Ferry Cross The Mersey / We had a hedge back home in the suburb.

Fiktive Postkarten: Berlin-Oberschöneweide © Kai von Kröcher, 2026

 

Warum, das bleibt für dich ungeklärt, doch Billy weiß genau, wo er hingehört. +++ Apropos: Die Schwäne letztens sind laut Friedrich-Löffler-Institut nun ganz offiziell an der Vogelgrippe verendet. Stand bei Facebook irgendwo in der Zeitung, und natürlich kamen sofort Kommentare, es habe gar keine toten Schwäne gegeben – wir würden doch nur noch verarscht. Mit dem Packeis sind auch die Schwankadaver mittlerweile tatsächlich verschwunden, doch heute immerhin trieb noch ein Kormoran als Nachzügler tot im Landwehrkanal. +++ Die Geschichte zu dem Foto (oben) – da würde ich gerne etwas länger ausholen: An diesen ersten Frühlingstagen gerade möchte man nicht in der Wohnung bleiben und sich fühlen wie einer, der sein Leben verpasst. Also nahm ich die Kamera, ließ mich Bruce-Springsteen-mäßig treiben im M41er Bus. Später die Fähre von Baumschulenweg rüber nach Wilhelmstrand (Oberschöneweide). Über Oberschöneweide kann man sich dieses und jenes erzählen, aber ein Szenebezirk ist es nicht. +++ Da will ich ehrlich mit Ihnen sein. +++ Überall waren Menschen in ihren Gärten, niemand schien sich an mir zu stören. Auch ich fühlte mich nicht durch die Menschen gestört. Unter der Minna-Todenhagen-Brücke fühlt man sich kurz wie im nächsten Moment überfallen und ausgeraubt, rein so vom Feeling her – doch außer der Frau mit dem Kindersitz auf dem Rad sah ich dort niemanden, der mich im Ernst hätte ausrauben können. Die Minna-Todenhagen-Straße selbst ist dann eine Art „Cut“, sie trennt die Kleingartenanlage Am Freibad von der Kleingartenanlage Grüne Aue. In der Kleingartenanlage Grüne Aue habe ich das Postkartenmotiv oben aufgenommen. Und plötzlich fühlte sich doch jemand gestört. Was ich denn fremde Gärten fotografiere und so. Ich sagte, ich fände das gut: die Gärten, die Bäume, die Stromtrasse. Er aber war völlig außer sich und ließ sich gar nicht beruhigen: „Mir ist das unbegreiflich!“ Ich wollte gerade noch denken, ich verstünde manche Sachen ja auch nicht, aber da hatte er sich schon umgedreht, hatte noch einmal „Mir unbegreiflich!“ geflucht – dann war er hinter der Hecke verschwunden.

 

Überschrift inspired by: Ferry Cross The Mersey © Gerry And The Pacemakers, 1964

Überschrift also inspired by: Lost in the Supermarket © The Clash, 1979

Lyrics: So © Keimzeit, 1988/1990

Hungry Heart © Bruce Springsteen, 1980

Like the sun through a curtain / Take a photo with your mind before it’s gone in time.

Frühlingseinbruch in Berlin: Sportforum Hohenschönhausen (Sporthotel) © Kai von Kröcher, 2026

 

