Across the Barricades / It’s a Thin Line Between Love and Hate.

Fiktive Postkarten: Irma la Douce (Love, Sex and Dreams) © Kai von Kröcher, 2026

 

From the ranks of the freaks who suspect they could never love anyone. +++ Und plötzlich, in irgendeinem unprätentiösen Moment, überkommt einen auf einmal die unheilvolle Vermutung, von den falschen Leuten könne die Situation möglicherweise missverstanden werden. Dass man in einer zwielichtigen Ecke am Rande des Straßenstrichs mit dem Teleobjektiv auf der Lauer liegt. +++ Der unbeteiligt scheinenden Frau mit dem Hund rechts im Bild jedenfalls habe ich sicherheitshalber eine Sonnenbrille in ihr Gesicht gemalt. +++ Genau genommen ist das Foto in einem Grenzbereich entstanden: Am Rande der Gesellschaft, wenn man so will – zwischen rechtschaffenem Tag und dem Einbruch der Dämmerung, zwischen Tiergarten und Schöneberg. +++ Kurfürstenstraße, hier wohnen Wölfe. +++ Und, Alter Schwede, noch amoi: „… ist das Foto in einem Grenzbereich entstanden: Am Rande der Gesellschaft, wenn man so will – zwischen rechtschaffenem Tag und dem Einbruch der Dämmerung.“

 

Überschrift inspired by: Through the Barricades © Spandau Ballet, 1986

Überschrift also inspired by: Thin Line Between Love and Hate © The Pretenders, 1984 (Cover)

Lyrics: Save Me © Aimee Mann, 1999

Auf einmal (Filmdrama mit Sebastian Hülk, Julia Jentsch, Hanns Zischler, Sascha Geršak u.a.) © Asli Özge (Regie), D/NL/F 2026

Das Mädchen Irma la Douce (Irma la Douce – Filmkomödie mit Shirley MacLaine, Jack Lemmon u.a.) © Billy Wilder (Regie), USA 1963 

Love, Sex & Dream | Erotik-Kaufhaus | Potsdamer Straße 124 | 10783 Berlin

Spuk im Hochhaus / Scary Monsters & Super Creeps.

Fiktive Postkarten: Früh morgens am Roederplatz © Kai von Kröcher, 2026

 

I′m the dandy highwayman you’re too scared to mention. +++ Als ich beim Einkaufen an der Kasse gestern gerade durch war, wenn Sie verstehen, was ich genau damit meine. Plötzlich jedenfalls fiel mir siedend heiß ein, ich hatte ja doch wieder gar keine Süssigkeiten gekauft – für die Kinder, die später verkleidet bei mir vor der Tür stehen würden. Da hatte ich dann – flapsig ausgerückt – definitiv keinen Bock mehr, noch einmal zurück in den Laden zu gehen, um hin und hergerissen vor den Regalen zu stehen und schließlich irgendeinen ungesunden Scheißdreck zu kaufen. Und so ging ich ohne Bonbons und Schokolade nach Hause, warf mit latent schlechtem Gewissen die ARD-Sportschau an. Um zehn machte ich das Farbfernsehgerät aus und legte mich schlafen – wenn bis hierher keiner gekommen war, würde nun wohl auch niemand mehr klingeln. +++ Wann bin ich dieser verbitterte alte Mann geworden, um den die Kinder einen Bogen machen? Für die es eine Mutprobe darstellt, die sich auf Deutsch gesagt einpissen, wenn sie an meine Tür klopfen? War das ein schleichender Prozess, oder kam das von einem Tag auf den anderen? +++ Übrigens glaube ich nicht, dass der junge Mann an der Potsdamer Straße vorgestern ein Irrer war. Natürlich war er auch keinesfalls Hausmeister der ganzen Straße, wie sollte das gehen? Da hatte er sich einfach falsch ausgedrückt. Er wird wohl zuständig sein für die zwei trutzigen Bauten zwischen Pallasstraße und U-Bhf. Kleistpark. Die auf der westlichen Seite, wo man den kalten Atem eines Roland Freislers spürt. Und weil er da tagein und tagaus seine adoleszenten Stunden am Totschlagen ist – da dachte er sich, als er mich da fokussiert auf dem Gehweg herumkriechen sah: Wie interessant musste es sein, Seite an Seite mit einem Fotografen durch die endlosen Flure und Stockwerke seiner Dienstgebäude zu stromern. +++ Apropos „irre“: Oft in den zurückliegenden Jahren habe ich mich häufig gefragt – ist es die Stadt, die perfide aus Nah und Fern alle Verrückte anlockt wie eine angebundene Ziege den Komodowaran. Oder werden die Menschen dann doch eher erst hier von der Stadt einfach alle verrückt gemacht? +++ Also, sind die Leute schon vorher bescheuert, oder werden sie das erst nach und nach, wenn sie hier sind? +++ Denken Sie mal drüber nach …

