Dino-Bots (neu) / All We Ever Wanted Was Everything.

Fiktive Postkarten: Mariendorf, Dino-Bots (neu) © Kai von Kröcher, 2026

Fiktive Postkarten: Steglitz, Feuerbachstraße © Kai von Kröcher, 2026

 

Well, well, well, would you carry a razor in case, just in case of depression. +++ Erinnern Sie sich an den Kunden des Netto-Markendiscounts, der einst in die Filiale am U-Bahnhof Prinzenstraße trat und relativ laut zu einem der Mitarbeiter dort im Laden meinte, Trump sei eine Lachnummer? +++ Schätzen Sie die fast schon flapsig in den Raum gestellte Aussage nicht vielleicht auch als etwas zu kurz gegriffen ein?

 

Überschrift inspired by: Dino-Erlebniswelt | Bahnstation Johannisthal | Benno-König-Straße 18 | ab 7. März 2026

Überschrift also inspired by: All We Ever Wanted Was Everything © Bauhaus, 1982

Lyrics: Young Americans © David Bowie, 1975

Hundekehle / Pictures of You.

Fiktive Postkarten: Auf dem Weg von der Schlange in Richtung Hundekehle © Kai von Kröcher, 2024

 

Because the sky is breaking, it’s deeper than love. +++ Dieser Tage bin ich häufiger am Grübeln, was halt wohl früher und was eben später – welcher von beiden Songs also als erstes veröffentlicht worden ist: Pictures of You von The Cure oder von Fräulein Menke dieses damals schon nervige Lied mit dem Tretboot. Vom Feeling her würde ich klar sagen, das Lied mit dem Tretboot. Aber auch wenn es fatal unter den Nägeln brennt, werde ich sicher nicht googeln. +++ Stellen Sie sich einmal vor, in dem Film mit Heinz Rühmann als Kapitän damals hätte die KI nachts vor der Kajüte gestanden und hätte gefragt: „Trauen Sie mir?“ Und Heinz Rühmann hätte wie immer verschlafen geantwortet: „Warum sollte ich Ihnen nicht trauen?!“ Ein zweischneidiges Schwert – in der Mediathek gibt es aktuell einen Tatort zu dem Thema mit Klaus Borowski. +++ Ein Schritt in die richtige Richtung, meiner Meinung nach, könnte die Entscheidung des amerikanischen Präsidenten Trump sein, die Aufsicht über die Künstlerische Intelligenz sicherheitshalber künftig der Künstlerischen Intelligenz selbst zu überlassen, eine genoröse und gleichsam weitsichtige Geste. Unterstützung im Umgang mit der KI hat öffentlich zudem bereits auch der Berliner Unternehmer Issa Rammo angeboten, in meinen Ohren hört sich das gut an. +++ Wie Sie wissen, tausche ich in meinen Bildern den Himmel grundsätzlich nicht aus. Ich sehe darin keinen Sinn. Umso beglückender, wenn unverhofft sich solch ein organischer Sonnen-Wolken-Mix wie hier über dem Edeka-Center in der Wiesbadener Straße einfangen lässt. +++ Überhaupt ein toller Spaziergang damals vom Wohnkomplex Schlange in Richtung Westen vorbei am Cornelsen Verlag und an der Dorfkirche Schmargendorf. Schließlich das Rathaus Schmargendorf in Sichtweite rechts liegen lassend über die Hundekehle rüber zum Roseneck in den Bus – dafür brauche ich keine KI …

 

Überschrift inspired by: Hundekehle, Landschafts- und Verkehrsknotenpunkt am Rande der Villenkolonie Grunewald

Überschrift also inspired by: Pictures of You © The Cure, 1989

Lyrics: The Sky Is Broken © Moby, 1999

Tretboot in Seenot © Frl. Menke, 1983

Der Kapitän (Filmklamauk mit Heinz Rühmann u.a.) © Kurt Hoffmann (Regie), D 1971

Tatort – Borowski und das ewige Meer (Fernsehkrimi mit Axel Milberg, Pauline Fusban u.a.) © Katharina Bischof (Regie)/ARD, D 2024 

Autobahnüberbauung Schlangenbader Straße („Schlange“) – Wohnkomplex

 

 

 

Is This the Way to Amarillo / Strawberry Fields Forever.