And time paints a picture now, the world will eclipse you now and when you fall you get back up and run. +++ Ich weiß, es ist Wochenende, Sie möchten den Morgen im Kreise Ihrer Liebsten verbringen, vielleicht zum authentischen Markt in der Altstadt schlendern, ein paar mediterrane Köstlichkeiten einkaufen für ein besinnliches Frühstück mit dem verlockenden Duft frisch aufgebrühten Kaffees im goldenen Schein eines mäandernden Sonnenstrahls in Ihrem Fenster. Und dennoch habe ich eine Frage, nämlich ob sich zufällig heute hier unter den Lesern ein paar Muttersprachler befinden. Einer würde schon reichen. Ich kann beim besten Willen nämlich nicht zweifelsfrei heraushören, wie die erste Zeile dieses Songs da oben in der Überschrift lautet: Voices are coming and going like the sun through a curtain? Oder doch eher boys coming and going? Ergibt das Sinn? Muss es denn Sinn ergeben und für wen? +++ Was ich aber eigentlich erzählen wollte: Neulich hatte ich irgendwie geschrieben, ich wolle gerne ein Möchtegern sein, wenn ich groß bin. Was natürlich völliger Quatsch ist, das war ja nur Spaß. Und zufälligerweise trage ich mich zurzeit mit einer Idee herum. Einer Idee, die durchaus auch mit meiner eigenen Zukunft zu tun hätte. Wahrscheinlich nichts hammerhart Lukratives, das entspräche nicht meiner Natur. Sonst würde ich den Pfeifen in China technologieoffene Verbrennermotoren verkaufen. +++ Sorry, der politische Witz – messerscharf mit einem Augenzwinkern. +++ Seit einiger Zeit pflege ich ja einen eher autistischen Lebensstil, aber vielleicht sollte ich mal mit jemandem darüber reden. Über die Idee, ich würde es nicht gleich Geschäftsmodell nennen wollen. +++ Das Foto habe ich vorgestern früh aufgenommen, nachdem der Sohn in die Schule gebracht war. Mich spontan in die Straßenbahnlinie M13 gesetzt und dann Bruce-Springsteen-mäßig einfach immer der Nase nach: Toll, wie einen der Frühling in jedem Jahr wieder aufs Neue unvorbereitet treffen kann!

 

 

Überschrift inspired by: Never Left Me © Natalie Jane Hill, 2025

Lyrics: Javelin © Kevin Morby, 2026

Hungry Heart © Bruce Springsteen, 1980

Auferstanden aus Ruinen (Nationalhymne der DDR) © Johannes R. Becher (Text) / Hanns Eisler (Musik), 1949

Container Love / The Lady From Another Grinning Soul.

Double Exposure: Berlin-Alexanderplatz © Kai von Kröcher, 2017

 

All I see are sad men grinning, brown suits, streets of Shoreditch. +++ Haben Sie am 31. Dezember 1969 die Sendung Was bin ich? mit Robert Lembke im Fernsehen gesehen? Im Studio damals waren unter anderem der selbstständige Einsiedler Karl Kurz und, was vielen heute gar nicht mehr bekannt ist, die französische Chansonsängerin Françoise Hardy zu Gast. +++ Oft lese ich meine Blogeinträge hinterher noch einmal durch. Klingen die teilweise nicht übergebürlich spöttisch? Meistens sind sie aber gar so gemeint. Das Skirennen aus meinem Post gestern zum Beispiel. Das hatte ja totalen Spaß gemacht. Die Musik war, um es neutral auszudrücken, für Leute wie Sie und mich vielleicht ziemlich bescheuert. Ansonsten aber war alles großartig: die Skilehrer und -lehrerinnen waren herzlich und engagiert; die Kinder erlebten, und darauf kommt es doch an, größtmögliche Spannung und Freude – und am Ende, wie Gary Lineker es ausdrücken würde, gewinnt immer Otto! +++ Und dann kommt also einer daher, vom Alexanderplatz oder so. Und da fließen dann also Milch und Honig und alles ist asterbohne und supi: „Ja, eh!“, wie der Österreicher sagt. +++ Das Bild (oben) hatte ich neulich zusammengesetzt, die beiden Fotos stammen von 2017 – tolle Zeit damals, kommt alles nicht wieder …

 

 

Überschrift inspired by: Container Love © Phillip Boa, 1989

Überschrift also inspired by: Lady Grinning Soul © David Bowie, 1973

Lyrics: Mr W4 © Baxter Dury, 2025

Shoreditch: Ortsteil des Londoner Bezirks Hackney

Was bin ich? – Das heitere Beruferaten: Quizsendung im Ersten Deutschen Fernsehen (1955 bis 1958 und von 1961 bis 1989) nach dem US-amerikanischen Vorbild What’s my line?

