Weihnachtsverlosung / Die apodiktische Pranke.

Fiktives Vinyl: Das Narrativ – Apodiktische Pranke © Kai von Kröcher, 2012/2022

 

So this is Christmas and what have you done. +++ Vielleicht sollte ich kurz noch darauf hinweisen: Bis morgen um Mitternacht besteht noch die Chance auf ein signiertes Plattencover Ihrer Wahl – digitaler C-Print auf 42 x 42 cm Karton! Senden Sie einfach bis dahin noch Titel und Interpret Ihres liebsten fiktiven Vinyls hier aus dem Blog an foto@kaivonkroecher.de, mein Sohn wird am Donnerstag dann aus allen Einsendungen den Gewinner ziehen. +++ Falls Sie übrigens mal einen Blick in die zerrissene Seele eines zeitgenössischen Künstlers werfen mögen: Mit dem Plattencover heute da oben habe ich so meine Probleme. Und weiß nicht, weshalb. Eigentlich doch ein schönes Motiv. Ich mag diese leichte Unschärfe auf dem Käfer, trifft genau meinen Nerv. +++ Was eine apodiktische Pranke sein soll, da müsste ich allerdings nachschlagen – vor ewigen Zeiten hatte ich das in einer Kultursendung aufgeschnappt. Es ging darin um die Sinfonie eines Komponisten, leider habe ich mir nichts dazu aufgeschrieben – wer, was, wann und wieso. Spätere Generationen von Kunsthistorikern hätten es einem gedankt. Aufgenommen wurde das Foto, vielleicht haben Sie es bereits längst erkannt: Die Tankstelle liegt an der Landstraße von Broistedt nach Salzgitter-Lebenstedt im östlichen Niedersachsen. Da, wo auf dem Parkplatz zum Beispiel auch Spargel-Lothar immer seinen Spargel verkaufte, ein magischer Ort. +++ Wie kontrovers literarische Rezeptionen doch ausfallen können: Fühlte mancher sich durch mein Gedicht „Soldaten“ neulich an Lennons Happy Xmas (War Is Over) erinnert oder Im Westen nicht Neues. So witterten andere gleich eine Verherrlichung des Militarismus in unseliger Landser-Roman-Tradition. +++ Ob unsere Weihnachtsverlosung den Hype um meine Person noch befeuert, so wie ich es mir insgeheim erhoffe? John Lennons Todestag immerhin jährt sich am Tag unserer Ziehung dann mittlerweile ja schon zum 42sten Mal, man mag es kaum glauben…

 

Überschrift inspired by: Die große Weihnachtsverlosung – Einsendeschluss Dienstag, 6. Dezember 2022 gegen Mitternacht

Überschrift also inspired by: apodiktisch – keinen Widerspruch zulassend

Lyrics: Happy Xmas (War Is Over) © John Lennon & Yoko Ono/Plastic Ono Band, 1971

Danke, Habeck / Zehn beste Gründe für das WM-Aus der deutschen La Mancha.

Fiktives Vinyl: Austria Tabak – Selfie mit Mitterrand © Kai von Kröcher, 2000/2022

 

Billie Jean is not my lover, she’s just a girl who claims that I am the one. +++ Was Mitterrand mit der Sache zu tun hat (oben), will sich mir nicht erschließen: Damals gab es noch gar keine Selfies. +++ Die neue Platte der Gruppe Austria Tabak, die ist trotzdem sehr gut. Eine gelungene Mischung, könnte man meinen, aus Bilderbuch vielleicht – und den Doors. Des Albums Opener ist die Single egal ist achtundachtzig, die in Österreich gerade in die Top Ten stürmt. +++ Aus aktuellem Anlass habe ich kurz ein Gedicht geschrieben, es heißt „Soldaten“: Soldaten frieren nicht, ihnen ist nicht kalt / Soldaten haben im Dunkeln keine Angst, sie fürchten sich nicht / Soldaten ist im Geschützturm heimelig, der T-72 gibt ihnen Geborgenheit / Soldaten spüren keinen Phantomschmerz, abgerissene Gliedmassen quittieren sie mit einem Schulterzucken / An nasser Kleidung stören sich keine Soldaten, sie fühlen sich überall wohl / Soldaten wollen Weihnachten nicht zu Hause sein. +++ Ja, eh. +++ Dem Coverfoto (oben) liegt heute ein Dia zugrunde, am Nationalfeiertag im Jahre 2000 entstand es in Wien.