Fiktive Postkarten: Strait of Hönow © Kai von Kröcher, 2026

 

This is not my beautiful house, this is not my beautiful wife. +++ Wo wir gerade immer irgendwo straight auf eine Wahl zusteuern: Was ist eigentlich aus Timmy geworden? +++ Und was wünscht sich Ramsan Kadyrow zum diesjährigen Weihnachtsfest im Kreise seiner Lieben? +++ Das Besondere an dem Postkartenmotiv oben: Wenn man die Linie U5 über den U-Bahnhof Hönow verlässt, steht man mit einem Bein nicht im Gefängnis, sondern in Brandenburg. Kuriose Geschichte. Und wenn Sie jetzt sagen, ist doch das gleiche – Sie kennen sich aus!

 

Überschrift inspired by: (Is This the Way to) Amarillo © Tony Christie, 1971

Überschrift also inspired by: Strawberry Fields Forever © The Beatles, 1967

Lyrics: Once in a Lifetime © Talking Heads, 1980

Straße von Hormuz – Rund ein Fünftel der weltweiten Erdöl- und Flüssigerdgas-Transporte passieren diese Meerenge, die den Persischen Golf mit dem Golf von Oman verbindet

Timmy – Buckelwal, der sich u.a. in den Hafen von Wismar verirrt hatte und später vor der dänischen Insel Anholt tot aufgefunden worden ist

Ramsan Achmatowitsch Kadyrow (* 5. Oktober 1976 in Zentoroi), tschetschenischer Bluthund und Präsident der russischen Teilrepublik

Mahlsdorfer Straße – 1952 bis Mitte der 70er Jahre Kontrollpassierpunkt (KPP) zwischen Hönow und (Ost-)Berlin

Amarillo – Stadt im US-Bundesstatt Texas mit ungefähr 200.000 Einwohnern, Sehenswürdigkeit: The Big Texan (Grillrestaurant)

Jeder Mensch ist Ausländer, fast überall / Die Nachrichten.

Fiktive Postkarten: Berlin (Zeitungsviertel) © Kai von Kröcher, 2024

 

Down on the street those men are all the same. +++ Was siedendheiß gegen Mittag mir heute ins Auge stach, ich saß gerade in der S-Bahn zur Storkower Straße: Irgendwo hatte ich geschrieben, Katja Ebstein sei als Karin Ilse Überall zur Welt gekommen. Natürlich entspricht das so aber gar nicht den Fakten. Geboren worden ist Katja Ebstein vielmehr als Karin Ilse Witkiewicz – der spätere Nachname stammt von dem Regisseur Klaus Überall, den sie im Jahr 1979 heiraten sollte. Und was mir dann ebenfalls heute erst aufgefallen ist: Ilse Paradies / Karin Ilse Überall: das kann doch kein Zufall sein?! +++ Wo die Fäden der internationalen Lügenpresse zusammenlaufen (siehe Postkarte, oben): Wie letztens erwähnt, bin ich vom Feeling her einem Schwarm Tsetsefliegen zum Opfer gefallen. Eine der wenigen Einladungen, die ich in letzter Zeit wahrgenommen habe – das trug sich genau hier zu, im alten Zeitungsviertel Berlins. Wo tatsächlich im wahrsten Sinne die Nachrichten herkommen. To cut a long story short, setzte sich später am Abend auf dieser hochkarätigen Feier eine Washington-Korrespondentin kurz an unseren Tisch, die war extra aus Anlass der Feier „aus den Staaten“, wie ich gern sage, nach Berlin rübergeflogen. Und der wir als offensichtliche Nichtjournalisten exotisch vorgekommen sein müssen. Natürlich wollten wir von ihr wissen, ob sie Zugang zum Oval Office habe, und ob das wirklich so klein sei, wie immer behauptet. Ja, das sei wirklich so klein. Und dann meinte sie, der Donald Trump (amtierender Präsident der Vereinigten Staaten/Anm.d.Red.) sei in natura ebenfalls gar nicht so, wie er im Fernsehen landläufig rüberkommt. An dieser Stelle geriet ich in Panik: Sollte er in Wirklichkeit etwa ein total dufter Typ sein, mit dem man sich gern mal gemeinsam Wer weiß denn sowas? mit Kai Pflaume und dem Typ mit der Glatze angucken würde? Diesem Typen, der grundsätzlich sofort auf dem Bildschirm erscheint, sobald man den Fernseher einschaltet? Und von dem Teile der Bevölkerung wahrscheinlich dennoch nicht wissen, wie er eigentlich heißt? +++ Aber ich schweife ab. +++ Bernhard Hoecker heißt der: einsneunundfünfzig groß, aber nicht auf den Kopf gefallen – und vor allem nicht verwandt mit dem rechtsextremen Politiker Björn Höcke. +++ Nein, mit Donald Trump zusammen würde man sich keinesfalls gern Wer weiß denn sowas? ansehen wollen. Sie (die US-Korrespondentin/Anm.d.Red.) meinte eigentlich nur, Trump sehe im Fernsehen wesentlich fitter aus, als er in echt wirklich ist. In Wirklichkeit sei er ein alter Mann, der allein nicht mal vernünftig auf seinen Hocker hinter dem Schreibtisch kommt. +++ „Stümperig“ – mit spppitz’m Stein und hinten „ich“, wie man in meiner Hometown BS sagen würde. +++ [stümperich].