Robert Lembke (* 17. September 1913 in München; † 14. Januar 1989 ebenda), dt. Journalist und Fernsehmoderator

Françoise Hardy (* 17. Januar 1944 in Paris; † 11. Juni 2024 ebenda), frz. Sängerin, Komponistin und Texterin

Gary Lineker (* 30. November 1960 in Leicester), engl. Fußballspieler

Walk Like a Flamingo / Der Schnee, auf dem wir alle talwärts fahr’n.

Slalom der Kids: Otto auf dem Weg zum Gold von Riezlern © Kai von Kröcher, 2026

 

If you’re fond of sad dudes and salty hair. +++ In den kommenden Wochen vermutlich werde ich mit der Arbeit an meinem Erstlingswerk beginnen, der Einstiegssatz in etwa soll lauten: Wenn ich erwachsen bin, würde ich gerne ein Möchtegern sein. Verstehen Sie? Philosophie meets Gesellschaftskritik. Über den Plot bin ich mir mit mir noch nicht einig, doch könnte es sich um einen Coming-of-Age-Roman handeln. +++ Apropos. +++ Ich bin Ihnen noch ein paar Antworten schuldig. In der Sache mit Pete Townshend zumindest muss ich Sie noch etwas vertrösten. Was meinen Sohn beim Skifahren allerdings angeht: Es war ein diesiger Morgen nach all diesen Tagen mit strahlendem Sonnenschein. In Höhenlagen mit Schnee muss man da eh vorsichtig sein. Doch jetzt war der Himmel bedeckt, quenchige Nebelschwaden hingen über den Hängen. Ein anderes Wort liegt mir gerade nicht auf der Zunge: „Quenchig“, im Sinne von vollgesogen, saftig. +++ Kennen Sie Skifahrermusik? Ich meine jetzt natürlich nicht Heide Rosendahl, keine Profis. Après-Ski eher. Ich war ja noch nie beim Après-Ski, ich kenne nur „après vous“ – eine Form des Anstands und der Bescheidenheit, der neue Trend in der Politik. +++ Leute, die sich im Skisport besser auskennen, sollten sich an den jungen Alberto Tomba erinnert fühlen. Ich selbst war laienhaft-emotional äußerst angefasst. Kloß im Hals und beinah ganz nah am Wasser gebaut. Nach einer Woche Kinder-Anfänger-Skikurs war an diesem Freitagmorgen ein Abschlussrennen angesetzt, da wurde richtig was auf die Beine gestellt. Große Lautsprecher standen am Zieleinlauf, aus denen so Lieder pumpten wie: „Ich tanz auf einem Bein wie ein Flamingo“. Meine Nichte glücklicherweise hat ein Handy-Video von der Abfahrt gemacht, auf solche Ideen kommt man selber ja nicht. Leute mit Kuhglocken standen am Ende der Piste und drehten jedesmal frenetisch durch, wenn einer der Pfarrer den Abhang hinab raste. +++ „Fahrer“ natürlich, kleiner Scherz! +++ Eines Abends hatte ich meine Nichte gefragt, was das denn für ein Schuppen da sei, am Fuße der Kanzelwandbahn, mit diesem sternförmigen Neonröhren-Konstrukt unter der Decke. Das sei so’ne Après-Ski-Pinte, meinte sie, immer gerappelt voll. Da schössen die Leute sich zu so Liedern wie „Ich hab ’ne Zwiebel auf dem Kopf, ich bin ein Döner“ die Lichter weg. +++ Otto jedenfalls ging als Vorletzter an den Start. Er sei nicht nervös gewesen, sagte er später – und getreu dem Motto, die Vorletzten werden die Ersten sein, meisterte er den Slalomparcours souverän und in perfekter Haltung in 21,88 Sekunden, und damit stieg er aufs Siegerpodest!!! +++ Haben Sie den Fehler im Text oben gefunden? Korrekt müsste es heißen: Natürlich nicht Rosi Mittermeier, keine Profis!