 

Überschrift inspired by: Robert Habeck (* 2. September 1969 in Lübeck), dt. Politiker

Überschrift also inspired by: Q 2022

Lyrics: Billie Jean © Michael Jackson, 1983

T-72: seit 1972 gebaut von dem Unternehmen Uralwagonsawod, derzeit der am meisten genutzte Kampfpanzer der Welt

Nationalfeiertag: seit 1965 in Österreich immer am 26. Oktober

Skłamałam / Radar Detector.

Fiktives Vinyl: Narożnicki – Auf dem Radar © Kai von Kröcher, 2001/2022

 

Och dziecko gdybyś przeżyła tyle co ja. +++ Ein entscheidender Vorteil der digitalen Fotografie dürfte vermutlich sein, die Bilder schmuddeln nicht an. An Negativen und Dias kleben keine hartnäckigen Fusseln, Stockflecke sind wohl kaum möglich. An dem abgespaceten Cover von Narożnicki da oben habe ich mindestens eine Stunde gesessen, einfach nur die fiesesten Stellen auszuflecken. +++ Wo genau dieses Foto geschossen wurde? Lässt sich nicht genau rekonstruieren – in der Zeitrechnung zumindest kurz vor dem 11ten September: August 2001 im polnischen Ostseeraum westlich von Danzig. +++ Was hat man doch früher für ein Brimborium gemacht um die Kamera! Verglichen mit heute, würde ich sagen: Verglichen mit heute war die Kamera doch damals, die analoge – die war doch von allem das mit Abstand Egalste. +++ Ich krame mal eine Geschichte aus meinem Fundus heraus: Im Frühjahr 1992 ist das gewesen. Mit der Freundin damals eine Woche mit der Reichsbahn auf Rügen, ein Freund hatte mir seine Nikon geliehen. Zurück in Berlin hatte ich den Schwarzweißfilm in einem Labor in der Goltzstraße entwickeln lassen und mich mit dem Kontaktbogen dann an den Tresen im Café M gesetzt. +++ So, und jetzt wird es interessant. Plötzlich sprach mich einer von der Seite an. Genau deshalb saß man ja im Café M mit seinem Kontaktbogen – und dann passierte es wirklich! Verschwörerisch beugte ein Typ sich ganz leicht zu mir rüber, zeigte mit dem fachmännischen Finger auf meinen Kontaktbogen: „Nikon? Sieht man sofort!“ +++ Soll ich den Witz jetzt noch Oliver-Welke-mäßig erklären, oder lassen wir den Fall damit ruhen? +++ Okay – tief beeindruckt kratzte ich mir in Gedanken den Kopf. ‚Krass‘, dachte ich so: ‚Wie hat der das bloß gleich erkannt?!!‘

 

Überschrift inspired by: Skłamałam © Edyta Bartosiewicz, 1997

Überschrift also inspired by: Radar Detector © Darwin Deez, 2010

Lyrics: Dziecko © Edyta Bartosiewicz, 1997

 

 

Belvedere / Sucking in the Seventies.

