Halbfinale geschaut hat? +++ Doofer Witz, ich weiß, aber manche Leute nennen mich gerne ja auch „Kylie“! +++ Das fiktive Vinyl (oben) heißt heute Kontrollverlust – stellvertretend für unsere Zeit: das herausragende Problem derzeit sind meiner Ansicht nach die Klimakleber, alles andere löst sich von selbst. Die Band Mais hat sich in diesem Zusammenhang übrigens nicht umsonst den Namen Mais, äh, gegeben – wie das französische Wort für „aber“, eine Form des Widerstands also. Oder der deutsche Name halt für diese Getreideart, die vom Menschen nur schwer zu verdauen ist, außer von Lionel Messi. +++ Mais in diesem Fall aber haben sich nach Gitanes Mais benannt, falls Ihnen das noch etwas sagt – frei nach dem Motto: „Harter Tobak, in Deutschland verboten“…

 

Überschrift inspired by: Kukuruz – regionale Bezeichnung für Mais (in Teilen von Österreich und Altbayerns), das Getreide stammt ursprünglich aus Mexiko

Überschrift also inspired by: Lisboa – Mais uma imperial (Fotoserie) © Kai von Kröcher, 2006

Textauszug aus: Gaußberg (Niedersachsen-Krimi) © Mario Bekeschus, 2022

Carl Friedrich Gauß (* 30. April 1777 in Braunschweig ; † 23. Februar 1855 in Göttingen), dt. Mathematiker, Statistiker, Astronom, Geodät, Elektrotechniker und Physiker

* Name geändert

Schlechte Güter / Trennung.

Fiktives Vinyl: Guter Schlächter – Die Entkriminalisierung des Rüdiger Hahn © Kai von Kröcher, 2014/2022

 

Wo dieser Weg zu Ende ist, liegt ein Engel auf der Lauer – da wo einst die Mauer die Welt zerteilte wie ein Kamm. +++ Vielleicht geht es Ihnen da so wie mir, diese Serie mit den erlogenen Schallplatten sollte niemals zu Ende gehen! Gibt es denn eigentlich Zahlen, wie viele richtige Alben seit ihrer Erfindung weltweit veröffentlicht worden sind, rein historisch gesehen? Real existierendes Vinyl, meine ich: Diese Menge wahrscheinlich müsste ich in etwa mit meiner Serie anpeilen, um annähernd ernstgenommen zu werden. +++ Der Unterschied zwischen einem Tief- und einem Nachlader, ganz spontan? +++ Hinter diesem ominösen Guter-Schlächter-Projekt verbirgt sich natürlich niemand Geringeres als Rüdiger Hahn aus Germering/Bayern himself: Er streut musikalische Köder aus, das ist ganz offensichtlich…

 

Überschrift inspired by: Die Entkriminalisierung des Rüdiger Hahn © Guter Schlächter, 2022

Lyrics: Wenn es dunkel und kalt wird in Berlin © Element of Crime, 2018

 

Sky’s the Limit / Du hast gedacht, sie schießen Fotos, ganz viel Oper, alles ganz groß.

Fiktives Vinyl: Schwanplage – Konzessionen an den Mainstream © Kai von Kröcher, 2002/2022

 

Ich bin so müde, muss noch zur Gießerei – hab mich verklingelt, gleich kommt noch einer vorbei. +++ Stimmt es eigentlich, dass die meisten Menschen in Essen leben wollen? +++ Könnte ich mir gut vorstellen. +++ Ganz sicher bin ich mir nicht, aber wir hatten wohl nur ein oder zwei Übernachtungen damals da oben gebucht – dafür aber im 18ten Stock: das war die letzte reguläre Etage, darüber kam gleich die Sky-Bar mit Tanzkapelle und Amüse-Gueule. +++ Am Ende hatte es übrigens tatsächlich doch noch eine Doppelung bei den Einsendungen zur Weihnachtsverlosung gegeben: Anne Locarnos fiktives Album Ein Pferd namens Dirty Dancing muss es wohl gleich zwei Menschen angetan haben – ihr Cover ist aber auch wirklich toll! +++ Die Gruppe Schwanplage aus Essen hat mal wieder etwas in der Vergangenheit gebohrt: Das legendäre Hotel Neptun am Strand von Warnemünde bei Rostock an der Baltischen See (oben) mit Baywatch-Hubschrauber. +++ Soweit ich mich erinnere, war alles sehr sandig, damals – Spaß muss sein…

 

Überschrift inspired by: Sky’s the Limit © Westbam/ML feat. The Beloved, 2020

Überschrift also inspired by: Vergangenheit © Die Höchste Eisenbahn feat. Judith Holofernes, 2012

Lyrics: Hotel Daheim © Lassie Singers, 1996

Anna Karina (* 22. September 1940 in Solberg/Dänemark als Hanne Karin Blarke Bayer; † 14. Dezember 2019 in Paris/Frankreich), dän.-frz. Schauspielerin, Sängerin, Schriftstellerin

Alles Lüge © Rio Reiser, 1986

The Joshua Three / Weihnachten mit Friedrich Merz.