 

 

Überschrift inspired by: Walk Like an Egyptian © The Bangels, 1986

Überschrift also inspired by: Flamingo © Fäaschtbänkler, 2022

Überschrift also inspired by: Der Kommissar © Falco, 1981

Lyrics inspired by: At the River © Groove Armada, 1997

Heide Rosendahl (* 14. Februar 1947 in Hückeswagen), dt. Leichtathletin

Alberto Tomba (* 19. Dezember 1966 in Bologna), ital. Skifahrer

Ich bin ein Döner © Tim Toupet, 2008

Gold © Spandau Ballet, 1983

Rosi Mittermeier (* 5. August 1950; † 4. Januar 2013 in Garmisch-Partenkirchen), dt. Skifahrerin

Slalom der Männer | XXV. Olympische Winterspiele | Bormio Stelvio | 13:30 Uhr (ZDF)

Sternschwaben am Urbanhafen / I Watch It Crush Me and Then I Die.

Schwanendämmerung: So sieht es aus, wenn ein Torero stirbt #01 © Kai von Kröcher, 2026

Schwanendämmerung: So sieht es aus, wenn ein Torero stirbt #02 © Kai von Kröcher, 2026

Schwanendämmerung: So sieht es aus, wenn ein Torero stirbt #03 © Kai von Kröcher, 2026

Schwanendämmerung: So sieht es aus, wenn ein Torero stirbt #04 © Kai von Kröcher, 2026

Schwanendämmerung: So sieht es aus, wenn ein Torero stirbt #05 © Kai von Kröcher, 2026

Schwanendämmerung: So sieht es aus, wenn ein Torero stirbt #06 © Kai von Kröcher, 2026

Schwanendämmerung: So sieht es aus, wenn ein Torero stirbt #07 © Kai von Kröcher, 2026

Schwanendämmerung: So sieht es aus, wenn ein Torero stirbt #08 © Kai von Kröcher, 2026

Schwanendämmerung: So sieht es aus, wenn ein Torero stirbt #09 © Kai von Kröcher, 2026

Schwanendämmerung: So sieht es aus, wenn ein Torero stirbt #10 © Kai von Kröcher, 2026

Schwanendämmerung: So sieht es aus, wenn ein Torero stirbt #11 © Kai von Kröcher, 2026

Schwanendämmerung: So sieht es aus, wenn ein Torero stirbt #12 © Kai von Kröcher, 2026

Schwanendämmerung: So sieht es aus, wenn ein Torero stirbt #13 © Kai von Kröcher, 2026

Schwanendämmerung: So sieht es aus, wenn ein Torero stirbt #14 © Kai von Kröcher, 2026

Schwanendämmerung: So sieht es aus, wenn ein Torero stirbt #15 © Kai von Kröcher, 2026

 

Ein alter Mann mit erloschenen Augen füttert die Spatzen und ruft mir zu: „Das sind Picassos Tauben.“
Überschrift inspired by: Erste Schritte / Retrospektive © Freundeskreis, 1999
Überschrift also inspired by: The Sky Is Broken © Moby, 1999
Bildunterschrift inspired by/Lyrics: Picassos Tauben © Keimzeit, 2013
Konrad Lorenz (* 7. November 1903 in Wien; † 27. Februar 1989 ebenda), österr. Zoologe, Verhaltensforscher und Medizin-Nobelpreisträger

Mein lieber Schwan / Fahrstuhl zum Schafott.