Fiktives Vinyl: Walter Boarding – Ein Gürtel von Dior © Kai von Kröcher, 2015/2022

 

Geh, wenn Du gehen musst – woanders ist nicht hier. +++ Harry Styles also, soso?! +++ Sieht übrigens aus, als hätten Walter Boarding ein neues Album auf dem Markt. +++ Vor dem Spiel, meinem Boykottbruch am Sonntag. Am Nachmittag bin ich da aus dem Haus, gefühlt einen endlosen Spaziergang gemacht. Die Zeit wollte dennoch nicht vergehen, gefangen in einer Schleife. +++ Manchmal fragen Sie sich vielleicht, woher nimmt der Kerl seine crazy Ideen – woher kommt diese Inspiration? Nur mal ein Beispiel: Neulich streifte ich da an dieser runden Ecke Graefestraße vorbei, ist ja egal. Da wird immer sehr kunstvoll Werbung geklebt, manchmal sogar auch gemalt. Jetzt hingen Plakate für einen neuen Wodka hier, Belvedere oder so. Dieser James-Bond-Typ, der Schauspieler, der hängt darauf ganz entspannt in einem Sessel, nippt an ’nem Glas. Unterhemd, Halskette, ein Gürtel von Dior – und ich sagte zu mir: „Wenn ich James Bond wäre, würde ich mir auch bei Dior einen Gürtel holen.“ +++ Jedenfalls, und da will ich jetzt nicht übertreiben: Eine riesige Runde hatte ich hingelegt vor dem Spiel, doch die Zeit wollte noch immer einfach nicht rumgehen. Ich verglich ständig die Uhren, doch das änderte nichts. Ich trat durch den Betonriegel am Kottbusser Tor in die Dresdener Straße. Möbel Olfe im Rücken hatte noch zu, drinnen wurde der Tresen gewischt. +++ Sind Sie zufällig spielsüchtig? Dann habe ich eine schlechte Nachricht für Sie: Das Liyan Casino gleich hinter dem Durchgang sieht mausetot aus, dafür läuft da im Schaufenster eine sehr schöne Diashow – unzählige Schwarzweiß-Fotos von schätzungsweise Anfang der Siebzigerjahre. Bestimmt eine halbe Stunde stand ich davor, ohne dass die Bilder wieder von vorne angefangen hätten. Alles um das Neue Kreuzberger Zentrum herum aufgenommen: Kinder, die damals in etwa so alt waren wie ich. Und es heute wahrscheinlich noch immer. Sind. Man spürt förmlich die Zeit. Sommer, Winter. Nah dran und authentisch, wie man so sagt. Irgendwann allerdings wurde mir kalt, sonst wäre ich noch geblieben. Und hätte dieses famose Fußballspiel im Fernsehen abends verpasst. +++ Nicht zu verwechseln mit Casino 36 übrigens (oben) – das Liyan finden Sie hinter dem Haus!

 

Überschrift inspired by: Belvedere-Wodka – Werbekampagne mit Daniel Craig © LVMH Moët Hennessy – Louis Vuitton SE/Juergen Teller, 2022

Überschrift also inspired by: Sucking in the Seventies © The Rolling Stones, 1981 (Compilation)

Lyrics: Gierig © Die Höchste Eisenbahn, 2016

As It Was © Harry Styles, 2022

James Bond 007: Casino Royal (mit Daniel Craig) © Martin Campbell (Regie), UK/USA/D/CZ 2006

Liyan Automaten GmbH | Dresdener Straße 8 | Berlin-Kreuzberg

Neues Kreuzberger Zentrum (NKZ), Gebäuderiegel mit 367 Wohnungen; Architekten: Werner Jokisch, Johannes Uhl), erbaut 1969 – 1974

Alpina Weiss © SIND, 2018

Deutschland – Spanien 1:1 (Vorrundenspiel der Gruppe E), 27.11.2022 | 20:00 Uhr, Al-Khor/Q 2022 

Boy Q Otto / What Kind of Pills Are You On.