 

Überschrift inspired by: Spuk im Hochhaus (Kinderfernsehserie mit Katja Paryla, Heinz Rennhack u.a.) © Günther Meyer (Regie), DDR 1982

Überschrift also inspired by: Scary Monsters (And Super Creeps) © David Bowie, 1980

Lyrics: Stand and Deliver © Adam and the Ants, 1981

Roland Freisler (* 30. Oktober 1893 in Celle; † 3. Februar 1945 in Berlin), dt. Jurist

Insane in the Brain © Cypress Hill, 1993

 

Im Namen des Volkes / Halloween in Ostberlin.

Fiktive Postkarten: Kathreiner-Haus, Potsdamer Straße (Berlin/West) © Kai von Kröcher, 2026

 

Just around the corner, half a mile to heaven. +++ „Kann ich Ihnen helfen?“ Ein junger Typ in einer Art Overall stellte sich gestern an der Potsdamer Straße freundlich lächelnd vor mich hin. Ich war gerade dabei, das Postkartenmotiv (oben) zu schießen. Ein Fragezeichen in den Augen, sagte ich: „Nein.“ Sicher nur wieder einer dieser Verwirrten, die einen hinter der nächsten Ecke von der Seite angesprungen kommen. „Vielleicht wollen Sie ja noch bessere Fotos machen? Ich bin der Hausmeister der kompletten Straße!“ Schulterzuckend ließ ich den Blick an dem Gebäude hinaufgleiten und sagte: „Ach so, aber eigentlich brauche ich einfach nur genau diese Wand – trotzdem besten Dank!“ +++ Das sogenannte Kathreiner-Haus wurde Ende der 1920er Jahre im Stile der Neuen Sachlichkeit erbaut, zurzeit steckt es in einem Moskitonetz. Wofür es aber übrigens nichts kann: Schräg vis-à-vis, vielleicht etwa so in einhundert Metern Luftlinie links außerhalb des Bildrandes – da hatte einst, in den dunklen Jahren, Roland Freisler als oberster Strafrichter des Volksgerichtshofes gewirkt. +++ So sehr, wie mich Tamara Danz und die Gruppe Silly irgendwie nie wirklich hatten ansprechen wollen, so sehr hatte ich gestern dann doch ihren Song aus der Überschrift (rechts) als Dauerohrwurm in, genau, meinen Ohren. +++ Nennen Sie mich einen hartherzigen Erziehungsberechtigten, aber meinem Sohn trichtere ich tagtäglich ein: „Du kannst gerne tun, was du willst – aber lass mich bitte mit diesem ganzen Halloween-Scheiß in Ruhe!“ +++ Vielleicht ein gruseliger Zufall – aber Roland Freisler hätte exakt gestern Geburtstag gehabt …

 

Überschrift inspired by: Roland Freisler (* 30. Oktober 1893 in Celle; † 3. Februar 1945 in Berlin), dt. Jurist

Überschrift also inspired by: Halloween in Ostberlin © Silly, 1993

Lyrics: Just Around the Corner © Cock Robin, 1987

Wo der Gauner Grundeis schlief / I Wear Sunglasses at Night.