Ride a White Swan: Skoda Enyaq auf Parkplatz in Baad (Vorarlberg) © Kai von Kröcher, 2026

 

I think it’s strange you never knew. +++ Ja, gut – das ist natürlich schon klar, dass man Schwäne nicht mit Keksen füttert. Aber das neulich war halt nicht einfach so’n Postkarten-Schwan, wo die Verliebten eng umschlungen am Ufer stehen und beseelt darauf zeigen. Und die junge Frau, die sehe ich häufiger da alleine am Hafen. Ich habe mich manchmal gefragt, ob sie womöglich schwermütig ist. Doch jetzt wirkte sie auf recht positive Art verzweifelt. +++ Was ich bis vor wenigen Tagen noch nicht wusste: der Typ, dessen Oberkörper im Anschnitt das erste Album der britischen Band The Smiths ziert, ist derselbe, dessen Unterkörper auf dem Sticky Fingers-Cover der Rolling Stones in der Jeanshose mit dem Reißverschluss steckt. +++ Um den Schwan hatte sich eine Handvoll Krähen versammelt – die fingen schon an, auf ihn einzuhacken. Die Frau fragte uns nach etwas zu essen, dass der Schwan wieder zurück auf die Beine käme und davonfliegen könne. Wir aber hatten halt nur die Biscoteria Double Choc-Kekse. Damit stieg sie aufs Eis und marschierte vorsichtig zur Mitte. Was nicht ganz ungefährlich war, es hatte die Tage schon etwas getaut. Statt aber die Double-Choc-Kekse anzunehmen, verlor der armselige Schwan vollends seinen Verstand und drehte sich flatternd im Kreis, bis er ermattet zusammenbrach. +++ Sie kennen mich als Hardboiler, einen harten Hund. Heute am Kanal aber schoss mir ein kalter Schauer über den Rücken, als liefe im Abend-TV ein dysthopischer Endzeit-Schocker: Auf dem Eis saßen mehrere Schwäne, die unwiderruflich todgeweiht schienen. Ihre Hälse schlackerten kraftlos umher, und wenn sie versuchten zu gehen, taumelten sie wie betrunken oder auf Nowitschok – das Wasser ist bereits voller Leichen. +++ Wir sehen uns in Plötzensee!*

 

 

Überschrift inspired by: „Mein lieber Schwan!“ (Redensart – Ursprung in der Oper Lohengrin von Richard Wagner, 1850) 

Überschrift also inspired by: Fahrstul zum Schafott (Kriminalfilm mit Jeanne Moreau und Maurice Ronet) © Louis Malle (Drehbuch/Regie), F 1958  

Bildunterschrift inspired by: Ride a White Swan © T. Rex, 1970

Lyrics: Fade Into You © Mazzy Star, 1993

The Smiths © The Smiths, 1984 (Coverdesign by Morrissey)

Sticky Fingers © The Rolling Stones, 1971 (Coverdesign by Andy Warhol)

Joe Dallesandro (* 31. Dezember 1948 in Pensacola, Florida), US-amerikanischer Schauspieler

Strafgefängnis Plötzensee: Hinrichtungsstätte für den Vollstreckungsbezirk IV

* Grüße an Christian & Sven!

Dream Therapy / Cygnet Committee.

Kleinwalsertal: Riezlern © Kai von Kröcher, 2026

Kleinwalsertal: Parsennlift © Kai von Kröcher, 2026

Kleinwalsertal: Parsenn © Kai von Kröcher, 2026

Kleinwalsertal: Bundesstraße L 201 © Kai von Kröcher, 2026

 