Fiktives Vinyl: Bitterfeld – Bedrohung des eigenen Herrschaftsanspruchs © Kai von Kröcher, 2002/2022

 

Holding me back, gravity’s holding me back. +++ Im Sommer ist das gewesen: Unter einem Baum saßen wir auf einer Bank, aßen ein Körnerbrötchen aus dem Bioladen im Rücken, blickten versonnen auf den Marheinekeplatz vor uns mit seinen Trinkern. Mein Sohn und ich vertrödelten den Nachmittag in der Sonne, wir lieben das. Dasitzen und schauen. Warten auf das, was passiert. Was nicht passiert. Das taten wir eine Weile. Da kam eine Clique Abiturienten den Gehweg herauf. Mit so ’nem Lautsprecher für Bluetooth, meistens von JBL. Drei Burschen, zwei junge Frauen. Die Haare wehten im Wind. Sonne und Jugend, das Leben noch vor sich. Das Leben noch unbeschwert. In Zeitlupe schwebten sie auf ihrem Soundtrack dahin: alles Positive auf Erden in einem Lied. +++ Wann komm‘ wir denn endlich zum Fußball?! +++ Als wir zwei kurz darauf über die Straße, da standen die fünf da einfach so an der Kirche herum und hörten Musik. +++ Passionskirche – wenn man nach oben blickt und die Wolken ziehen vorbei, kippt der Kirchturm um. +++ Ich sagte: „Warte mal, Otto!“ und nahm mir ein Herz. Was sollte der alte Typ von ihnen wollen, er quatschte sie blöd von der Seite an: „Ähm (räusper!), was war das denn g’rad für ein Song?“ Die Abiturientin mit den Haaren im Wind schenke mir ein freundliches Lächeln, der Typ mit der Playlist warf einen Blick auf sein Handy: „Bob Marley.“ Ich protestierte: „Nee, nicht Bob Marley – das Stück vor Bob Marley meine ich!“ Schließlich war man kein verblödeter Greis, man kannte sich aus. War interessiert, hörte ja nicht nur noch Oldies. Die Frau mit den wehenden Haaren schaute mich strahlend an: „Harry Styles.“ „Harry Styles“, sagte ich. Mehr sagte ich nicht. +++ As It Was heißt der Song, das habe ich später zu Hause dann recherchiert – erinnert ein bisschen an Take On Me von A-ha, und ob Sie das nun gutheißen oder nicht: der wird mich ein Leben lang an die wehende Jugend im Sommerwind, an die Bank unter dem Baum, an meinen Sohn auf dem Kinderrad denken lassen. +++ In den ersten Nachrichten des Tages heute verstand ich: „Tina will an der strikten Null-Covid-Politik festhalten“ – was für ’ne Tina?! +++ Und damit jetzt endlich zum Fußball: Das Spiel war der Hammer, ganz große Klasse!

 

Überschrift inspired by: Q 2022 © Emirat von Katar/Fifa, 2022

Überschrift also inspired by/Lyrics: As It Was © Harry Styles, 2022

Deutschland – Spanien 1:1 (Vorrundenspiel)

Take On Me © A-ha, 1984

Anti-COVID-Proteste in China

Boykottbusser Tor / I Want My Schotter Back.

Fiktives Vinyl: Labradorzucht – Hollywood ruft nicht an © Kai von Kröcher, 2014/2022

 

You know it’s not the same as it was, as it was, as it was. +++ Letztens ist mir was Blödes passiert. +++ Der Sohn lag schon im Bett, ich wollte den Tag auf dem Sofa ausklingen lassen. Als Spätgebärendem fallen mir oft einfach die Augen zu. Ein Gläschen Bier und kurz vielleicht noch das heute journal. Bin ja mehr so der Mainstream-Medien-Typ: „Und zwischen Pumpernickel und Likör liest Köpcke die Tagesschau.“ Wie ging denn der Text noch, damals von Udo Lindenberg? Karl-Heinz Rummenigge Köpcke – so hieß man als Nachrichtensprecher früher! Gedankenverloren griff ich zur Fernbedienung, und da hatten wir schon den Salat: Es lief die 86. Minute im Vorrundenspiel zwischen England und den Vereinigten Staaten. Es stand 0:0, und ich hatte nicht mehr die Kraft, das Wort A-U-F-B-E-G-E-H-R-E-N zu buchstabieren – der Schiri pfiff ab, ich ging ins Bett. +++ Haben Sie schon die Bildzeitung von morgen gelesen? Hinter dem skandalösen Auftreten der deutschen Mannschaft gegen Spanien (Al Khor, 20:00 Uhr, ZDF) – nein, es ist nur eine Vermutung. +++ Vielleicht bin ich heute Abend heimlich mal einfach Boykottbrecher, der Sohn ist eh bei der Mama.