 

Überschrift inspired by: Alle Menschen sind Ausländer, fast überall – antirassistischer Slogan (Deutschland, 1990er Jahre) 

Überschrift also inspired by: Die Nachrichten (Roman) © Alexander Osang, 2002

Lyrics: Candy © der Itschie-Bob feat. Kate Pierson, 1990

Klaus Überall (* 23. November 1924 in Osnabrück; † 29. Oktober 2008 in Bad Wiessee), dt. Regisseur

Deutsche Presse Agentur (dpa) | Markgrafenstraße 20 | 10969 Berlin

To Cut a Long Story Short © Spandau Ballet, 1980

Wer weiß denn sowas? (Quizsendung im Vorabendprogramm, Moderation: Kai Pflaume) © ZDF, D seit 2025

[stümperich] – kernostfälisch für altersschwach, klapperig (Region: Hannover / Hildesheim / Braunschweig)

Limelight / Elf Freunde müsst ihr sein.

Fiktive Postkarten: The Best Windy Pouches In Town © Kai von Kröcher, 2026

 

Theater, Theater, der Vorhang geht auf, dann wird die Bühne zur Welt. +++ Das darf doch wohl alles nicht wahr sein – mir unbegreiflich: Kaum hatte ich gestern meine investigative Hintergrundgeschichte zu „Litti“ auf Facebook verlinkt, da posteten auch schon 11FREUNDE eine Meldung auf Facebook zu ihm. Ehrlich gesagt, war ich regelrecht etwas geschockt. Als hätte ich bei 11FREUNDE abgeschrieben, das mag ich nicht auf mir sitzen lassen. +++ Ganz davon ab: Was wusste Katja Ebstein – und was wusste sie nicht? +++ Ich habe dann schnell mal nachgeschaut: Bei meinem Facebook-Post hieß es da „vor 40 min“, bei den 11 Freunden „vor 35 min“. Wenn man also noch meine ausführliche Recherche zugrunde legt, ich war nämlich einen Tag zuvor zufällig schon auf Littbarski gestoßen. Und wenn sich meine Texte vielleicht auch anhören wie kurz einmal ausgerotzt, so steckt doch akribische Arbeit darin. +++ Das nur zu meiner Erklärung, weil – dieser Schock hatte mich doch extrem frustriert. +++ Als hätte man gerade einen Impfstoff entwickelt gegen, sagen wir mal, Covid-19, genau. Und dann tritt da so ein Experte ans Podium und sagt, trinken Sie doch einfach Sagrotan! +++ So sieht’s mal aus. +++ Bevor ich’s vergesse: Die Meldung zu Litti gestern besagt, in Köln wird es wohl ein Theaterstück über Littbarskis Leben geben, in dem spielt er selbst alle Rollen – ob auch den Balljungen bei DDR gegen Chile, kann ich nicht sagen.