Die Sopran-Vokalistin mit den riesigen Brüsten hatte es dem Meister angetan – doch sie liebte einen Herrn vom Ballett, der war sehr nett, der tanzte immer den sterbenden Schwan. +++ Von der fixen Idee einmal abgesehen, die einst von mir Besitz ergriffen hatte – dass ich in Brandenburgs Wäldern irgendwann mit der Stimme von Stevie Nicks hatte schlafen wollen (club49 Blogspot berichtete). Ansonsten jedenfalls bin ich doch eher leidenschaftslos, wenn es um Fleetwood Mac geht. Ein paar Songs mag ich sehr gern, der Rest ist mir unbekannt oder egal. +++ Wie das halt immer so ist. +++ Breaking News: Auch John Lennon stand nachweislich in engem Kontakt zu Brian Epstein! +++ Krass übrigens auch das Phänomen des Schwansterbens aktuell bei uns vor der Haustür: Neulich hatten Otto und ich sogar einer jungen Frau noch geholfen, einen Schwan auf dem Eis mit Biscoteria Double Choc-Keksen vom Netto-Markendiscout aufzupäppeln. Der bäumte sich allerdings nur kurz einmal auf wie der schlaffe Harry (oder Harro?) in Zur Sache, Schätzchen damals mit Uschi Glas. Dessen Anthrazitpullover derart im Nacken kratzt, dass er kurz mal den Kopf hebt, dann aber gleich wieder von seiner Lethargie übermannt wird. Unser Schwan drehte, wie einst im Rinderwahn, plötzlich ein paar beängstigend-irre Volten, dann brach er entkräftet an einem Wasserloch zusammen. +++ Mittlerweile wurden jetzt einige Schwanleichen angeschwemmt, die haben sich im Urbanhafen zwischen Sperrmüll und Weihnachtsbäumen verfangen. +++ Genau: Heute früh, kurz vor dem Aufwachen, da wohnte ich in einem meiner Träume einem besonderen Moment der Musikgeschichte bei. Nämlich war ich stiller Beobachter, wie Stevie Nicks, damals noch vollkommen unbekannt, gemeinsam mit ihrer Schwester in einer Art Heuschuppen in Zehlendorf sitzt, und sie (Stevie Nicks/Anm.d.Red.) ist relativ aus dem Häuschen – hat sie kurz vorher doch das Angebot bekommen, bei einer noch unbekannten Band namens Fleetwood Mac vorzusingen. Spontan schreibt sie den schönen Song Gypsy – der schwirrt jetzt als Ohrwurm noch immer durch meinen Kopf.

 

Überschrift inspired by: Dream Therapy © Oscar Farrell feat. Sampha, 2025

Überschrift also inspired by: Cygnet Committee © David Bowie, 1969

Lyrics: Votan Wahnwitz © Udo Lindenberg und das Panikorchester, 1975

Brian Epstein (* 19. September 1934 in Liverpool, England; † 27. August 1967 in London), brit. Musikmanager

Zur Sache, Schätzchen (Filmkomödie mit Werner Enke, Uschi Glas u.a.) © May Spils (Regie), D 1968

Gypsy © Fleetwood Mac, 1982

Verbrenner / Der Pete Townshend der alpinen Fotografie meldet sich zurück.

Up the Hill Backwards (I) © Kai von Kröcher, 2026

 

Up the Hill Backwards (II) © Kai von Kröcher, 2026

 

Von wo wir sind, könn‘ wir die Berge seh’n. +++ Okay, ich habe jetzt gerade nicht viel Zeit. Wegen Leben, usw. Hier einfach schon mal eine Art Vorspeise, ein Amuse-Gueule. +++ Nennen Sie die da oben (nein, nicht die auf dem Berg). Nennen Sie die da oben auch die „Polit-Clique“? +++ Das untere Bild (oben) erinnert an die Werke des österreichischen Malers Michael Wolf, was schon mal ein gutes Zeichen ist. +++ Das obere Foto ist kurz vor Tagesanbruch durch eine Thermoscheibe aufgenommen, weshalb der Mond eine psychedelische Aura bekommt. +++ Was das alles mit Verbrennern zu tun hat, warum ich mich offensichtlich selbst als den Pete Townshend der Fotografie bezeichne, ob es in den Rocky Mountains alpine Wettbewerbe gibt – und wie das erste Skirennen im Leben meines Sohnes verlaufen ist: dazu an selbiger Stelle demnächst mehr.