Fiktives Vinyl: Ziehung des Hauptgewinns (Vater und Sohn) © Kai von Kröcher, 2022

 

Your park was real and greenless, perhaps you’re smiling now. +++ Sorry, ich strapaziere Ihre Geduld: Gestern war John Lennons Todestag, und somit fand auch die lang erwartete Ziehung des Ihr seid solche Fucker-Hauptgewinns durch meinen Sohn statt. Bei mir als ältestem Nachwuchskünstler der Hemisphäre übrigens nicht weiter verwunderlich: sämtliche Einsender sind mir persönlich bekannt. Außer die neu geborene Jonna vielleicht, aber Sie wissen schon. +++ Ohne Quatsch hätte ich jedem den Hauptpreis gegönnt, am Ende aber konnte natürlich wieder nur einer gewinnen. +++ Der Print geht, so er dann fertig ist, in die Ohlauer Straße im Berliner Szene-Bezirk Kreuzberg – ein sehr freundlicher Beatles-Sympathisant, so viel sei verraten. Vielleicht hat John Lennon da einfach sein Vitamin B? – aber man weiß es halt nicht. +++ Vom Zustand der Loskugeln jedenfalls hatte ich mich überzeugt – und mein Sohn ist eh der korrekteste Typ unter der Sonne. +++ Titel des fiktiven Gewinner-Covers übrigens: Diese ewige Dankbarkeit (von der Band Dienstwagen-Affäre)…

 

Überschrift inspired by: The Joshua Tree © U2, 1987

Überschrift also inspired by: Friedrich Merz (* 11. November 1955 in Brilon), dt. Oppositioneller

Lyrics: Time © David Bowie, 1973

Until the Twelth of Never / It’s the Final Countdown.

Fiktives Vinyl: Becki Sondermann & Band – An deinen Händen klebt Blut © Kai von Kröcher, 2008/2022

 

You took my song and you made it right. +++ Die Uhr tickt, um es einfach mal auf den Punkt zu bringen: Um 00:00 Uhr in der Nacht heute ist Schluss. +++ Lustigerweise verwechsle ich meistens Cottbus und Chemnitz, von daher bin ich mir gar nicht mehr sicher, in welcher der beiden Städte ich diesen unwiederbringlichen Moment (oben) in Stein gemeißelt habe. Karl-Marx-Stadt ist es meiner Erinnerung nach gewesen, ich müsste in meinen Notizen nachschauen – war ja alles noch analog, seinerzeit! +++ Bei dem Namen Becki muss ich immer an eine der Ingalls-Töchter denken, die aus Unsere kleine Farm. In Wahrheit allerdings heißt sie Laura. Laura Ingalls. Und diese Laura Ingalls, die hat es tatsächlich gegeben – die Fernsehserie basiert lose nämlich auf Tagebüchern von ihr, das war mir auch nie bewusst. Nur, eine Becki oder Becky scheint es in der ganzen verdammten Serie nicht zu geben. +++ Dieser rüde Ton eben übrigens ist natürlich nur Selbstschutz: ich meinerseits fand Laura Ingalls im Film immer sehr herzerwärmend, was sicherlich auch an der Synchronstimme lag. +++ Vielleicht kennt ja jemand den Radfahrer auf dem Bild oder diese Fassadenwerbung da oben für die HO-Handelsorganisation – wobei ich in Cottbus eigentlich nie wirklich gewesen bin, das könnte man eh schon mal ausschließen. +++ Falls Sie also noch ein tolles Weihnachtsgeschenk für sich oder Ihre Lieben oder sonst jemanden gewinnen möchten: die Teilnahmebedingungen finden Sie in den vorangegangen Posts – und etwas Eile ist durchaus geboten!

 

Überschrift inspired by: The Twelfth of Never © Donny Osmond, 1973 (Coverversion)

Überschrift also inspired by: The Final Countdown © Europe, 1986

Lyrics: Way of Train © The Wildwoods, 2017

Unsere kleine Farm (Little House on the Prairie, Fernsehserie mit Melissa Ellen Gilbert als Laura) © Ed Friendly Productions/NBC Productions, USA 1974 – 1983

Laura Elizabeth Ingalls Wilder (* 7. Februar 1867 in Pepin, Wisconsin; † 10. Februar 1957 in Mansfield, Missouri), US-amerikanische Schriftstellerin)