 

Überschrift inspired by: Kottbusser Tor, aus dem Hintergrund müsste Rahn schießen! © Herbert Zimmermann, 1954

Überschrift also inspired by: Clashback Friday © Schlotterbeck, 2022

Lyrics: As It Was © Harry Styles, 2022

Manchmal möchte ich schon mit dir © Roland Kaiser, 1982

Ihr seid solche Fucker’s Eleven / Clashback Friday.

Fiktives Vinyl: Wunderwald – Größe/Wahn © Kai von Kröcher, 2014/2022

 

This is my freedom, this is my voice. +++ Der amerikanische Sänger Schlotterbeck – das hatten Sie vermutlich gar nicht gewusst: Er stammt aus einem kleinen Örtchen im Norden von Minnesota, 670 Einwohner. Sein Großvater, der deutsche Komponist Kurt Weill, der sich auf Drängen des Managements im US-amerikanischen Exil später in Kurt Because* umbenannt hatte und damit dann eher unglücklich war. Auch Schlotterbeck hatte gehadert mit seinem Namen, hatte als Clashback Friday auf Tour gehen wollen. Bis irgendwer ihm erzählte, in Deutschland gebe es einen, die Lisa Eckhart des deutschen Footballs. Und der hieße wie er: Schlotterbeck. Er selbst nämlich, der Sänger Schlotterbeck, er liebt ja den Football: In Minnesota haben sie manchmal solche Massen an Schnee, da kommt man nicht mal mehr zu den Spielen. +++ Schlimm, zumindest im Winter. +++ Haben Sie Adam Riese auch immer verwechselt mit Rübezahl? +++ Ich liebe dieses Plattencover heute da oben: Sollte Nico Schlotterbeck tatsächlich die Lisa Eckhart der Nationalmannschaft sein, Niedersachsen ist unter den Bundesländern die Nina Hagen! +++ Oder die Ingrid Steeger. +++ Janis Joplin. +++ Nach Adam Riese jedenfalls bleiben Ihnen noch elf Tage: Senden Sie einfach einen elektronischen Brief mit Ihrem Lieblingscover an die E-Post-Adresse „foto@kaivonkroecher.de“ und warten Sie ab – mein Sohn erledigt den Rest. +++ Niedersachsen, du Unbezähmbare! +++ Haben Sie heimlich gestern Fußball geschaut? Die Fußballnation Brasilien soll ja gespielt haben – wissen Sie etwas darüber? +++ Nehmen Sie sich einfach in Ruhe die Zeit und durchsuchen Sie diesen Blog nach Ihrem liebsten fiktiven Vinyl. Die erste gefakete Schallplatte wurde im Januar 2021 hier gezeigt, eine Menge Holz. Unter den Teilnehmer verlosen wir 1 fiktives Plattencover in 42 x 42 cm – Einsendeschluss ist der 6. Dezember!

 

Überschrift inspired by: Ocean’s Eleven © Steven Soderbergh (Regie), USA 2001

Überschrift also inspired by: Cashback Friday

Lyrics: Let Me Go © Erik Truffaz feat. Sophie Hunger, 2010

Gustav Wunderwald (* 1. Januar 1882 in Kalk; † 24. Juni 1945 in Berlin), dt. Bühnenbildner und Maler

Kurt Weill (* 2. März 1900 in Dessau; † 3. April 1950 in New York City), dt. (und später US-amerikanischer) Komponist

Nina Hagen (* 11. März 1955 in Ost-Berlin), dt. Sängerin und Schauspielerin

Ingrid Steeger (* 1. April 1947 in Berlin), dt. Schauspielerin

* beim Berliner Comic-Genie Fil gestohlener Scherz

Verflickst und zugenäht / Die Reminiszenz.