 

Überschrift inspired by: Maschin © Bilderbuch, 2013

Überschrift also inspired by: Pete Townshend (* 19. Mai 1945 in Chiswick/London), brit. Musiker

Bildunterschrift inspired by: Up the Hill Backwards © David Bowie, 1980

Lyrics: Nahuel Huapi © Bilderbuch, 2021

Rocky Mountain High © John Denver, 1972

Up the Hill Backwards / Erstmal zu Penny.

Unterwestegg (Vorarlberg) im Regen – oktapolare Fotografie © Kai von Kröcher, 2024

 

We both tell the same jokes over and over. +++ Im Post mit der Gedächtniskirche gestern sind Sie möglicherweise über einen rhetorischen Kniff gestolpert. Sofern Sie ein aufmerksamer Leser sind – ist Ihnen jedoch alles egal, haben Sie es womöglich gar nicht bemerkt: Wie ganz nebenbei hatte ich mich in einem Atemzug mit Annie Leibovitz, Peter Lindbergh und einigen anderen genannt. Diese narzisstische Finte habe ich mir einst beim allgegenwärtigen Präsidenten abgeschaut, dem POTUS. Über den gestern ein Kunde im Netto-Markendiscount an der Prinzenstraße (Ihr seid solche Fucker berichtete). Den einer bei Netto eine „Lachnummer“ genannt hatte. +++ Wahrscheinlich ist es nicht sonderlich klug, so etwas öffentlich zu ver-, äh, zu veröffentlichen. Dass man die nächsten Tage verreist ist. Solange Sie aber nicht gerade Riki Mi*ev heißen und kriminelles Potential in sich tragen, sehe ich da an sich keine Probleme. Ich werde eh alles mitnehmen, was mir wichtig und teuer ist: meine Kamera, meinen Sohn. +++ Dieses Bild mit den Bergen (oben), und darauf will ich natürlich hinaus. Eine sogenannte Oktapolare Fotografie, bestehend aus – das lässt sich gerade nicht rekonstruieren – geschätzt waren das ungefähr zweihundert Einzelaufnahmen. Aufwändig zusammengesetzt ohne KI. Das Original wäre riesengroß, hier (oben) erkennt man die Details leider nicht. Worauf ich nämlich, wenn das das richtige Wort ist, einigermaßen stolz bin, ist jeweils das Schild, das Sie rechts und links sehen. Einmal weist es nach Hirschegg und Mittelberg im Südwesten, rechts Richtung Norden nach Oberstdorf (Deutschland). Der Clou an der Sache aber ist: Es handelt sich hierbei um ein und dasselbe Schild, nur eben von zwei entgegengesetzten Seiten fotografiert. +++ Und wenn Sie jetzt zu lange darüber nachdenken, explodiert Ihnen der Kopf! +++ Toll jedenfalls: Zu Weihnachten hatte Otto von meiner Nichte einen Skikurs geschenkt bekommen, dahin machen wir uns in den kommenden Tagen auf den Weg. +++ Wei Schifoan is des leiwandste, wos ma si nur vorstöhn ko!

 

Überschrift inspired by: Up the Hill Backwards © David Bowie, 1980

Überschrift also inspired by: Erstmal zu Penny (Werbeslogan) © Penny, 2011

Lyrics: Cheers © Faye Webster, 2021

Schifoan © Wolfgang Ambros, 1976

Wochenendrebellen / Die Kirche im Dorf lassen (Part three).