 

Überschrift inspired by: Limelight (Rampenlicht, Melodram) © Charlie Chaplin (Drehbuch, Musik, Regie), USA 1952

Überschrift also inspired by: Elf Freunde müsst ihr sein (Jugendbuch) © Sammy Drechsel, 1955

Lyrics: Theater © Katja Ebstein, 1980

11FREUNDE – Magazin für Fußballkultur, Berlin (gegr. 2000) 

Katja Ebstein (* 9. März in Gierlachsberg, Provinz Schlesien als Karin Ilse Witkiewicz), dt. Schlagersängerin

Café Obergfell | Alt-Lichtenrade 140 | 12309 Berlin

Wochenendrebellen / Die Kirche im Dorf lassen (Part three).

HBO Max präsentiert Harry Potter / Lighthawk an der Gedächtniskirche © Kai von Kröcher, 2026

 

Making money twenty-four-seven, but you never find anyone else. +++ Kriegen Sie noch zusammen, was der Vater des Jungen in Wochenendrebellen gegen Ende zu seiner Frau sagt? Als er den Sohn da in Riga im Fahrstuhl gesehen habe, da habe er – sinngemäß – zum ersten Mal etwas begriffen. +++ Das Foto (oben) ist vor zweieinhalb Wochen entstanden, da war gerade ein Schneesturm über der Hauptstadt erwartet worden. Oder Eisregen, ich weiß es nicht mehr. Blieb am Ende aber sowieso aus, doch kalt war es in jedem Fall. Der allererste Barmann in der Geschichte der Szene-Gaststätte der Herzen, Sebastian, hatte mich für die Aufnahmen engagiert: Er seinerseits, und das war Top Secret. Er seinerseits hatte von Warner den Auftrag bekommen, aus Anlass der Markteinführung des Streamingdienstes HBO Max die Gedächtniskirche zu illuminieren. Das sah tatsächlich ziemlich spooky aus, der neblige Januartag tat ein Übriges. +++ Im Netto-Markendiscount heute kaufte ein Kunde ein, der nahm kein Blatt vor der Mund: Trump sei eine Lachnummer, meinte er. +++ Das Stadion, das in Wochenendrebellen in der lettischen Hauptstadt Riga steht – die Szenen damals dort wurden in Wirklichkeit in keinem Geringeren als dem Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark gedreht, berüchtigt als einstige Spielstätte des Mielke-Clubs BFC Dynamo Berlin. Wird zurzeit abgerissen, letztens bin ich extra mit meinem Sohn mal vorbeigefahren. Immerhin, und das finde ich dann wieder beruhigend: Die markanten, um nicht zu sagen ‚ikonischen‘ Flutlichtmasten bleiben erhalten und werden in den geplanten Stadionneubau integriert. +++ So weit da zu. +++ Sebastian hatte sich dann relativ bald aus der Gastronomie und damit auch aus dem club49 verabschiedet und sich im Film- und Fotobereich selbstständig gemacht. Mit seiner Firma Lighthawk, und so viel Neid muss man mir lassen: die Liste seiner Auftraggeber liest sich wie ein verdammtes Who-is-Who. Werbekampagnen für Adidas, Puma und Nike haben sie ausgeleuchtet, für BMW, Mercedes und Jaguar. Um nur ein paar zu benennen. Zusammenarbeit über die Jahre mit Fotografen wie Lindbergh, Rakete und Unwerth, Leibovitz, Testino und Ballhaus. +++ Um nur ein paar zu benennen. ++ Und ich durfte jetzt diese HBO-Aktion an der Gedächtniskirche zum Start einer Harry Potter-TV-Serie fotografieren. +++ Apropos ‚Streaming‘: Da hatte mir Anfang des Jahres doch tatsächlich ein Fucker namens Riki Mi*ev (angeblich im Namen von Netflix) sage und schreibe 19,99 € vom Konto abgebucht. Wo ich zum Streamen doch meinen Bücherei-Ausweis habe (Ihr seid solche Fucker berichtete) – das Geld habe ich mir selbstredend umgehend zurückgeholt, wo kommen wir denn da hin?!