Fiktive Postkarten: Nollendorfplatz, Varieté eines Jahrhunderts © Kai von Kröcher, 2026 (Collage/Montage)

 

Lavendeltreppen formen meine Haut. +++ Schaut man etwas genauer hin, entdeckt man die Sonnenbrillen, die ich den Figuren da unten am Nollendorfplatz zur Tarnung auf ihr Gesicht gemalt habe. Um nicht wieder verklagt zu werden. Sofort habe ich dieses Lied von Anfang der Achtziger nebulös wieder im Kopf. Sunglasses at Night. Allein die Vorstellung, es sich noch einmal anhören zu müssen, verstört einen zutiefst. Wikipedia schreibt darüber: „Der Song zählt zu den typischen New-Wave-Hits der 1980er Jahre.“ Soso, entweder ich erinnere mich nicht, oder ich bin nicht dabeigewesen – Letzteres würde ich ausschließen. +++ Die Überschrift (oben) wurde inspiriert von meiner Recherche „im Netz“. Wie auch die Bildunterschrift. Ich will doch nur geliebt werden – wie wir alle. Das Buch selbst (Varieté eines Jahrhunderts/Anm.d.Red.) kenne ich nicht, hört sich aber ganz gut an. +++ Vor kurzem war Emil und die Detektive gerade wieder neuverfilmt in die Kinos gekommen, wir hatten ihn neulich im Filmtheater am Friedrichshain gesehen. Ich musste daran denken, wie ich früh in den Neunzigern mal über den Überlebenskampf dieses Kinos berichtet habe. Andere Zeiten, wie man so sagt. Kann man sich nicht mehr vorstellen. Das Filmtheater seinerzeit war, wie man so sagt, akut von der Schließung bedroht, so wird es gewesen sein. Als ich zum Interview damals dort eintraf, fand ich den Betreiber im Heizungskeller unten beim Kohlenschippen. +++ Der Direktor hinterm Zelt … zählt sein Geld. +++ Andere Zeiten!

 

Überschrift inspired by: Wo der Gauner Grundeis schlief (Buchrezension über Varieté eines Jahrhunderts) © Tagesspiegel von 1. November 2024

Überschrift also inspired by: Emil und die Detektive (Kinderbuch) © Erich Kästner, 1929 (mit Illustrationen von Walter Trier)

Überschrift also inspired by: Sunglasses at Night © Corey Hart, 1983

Bildunterschrift inspired by: Varieté eines Jahrhunderts (literarisches Porträt über den Nollendorfplatz) © Annika Ludwig, 2024

Lyrics: Lavendeltreppen © The Düsseldorf Düsterboys, 2022*

Hotel Sachsenhof | Motzstraße 7 | 10777 Berlin

Emil und die Detektive (Romanverfilmung nach Erich Kästner) © Gerhard Lamprecht (Regie), Billy Wilder (Drehbuch), D 1931

Emil und die Detektive (Romanverfilmung nach Erich Kästner) © Milton Rosmer (Regie), UK 1935

Emil und die Detektive (Romanverfilmung nach Erich Kästner) © Antonio Momplet, AR 1950

Emil und die Detektive (Romanverfilmung nach Erich Kästner) © Robert Adolf Stemmle (Regie), D 1954

Emil und die Detektive (Romanverfilmung nach Erich Kästner) © Mitsuo Wakasugi (Regie), JP 1956

Emil und die Detektive (Romanverfilmung nach Erich Kästner) © Alberto Pieralisi (Regie), BR 1958

Emil und die Detektive (Romanverfilmung nach Erich Kästner) © Peter Tewksbury (Regie), USA 1964

Emil und die Detektive (Romanverfilmung nach Erich Kästner) © Franziska Buch (Regie), D 2001

Emil und die Detektive (Romanverfilmung nach Erich Kästner) © David Dietl (Regie), D 2026

Filmtheater am Friedrichshain | Bötzowstraße 1-5 | 10407 Berlin | (1924/1925 erbaut nach Plänen von Otto Werner)

* Live performt von Moritz Bock alias Elias Schaller im AR-Tatort Gottesgarten © Dustin Loose (Regie), D 2026 

 

Eulen und Meerkatzen / Dieses fetischhafte Wurstgefresse ist ja keine Politik.