HBO Max präsentiert Harry Potter / Lighthawk an der Gedächtniskirche © Kai von Kröcher, 2026

 

Making money twenty-four-seven, but you never find anyone else. +++ Kriegen Sie noch zusammen, was der Vater des Jungen in Wochenendrebellen gegen Ende zu seiner Frau sagt? Als er den Sohn da in Riga im Fahrstuhl gesehen habe, da habe er – sinngemäß – zum ersten Mal etwas begriffen. +++ Das Foto (oben) ist vor zweieinhalb Wochen entstanden, da war gerade ein Schneesturm über der Hauptstadt erwartet worden. Oder Eisregen, ich weiß es nicht mehr. Blieb am Ende aber sowieso aus, doch kalt war es in jedem Fall. Der allererste Barmann in der Geschichte der Szene-Gaststätte der Herzen, Sebastian, hatte mich für die Aufnahmen engagiert: Er seinerseits, und das war Top Secret. Er seinerseits hatte von Warner den Auftrag bekommen, aus Anlass der Markteinführung des Streamingdienstes HBO Max die Gedächtniskirche zu illuminieren. Das sah tatsächlich ziemlich spooky aus, der neblige Januartag tat ein Übriges. +++ Im Netto-Markendiscount heute kaufte ein Kunde ein, der nahm kein Blatt vor der Mund: Trump sei eine Lachnummer, meinte er. +++ Das Stadion, das in Wochenendrebellen in der lettischen Hauptstadt Riga steht – die Szenen damals dort wurden in Wirklichkeit in keinem Geringeren als dem Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark gedreht, berüchtigt als einstige Spielstätte des Mielke-Clubs BFC Dynamo Berlin. Wird zurzeit abgerissen, letztens bin ich extra mit meinem Sohn mal vorbeigefahren. Immerhin, und das finde ich dann wieder beruhigend: Die markanten, um nicht zu sagen ‚ikonischen‘ Flutlichtmasten bleiben erhalten und werden in den geplanten Stadionneubau integriert. +++ So weit da zu. +++ Sebastian hatte sich dann relativ bald aus der Gastronomie und damit auch aus dem club49 verabschiedet und sich im Film- und Fotobereich selbstständig gemacht. Mit seiner Firma Lighthawk, und so viel Neid muss man mir lassen: die Liste seiner Auftraggeber liest sich wie ein verdammtes Who-is-Who. Werbekampagnen für Adidas, Puma und Nike haben sie ausgeleuchtet, für BMW, Mercedes und Jaguar. Um nur ein paar zu benennen. Zusammenarbeit über die Jahre mit Fotografen wie Lindbergh, Rakete und Unwerth, Leibovitz, Testino und Ballhaus. +++ Um nur ein paar zu benennen. ++ Und ich durfte jetzt diese HBO-Aktion an der Gedächtniskirche zum Start einer Harry Potter-TV-Serie fotografieren. +++ Apropos ‚Streaming‘: Da hatte mir Anfang des Jahres doch tatsächlich ein Fucker namens Riki Mi*ev (angeblich im Namen von Netflix) sage und schreibe 19,99 € vom Konto abgebucht. Wo ich zum Streamen doch meinen Bücherei-Ausweis habe (Ihr seid solche Fucker berichtete) – das Geld habe ich mir selbstredend umgehend zurückgeholt, wo kommen wir denn da hin?!

 

Überschrift inspired by: Wochenendrebellen (Tragikkomödie mit Aylin Tezel und Florian David Fitz nach der Autobiografie von Mirco von Juterczenka) © Marc Rothemund (Regie), D 2023  

Überschrift also inspired by: Under the Milky Way © The Church, 1988

Lyrics: Mr W4 © Baxter Dury, 2025

Lighthawk GmbH Berlin | Sebastian Siebel, Sandra Pinelli | Cinema Lightning Services | www.https://lighthawk.de

Erich Mielke (* 28 Dezember 1907 in Berlin; † 21. Mai 2000 ebenda), Minister für Staatssicherheit und Fan des BFC Dynamo

Harry Potter | Fernsehserie © HBO Max, 2024 (seit 13. Januar in Deutschland)

club49 | Ohlauer Straße 31 | 10999 Berlin | (seit 2005)