 

Überschrift inspired by: Wochenendrebellen (Tragikkomödie mit Aylin Tezel und Florian David Fitz nach der Autobiografie von Mirco von Juterczenka) © Marc Rothemund (Regie), D 2023  

Überschrift also inspired by: Under the Milky Way © The Church, 1988

Lyrics: Mr W4 © Baxter Dury, 2025

Lighthawk GmbH Berlin | Sebastian Siebel, Sandra Pinelli | Cinema Lightning Services | www.https://lighthawk.de

Erich Mielke (* 28 Dezember 1907 in Berlin; † 21. Mai 2000 ebenda), Minister für Staatssicherheit und Fan des BFC Dynamo

Harry Potter | Fernsehserie © HBO Max, 2024 (seit 13. Januar in Deutschland)

club49 | Ohlauer Straße 31 | 10999 Berlin | (seit 2005)

Lay your body down upon the midnight snow / They say a snow year’s a good year.

Once Upon a Time in the West: Mit dem Sohn letzten Samstag im Grunewald © Kai von Kröcher, 2026

 

Did you ever want to be alone, be all white in decent snow. +++ Ich hatte nicht auf die Uhr geschaut, aber lass es vielleicht fünf Minuten gewesen sein. Fünf Minuten ungefähr, nachdem ich am Dienstag meinen Post abgesetzt hatte. Sagt man das so – einen Post absetzen? Wie einen Funkspruch: Mayday, Mayday? Oder neuerdings eine Fernsehshow? +++ Seit einigen Jahren nun schon lässt mich der 8. Januar offenen Mundes staunen über die Tatsache, dass exakt an diesem einen Tag zwei der wohl größten Größen der Musikgeschichte beide Geburtstag hatten. Und zudem wäre auch noch der Kaiser, kein Geringerer als Franz Beckenbauer nämlich – fast wäre auch noch der Kaiser an genau diesem Datum verstorben. Die Wahrscheinlichkeit einer solch kosmischen Konstellation scheint in etwa so fabulös, als hätte, sagen wir mal, ich gemeinsam Geburtstag mit Lothar Matthäus und Sergei Wiktorowitsch Lawrow. Und ich weiß nicht, wie es bei Lothar Matthäus aussieht, aber genau wie Lawrow habe auch ich einst Gitarre gespielt: D7, D7, D7 – frei nach Peter Bursch. Mein Sohn übrigens wurde geboren am 53. Jahrestag, da die englische Popgruppe The Rolling Stones die Berliner Waldbühne seinerzeit legendär zu Kleinholz verarbeitet hatte. +++ Jetzt habe ich aber doch ein bisschen den Faden verloren: Jedenfalls ungefähr fünf Minuten, nachdem ich den Post vorgestern abgesetzt hatte, schickte mir Richard David Precht eine Freundschaftsanfrage auf Facebook.

 

Überschrift inspired by: Snowbound © Genesis, 1978

Bildunterschrift inspired by: Spiel mir das Lied vom Tod (Once Upon a Time in the West, Italo-Western) © Sergio Leone (Drehbuch/Regie), I/USA 1968

Lyrics: Decent Snow © Super 700, 2012

Elvis Aaron Presley (* 8. Januar 1935 in Tupelo, Mississippi; † 16. August 1977 in Memphis, Tennessee), US-amerikanischer Musiker und Schauspieler

David Bowie (* 8. Januar 1947 in London; † 10. Januar 2016 in New York City), brit. Musiker, Sänger, Produzent, Schauspieler

Franz Beckenbauer (* 11. September 1945; † 7. Januar 2024 in Salzburg), dt. Fußballspieler, Funktionär, Trainer, Kaiser, Schauspieler

Lothar Matthäus (* 21. März 1961 in Erlangen), dt. Fußballspieler und -trainer, Fernsehexperte

Sergei Lawrow (* 21. März 1950 in Moskau), mutmaßlich verschollener russischer Außenminister

Peter Bursch’s Gitarrenbuch, Voggenreiter Verlag/Bonn 1975

Wer bin ich – und wenn ja, wie viele ? (Sachbuch über die Philosophie) © Richard David Precht, Goldmann Verlag/München, 2007 

3-5-7-9 on a double white line / Das Fahrrad.