Fiktive Postkarten: Fürth, Stadtgrenze © Kai von Kröcher, 2026

Fiktive Postkarten: Nürnberg, Frankenstadion © Kai von Kröcher, 2026

Fiktive Postkarten: Nürnberg, Lorenzkirche (rechts) © Kai von Kröcher, 2026

 

My loneliness is killin‘ me. +++ Stimmt nicht. +++ Auch in Fürth wachte ich mit einem Lied auf den Lippen auf. Und diesmal machte es den Hund in der Pfanne in mir verrückt, weil ich ewig herumgrübeln musste, woher dieser Wurm im Ohr kam. +++ (Britney Spears/Anm.d.Red.) +++ Mein Sohn und ich, wir sind ja nun äußerst zurückhaltend, was den Verzehr lebender Tieren angeht. Kleiner Scherz. Nein, auch um verstorbene Tiere machen wir tatsächlich, so gut es geht, einen Bogen – aber in Nürnberg, da hätte vom Feeling her was gefehlt. +++ Haben Sie den Tatort letztens im Fernsehen gesehen? Spielt ja in Nürnberg, fühlte ich mich direkt wie ein ortskundig Einheimischer. Leider bin ich – die Gnade des frühen Erwachens – schon relativ gleich am Anfang wohlig dahingeratzt. Fabian Hinrichs wäre vor Jahren auch fast mal im Club gewesen. Life in the fast Lane, ganz knapp um ein Haar. Und was die Sache mit dem Gebäudetyp E angeht, der jetzt in aller Munde ist. Da wäre ich vorsichtig: Falls die Ceaușescus nämlich eines Tages mal spontan über Ihnen einziehen sollten – feat. Trampel-Joe, dem alten Sohn eines Büffels. Dann jedenfalls ist das Eulen und Zähneklappern urplötzlich groß, mindestens aber ein Nervenzusammenbruch …

 

Überschrift inspired by: Till Eulenspiegel (* um 1290 – 1300 in Kneitlingen am Elm; † möglicherweise 1350 in Mölln), u.a. Braunschweiger Bäckereiaushilfe

Überschrift also inspired by: „Dieses fetischhafte Wurstgefresse …“ © Robert Habeck, 2025

Lyrics: …Baby One More Time © Britney Spears, 1998

Markus Thomas Theodor Söder (* 5. Januar 1967 in Nürnberg), dt. Politiker

Tatort – Gottesgarten (Fernsehkrimi mit Fabian Hinrichs, Rosalie Thomass u.a.) © Dustin Loose (Regie)/BR, D 2026

club49 | Ohlauer Straße 31 | 10999 Berlin

Life in the Fast Lane © Eagles, 1976

Gebäudetyp E – Planungsansatz aus den 2020er-Jahren zum einfachen Bauen

Nicolae Ceaușescu (* 23. oder 26. Januar 1918 in Scornicești, Königreich Rumänien; † 25. Dezember 1989 in Târgoviște bzw. Tîrgoviște, SR Rumänien), rumän. Politiker

Nerves © Bauhaus, 1980

Planet Earth / Der schöne Berg.

Fiktive Postkarten: Feind hört mit (Berlin-Schöneberg) © Kai von Kröcher, 2026

 

Dance into the fire to fatal sounds of broken dreams. +++ „Eilmeldung: Klimawandel – Erde steuert laut UN auf 2,8 Grad Erwärmung zu.“ +++ Ist das der Weg, den Sie gehen wollen? +++ Im Ernst? +++ Kurz vor dem Aufwachen träumte ich den Traum einer verbotenen Liebe, vom Film und von einer Fotografie – und als ich aufwachte, hatte ich A View to a Kill auf den Lippen. Da überkam mich die spontane Erkenntnis, für den Soundtrack des Lebens bringen Duran Duran einem das Innerste erstaunlich wenig zum Klingen. +++ Wie ist da persönlich Ihre eigene Wahrnehmung? +++ Die Farbe der Typo der Postkarte (oben) bestimmte ich abermals in Kooperation mit meinem Sohn – und auch diesmal hatte er die bessere Intuition als sein Schöpfer.

 

Überschrift inspired by: Planet Earth © Duran Duran, 1981 (Debüt-Single, nie von gehört)

Überschrift also inspired by: Schöneberg – im 13. Jahrhundert gegründetes Straßendorf, 1920 eingemeindet und heute Ortsteil der deutschen Hauptstadt Berlin

Lyrics: A View to a Kill © Duran Duran, 1985 (für den Soundtrack von James Bond – Im Angesicht des Todes)

Eilmeldung aus: Tagesspiegel von heute

One and one is one / Warum nur kann ich Montage nicht leiden.