Fiktives Vinyl: Schlotterbeck – die Reminiszenz © Kai von Kröcher, 2021/2022

 

His son is working for the Daily Mail – it’s a steady job, but he wants to be a paperback writer. +++ Schlotterbeck writer. +++ Im Treppenhaus vorhin, ich hatte den Sohn gerade zur Kita gebracht, ich liebe diese leicht diesigen, herbstlichen Morgen – heute gehen sie ins Theater: Paare, Passanten von Botho Strauß. +++ Spaß muss sein, aber ins Theater wollten sie wirklich – und das Café, wo ich auf dem Weg zurück von der Kita ein Croissant aß: in der Tat heißt das Nikolaus Strauß, solche Geschichten schreibt nur das Leben. +++ Apropos ‚Nikolaus‘: vergessen Sie den Einsendeschluss bitte nicht, tolle Gewinne warten auf Sie!* +++ Jedenfalls stapfte ich gerade die Treppen zur Wohnung hoch, da kam von oben jemand herunter. Eine ungefähr mitteljunge Frau mit Locken kam mir entgegen, ihr Gesicht im Gegenlicht nicht zu erkennen. Sie sagte „danke!“ und roch meiner Meinung nach ganz dezent nach 4711: Das gab ein Gefühl der Geborgenheit. Warum Kölnisch Wasser in gleichem Maße von jedem gedisst wird wie das Schießer-Feinripp-Unterhemd seinerzeit, habe ich nie eigentlich wirklich verstanden – ein ausgezeichneter Duft! +++ Apropos ‚Nikolaus‘: Langsam trudeln immer mehr Teilnehmende ein – interessanterweise gibt es bislang keine doppelten, äh, Plattencover. +++ Finden Sie das originell, dass ich nach dem 1:2 gegen Japan in der Überschrift schreibe: „Verflickst und zugenäht“? Vielleicht sind ja schon andere vor mir auf diesen Joke gekommen, er ist doch recht naheliegend. +++ Von der Auftaktniederlage hörte ich nur in den Acht-Uhr-Nachrichten, bisher habe ich alle Spiele boykottiert. Das interessiert zwar den Emir nur periphemir, die Weltmeisterschaft aber geht doch sowieso voll am Dingens vorbei, wie sagt man? +++ Was mir seit Wochen allerdings unter den Nägeln brennt: Schlotterbeck erinnert mich immer an Lisa Eckhart, wohl die Frisur – wie macht sich Götze?

 

Überschrift inspired by: Hansi Flick (* 24. Februar 1965 in Heidelberg), Trainer der deutschen Fußballnationalelf

Überschrift also inspired by: Die Reminiszenz © Schlotterbeck, 2022

Lyrics: Paperback Writer © The Beatles, 1966

Nico Cedric Schlotterbeck (* 1. Dezember 1999 in Waiblingen), deutscher Fußballspieler

Paare, Passanten (Kurzprosa) © Botho Strauß, 1981

Nikolaus Strauß | Geibelstr. 13, Ecke Wilmsstraße | Berlin-Kreuzberg

Katar 2022: Deutschland – Japan 1:2 (erstes Vorrundenspiel)

Chinesische Botschaft | Märkisches Ufer 54 | Berlin-Mitte

Lisa Eckhart (eigentlich Lisa Lasselsberger; * 6. September 1992 in Leoben, Steiermark), österreichische Kabarettistin

 * Die große Weihnachtsverlosung im Internet – Einsendeschluss ist der 6. Dezember (foto@kaivonkroecher.de)

Johnny Infantilo / One Love, one Heart.