2 – 4 – 6 – 8 – Motorway: Oktapolare Fotografie feat. Greta Kurita (Messe-Süd) © Kai von Kröcher, 2021

 

Liebe lässt von Liebe nicht, ob sie schon muss weichen. +++ Sollten Sie irgendwann dieser Tage zufällig einmal in den Livestream zum sogenannten Autobahnteilabriss („Rückbau Ringbahnbrücke / A100“) hineinzappen, werden Sie sich exakt in dem Streckenabschnitt der Fotografie oben wiederfinden. Nur aus der genau anderen Richtung gefilmt, vom Dach des ICC höchstwahrscheinlich. Schade um diese Auffahrt, auf der wir da stehen. Die vom verkehrstechnischen Nutzen zwar wie ein Blinddarm war. Eine einzigartig distopische Gegend allemal aber – unter dem Gewirr aus Beton- und Asphalttrassen lebten unzählige Obdachlose in parallelweltlichen Kolonien in unmittelbarer Nachbarschaft einer West-Berliner Laubenpieper-Idylle, leerstehend darüber thronend der Panzerkreuzer Charlottenburg. +++ Beunruhigende Zeiten sind das momentan, ich sagte es schon. Jeder Tag wartet mit neuen Fragen auf. Zum Beispiel ist es mir unmöglich herauszufinden, was für ein Lied das ist, gleich zu Beginn des DEFA-Filmdramas Das Fahrrad – vielleicht kennt sich da jemand aus? +++ Apropos. +++ Wie sich nur wenige von Ihnen erinnern, habe ich nach dem Abitur 1985 während der sogenannten „Kampagne“ in der Zuckerfabrik Wierthe gejobbt. Kampagne ist die Zeit rund um die Zuckerrübenernte, das dauerte insgesamt so etwa drei Monate. Da wurde in Schichten rund um die Uhr gearbeitet, die Wochenenden waren gestrichen. Das zog sich bis Weihnachten, bei jedem Wetter stand man draußen im Dreck. Jedenfalls waren wir eine kleine Brigade, vielleicht sechs, sieben Mann. Ein Typ, der hatte so einen roten Seemannsbart. Kurz zuvor erst war er mit seiner Familie aus der DDR ausgereist und hier im goldenen Westen, in der Gemeinde Vechelde, gestrandet. Was wollte ich jetzt erzählen? Irgendwann jedenfalls fragte ihn der eine junge Hilfsarbeiter: „Und, wie is‘ es so in der DDR?“ Man müsste vielleicht noch dazusagen, der war jetzt nicht gerade der Allerhellste unter den Hilfsarbeitern. Doch ich habe das damals schon als zutiefst sinnbildlich empfunden, für was auch immer. Er fragte den Rotbärtigen also: „Und, wie is‘ es so in der DDR?“ Und bevor Barbarossa auch nur reagieren konnte, schob er die Antwort gleich selbst hinterher: „Scheiße, wa?!“ +++ Heute früh übrigens hatte ich eine Art seherische Erleuchtung: Donald Trump wird, anders als von den meisten erwartet, auf dem elektrischen Stuhl enden.

 

Überschrift inspired by/Bildunterschrift: 2 – 4 – 6 – 8 Motorway © Tom Robinson Band, 1977

Überschrift also inspired by: Das Fahrrad (DEFA-Drama, Gruppe Babelsberg) © Evelyn Schmidt (Drehbuch/Regie), DDR 1982

Lyrics: vermutl. von Peter Rabenalt (aus dem DEFA-Drama Das Fahrrad, siehe oben)

Art for Art’s Sake / Money for God’s Sake.

Do you remember your POTUS, do you remember the bills you have to pay – or even yesterday © Kai von Kröcher, 2025

 

Schicket Schwedt oben an der Oder: im Sommer fahr’n wir Cabrio, im Winter Skoda.

 

 

Überschrift inspired by/also inspired by: Art for Art’s Sake © 10cc, 1975

Bildunterschrift inspired by: Young Americans © David Bow

Lyrics: Schickes Schwedt © unbekannt, ca. 1999 (Seeed-Cover)

Donald John „Jump“ Trump (* 14. Juni 1946 in New York City), 45. und 47. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika

Midnight in Moscow / Take Me Home, Country Roads.