Fiktive Postkarten: Nollendorfplatz © Kai von Kröcher, 2026

 

Mathematik und Gefühle muss man voneinander trennen. +++ Das Bild heute, das fällt vielleicht erst beim zweiten Hinsehen auf. Die Postkarte jedenfalls bricht mit liebgewordenen Gewohnheiten. Grandit amoureux = liebgeworden. Wenn man genauer hinsieht, habe ich dafür zwei Fotos zu einem zusammengefügt, das Format ist etwas breiter. +++ Lieder über das Rechnen gibt es anscheinend nicht viele. Das aus der Überschrift (links) hat es sogar in meinen Soundtrack des Lebens geschafft, Kapitel Kindheit – wenngleich auch die Gleichung nicht aufgeht. +++ Wie Sie wissen, sind Photoshop und ich nicht so ganz dicke Freunde. Von daher habe ich mich für den unperfekten Weg entschieden und die zwei Ausgangsbilder auf die grobe Art zusammengehackt. +++ Weder Collage noch Montage, irgendetwas dazwischen. +++ Collage war eher Kunst, Montage mehr Handwerk, einfach gesagt, glaube ich. Sofort muss ich dabei an den Kunstunterricht denken, John Heartfield und so. Im Kopf vermenge ich komischerweise jedesmal Pearl Jam und James Hetfield mit Metallica und Jan Fedder. +++ Eddie Vedder, besser gesagt – Jan Fedder war der Bulle mit Herz aus dem Großstadtrevier. +++ Bei dem Song I Don’t Like Mondays stellt sich dann übrigens auch gleich die Frage nach dem Soundtrack: Eine verklärte Erinnerung daran, wie ich ’79 das erste Mal in West-Berlin war und zu Andy Dirt sagte, wäre I Don’t Like Mondays nicht von den Boomtown Rats, sondern von Abba, würden wir es doof finden. Und bei dem Gedanken daran stellt sich sogleich das spezifische Berlin-79-Feeling ein: Mauer und Braunkohlegeruch, Kaba (Erdbeergeschmack). Gehört also definitiv in den Soundtrack meines Lebens. Auch wenn ich den Text, das muss ich als Gutmensch und Vater aus heutiger Sicht, ehrlich gesagt, sagen, empathielos auf eine Art finde …

 

Überschrift inspired by: One and One Is One © Medicine Head, 1973

Überschrift also inspired by: I Don’t Like Mondays © The Boomtown Rats, 1979

Zitat aus: Die Gleichung ihres Lebens (Le Théorème de Marguerite – mit Ella Rumpf u.a.) © Anna Novion (Regie), F/CH 2023

Großstadtrevier – Fernsehserie nach einer Idee von Jürgen Roland © Studio Hamburg/ARD, D seit 1986

Fiktive Postkarte: Scherenschnitt mit Alfred Hitchcock am U-Bhf. Nollendorfplatz, Berlin-Schöneberg © Kai von Kröcher, 2026 

Dino-Bots (neu) / All We Ever Wanted Was Everything.

Fiktive Postkarten: Mariendorf, Dino-Bots (neu) © Kai von Kröcher, 2026

Fiktive Postkarten: Steglitz, Feuerbachstraße © Kai von Kröcher, 2026

 

Well, well, well, would you carry a razor in case, just in case of depression. +++ Erinnern Sie sich an den Kunden des Netto-Markendiscounts, der einst in die Filiale am U-Bahnhof Prinzenstraße trat und relativ laut zu einem der Mitarbeiter dort im Laden meinte, Trump sei eine Lachnummer? +++ Schätzen Sie die fast schon flapsig in den Raum gestellte Aussage nicht vielleicht auch als etwas zu kurz gegriffen ein?

 

Überschrift inspired by: Dino-Erlebniswelt | Bahnstation Johannisthal | Benno-König-Straße 18 | ab 7. März 2026

Überschrift also inspired by: All We Ever Wanted Was Everything © Bauhaus, 1982

Lyrics: Young Americans © David Bowie, 1975

Zeven Dagen Lang / Wir Kinder vom Bahnhof Zoo.