Fiktives Vinyl: Messias Jair – Bolzenschuss © Kai von Kröcher, 2011/2022

 

Und du streichst schon wieder deine Wände, schneidest dein Haar – deine Tapeten sprachen zu viele meiner Bände. +++ Haben Sie sich denn schon Gedanken über eine stimmungsvolle Weihnachtsdekoration im Innen- und Außenbereich gemacht? +++ Mein Sohn sang neulich plötzlich den Alpina-Chorus der Gruppe SIND vor sich hin. Das Video dazu finde ich super – man sollte es wirklich bis zum allerletzten Frame schauen, sehr modern. Aber googeln Sie übrigens mal „Alpina Weiß Sind“ – da dürfte sich selbst Moskaus Geheimdienst die Zähne dran ausbeißen. +++ WM momentan ist ja recht schwierig, die letzten zwei Nächte aber habe ich ohne Quatsch davon geträumt: Fußball-Weltmeisterschaft im club49 mit Weedmann und Hardy und allen – träumen wird wohl noch erlaubt sein. +++ Natürlich werde ich Sie hier nicht hängen lassen, man ist ja kein Schwein: der Link zum Alpina Weiss-Video, checken Sie’s aus. Gedreht, wenn ich nicht irre (bin), dahinten an der Sonnenallee draußen. Und Platz der Luftbrücke natürlich – oder doch eher Fehrbelliner Platz, sieht ja irgendwie alles gleich aus? Inkl. Guitar Tutorial übrigens (Chords + Picking)! +++ Für besagte Weihnachtsverlosung bleiben Ihnen noch exakt vierzehn Tage. Sind definitiv zu kurz, um alles zu erleben – ein schickes Plattencover Ihrer Wahl aber zu gewinnen, dafür könnte es durchaus reichen (Ihr seid solche Fucker berichtete)…

 

Überschrift inspired by: Johnny Infantilo (* 23. März 1970 in Brig, Wallis), schweizerisch-italienischer Fussballfunktionär

Überschrift also inspired by: One Love © The Wailing Wailers, 1965

Lyrics: Alpina Weiss © SIND, 2018

14 Tage © Fehlfarben, 1983

19 / Das wird man wohl schon noch sagen dürfen.

Fiktives Vinyl: Nutztier – Playa de Palma © Kai von Kröcher, 2014/2022

 

Die Leute und ich, wir haben ein schwieriges Verhältnis. +++ Jetzt nur nicht die Nerven verlieren: An der großen Weihnachtsverlosung teilzunehmen und den Hauptgewinn abzugreifen – nach Adam Riese bleiben Ihnen noch volle neunzehn Tage! Die ersten Teilnehmer drängeln sich bereits im Lostopf, was mich natürlich sehr freut. Allerdings, ich habe da sicherheitshalber noch einmal nachgeschaut: die fiktiven Schallplattenhüllen gehen tatsächlich zurück bis in den Januar 2021, ich wollte das zunächst gar nicht glauben. Sich da in aller Ruhe durchzuscrollen, das macht man nicht eben mal nebenbei in der Mittagspause. +++ Um die Spielregeln kurz noch einmal zu erläutern: Wenn Sie eines meiner fiktiven Cover auf 42x42cm signiertem Karton gewinnen möchten, suchen Sie einfach hier auf dem Blog ihr Lieblingsmotiv aus und senden Sie Albumtitel und Interpreten an foto@kaivonkroecher.de  – sollten Sie jetzt zum Beispiel totaler Motorradfan oder einer von Nutztieren sein, die Sache wäre recht einfach. Mitmachen darf jeder (außer verifizierte Vollärsche und Faschisten), Einsendeschluss ist der 6. Dezember 2022 um 23:59 Uhr.

 

Überschrift inspired by: 19 © Paul Hardcastle, 1985

Überschrift also inspired by: 19 © Adele, 2008

Lyrics: Die Leute und ich © Betterov, 2022