Fiktives Vinyl: Jürgen Stalin Comes Alive © Kai Heimberg, 2018 (Porträt), Kai von Kröcher, 2022 (Cover-Entwurf)

 

Der Veranstalter hofft, es wird Samstagabend voll – Leute riefen sogar aus Wiesbaden an. +++ Wiesbaden stimmt, glaube ich, nicht. +++ Wie Sie sich vielleicht schon denken, ist dieser Einstieg als Reminder zu meiner Finissage nächsten Sonnabend gedacht: Werbung in eigener Sache, durchaus legitim! +++ Die Eröffnung war ja, und da muss man sich nicht schmutzig vorkommen: Die Eröffnung war außerordentlich gut besucht. +++ Die Abschlussveranstaltung wird dann zudem noch von der club49-Resident-DJane Supernova mit echten Schallplatten unterlegt, mehr muss ich nicht sagen. Angekündigt war der Beginn für sieben Uhr abends – da aber Leute aus Wiesbaden verschiedensten Bundesländern ihre Anreise angedacht haben, öffnen wir die Tür inoffiziell nun schon um 18:00 Uhr. +++ Was mir zuletzt allerdings vielmehr Bauchschmerzen beschert – und das nicht nur sprichwörtlich und bestimmt auch nicht nur, weil ich grundsätzlich ansonsten ein hartgesottener Hund bin. Normalerweise hüte ich mich ja mittel erfolgreich, glaube ich, mich hier zum Posten politischer Binsenweisheiten verleiten zu lassen. Dieser hunderttausendfache Senf auf Facebook oder wo auch immer. Ich bin nur ein Mädchen, das vor einem Jungen steht und ihn bittet, es zu lieben. Aber, ehrlich gesagt, sind die letzten Tage ein Alptraum. Kann man tatsächlich wissendes Auges zusehen, wie ein halbseniler, egomaner Dummkopf sich vom kältesten aller autokratischen Schlitzohre vor den Eselskarren spannen lässt und innerhalb weniger Wochen jegliche Weltordnung komplett durcheinander bringt? +++ Natürlich hört sich das wieder extrem unangenehm binsenhaft an, aber überall lese ich gerade: ‚Wie weit wird er (Donald Trump/Anm.d.Red.) gehen?‘ Sollte die Frage nicht eher lauten: ‚Wie weit darf man ihn gehen lassen?‘ +++ Oder anders gefragt: Kann man diesen Idioten nicht stoppen?! +++ Normalerweise lasse ich mir ungern bzw. selten in die alte Mördergrube schauen, aber die ganze Entwicklung da draußen im Moment macht mir Angst. Eine Angst, wie ich sie, glaube ich, nie zuvor zu spüren geglaubt habe. +++ Angst essen Jürgen Stalin auf. +++ Zur Finissage aber kommen Sie bitte trotzdem!

 

Überschrift inspired by: Midnight in Moskow © Kenny Ball and his Jazzmen, 1961

Übeschrift also inspired by: Take Me Home, Country Roads © John Denver, 1971

Bildunterschrift inspired by: Frampton Comes Alive! © Peter Frampton, 1976

Bildunterschrift also inspired by: Wladimir Wladimirowitsch Putin (* 7. Oktober 1952 in Leningrad), oberster Sowjet

Lyrics inspired by: Der Typ, der nie übt (worum es eigentlich geht) © Niels Frevert, 2008

Notting Hill (britisch-US-amerikanische Filmkomödie mit Julia Roberts, Hugh Grant) © Robert Michell (Regie), GB/USA 1999

Angst essen Seele auf (Melodram mit Brigitte Mira u.a.) © Rainer Werner Fassbinder (Drehbuch/Regie), D 1974

club49 | Ohlauer Straße 31 | 10999 Berlin

Fake Records / Fiktives Vinyl | Finissage | Galerie Kungerkiez | Karl-Kunger-Str. 15 | Berlin-Treptow | Sa., 1. März | 18:00 Uhr