Fiktive Postkarten: A View from Zoo Station © Kai von Kröcher, 2026

 

Was wollen wir trinken sieben Tage lang – was wollen wir trinken, so ein Durst. +++ Ursprünglich hatte ich heute wider besseren Wissens mit einer rasiermesserscharfen Politsatire in diesen Blogpost einsteigen wollen. +++ Annähernd ähnlich lästig wie Russen-Bots, hatte ich schreiben wollen, sind meines Erachtens nach Holländer-Bots. +++ Und dass ich auf meine alten Tage aus diesem Grund wohl eher nicht noch spontan Hoffenheim-Fan werden könne. +++ Verstehen Sie? TSG 1899 Hoffenheim? Der Fußballverein, der es dank der freundlichen Unterstützung des SAP-Gründers Dietmar Hopp in relativ kurzer Zeit aus der Kreisliga A bis hoch in die Champions League geschafft hatte. Und dieser Dietmar Hopp, und damit kommen wir langsam zum Punkt. Dieser Dietmar Hopp ist ein persönlicher Kumpel der niederländischen Musikgruppe Bots, und aus diesem Grund wird in der SNP-Arena in Sinsheim nach jedem Tor der TSG als Torhymne die deutsche Version des Liedes Zeven Dagen Lang abgespielt. +++ So weit, so gut. +++ Während meiner Recherche bin ich nun aber darauf gestoßen, dass es von dem Lied seit einiger Zeit auch eine Wehrmacht-Version gibt, die wohl immer auf NPD-Treffen gespielt wird. +++ Wahrscheinlich nicht von Bots, davon geh‘ ich mal aus. Was Dietmar Hopp in jedem Fall aber ein Dorn im Auge sein dürfte, da Hopp immerhin, das sollte man auch nicht vergessen. Dass Dietmar Hopp nämlich zwei Drittel seines Vermögens in eine gemeinnützige Stiftung gesteckt hat und sich darüber hinaus sehr engagiert für den Kampf gegen den Klimawandel, äh, engagiert. +++ Und als Holländer fänd‘ ich das auch scheiße. +++ Als Vogel des Jahres ist heute übrigens die Mehlschwalbe kommuniziert worden – Grüße gehen raus! +++ Was ich bis eben übrigens auch gar nicht wusste – oder was ich mal wusste, längst aber wieder vergessen habe. Was ich nicht wusste jedenfalls, ist, dass auch das Original der Gruppe Bots in Wahrheit nur eine Interpretation des bretonischen Volksliedes Son ar chistr ist, man lernt doch nie aus …

 

Überschrift inspired by: Zeven Dagen Lang © Bots, 1976

Überschrift also inspired by: Wir Kinder vom Bahnhof Zoo (vom Magazin Stern herausgegebene Biografie) © Christiane Felscherinow, 1978

Lyrics: Sieben Tage Lang (dt. Version von Zeven Dagen Lang) © Bots, 1980

Zoo Station © U2, 1991

Son ar chistr (dt. = „Lied vom Cidre“, bretonisches Volkslied) © Jean Bernard und Jean-Marie Prima, 1929

Wehrmacht – ab 1935 Bezeichnung für die Gesamtheit der deutschen Streitkräfte (bis zu ihrer Auflösung am 20. September 1945)

Kollektive Osmose / Everything’s Coming Up Roses.

Fiktive Postkarten: Wilhelmstraße, Berlin-Kreuzberg © Kai von Kröcher, 2026

 

Like you said, it’s down in the heat and the summer rain. +++ Wenn man sich die Postkarte (oben) etwas genauer anschaut, dann fällt eines sofort auf. +++ Manchmal kommen die guten Nachrichten nie, manchmal liegen sie morgens scheinbar unscheinbar als E-Mail im Postfach: Eine Depesche nämlich des Deutschen Innovationsinstituts, wonach mein Unternehmen von der Redaktion des Magazins DUP Unternehmer für die Auszeichnung „Top Service“ nominiert worden ist – Herausgeberin übrigens Brigitte Zypries, Bundesministerin für Wirtschaft und Energie seinerzeit im Kabinett Merkel.

 

Überschrift inspired by: Kollektive Osmose | Oscar Murillo | Das Minsk | Kunsthaus | Potsdam | 14. März – 9. August 2026

Überschrift also inspired by: Everything’s Coming Up Roses © Black, 1987

Lyrics: Try, Try, Try © The Smashing Pumpkins, 2000

Dup Unternehmer-Magazin | Schanzenstraße 70 | 20357 Hamburg

Brigitte Zypries (* 16. November 1953 in Kassel), dt. Politikerin

Deutsches Innovationsinstitut | Schanzenstraße 70 | 20357 Hamburg