Say my Name, say my Name / Landschaft der Angst.

Aliens (11.6.) © Kai von Kröcher, 2019

Aliens (11.6.) © Kai von Kröcher, 2019

 

Der Bahnhof war voll mit Leuten und die lächelten auf Tafeln, bekamen ihre Züge, um dann auf reservierten Plätzen einzuschlafen. +++ Von wem war doch gleich nochmal dieser Schrottsong, dem ich in der Überschrift heute noch einmal zu unangebrachter Popularität verhelfe? Der mir im Radio immer so auf die Nerven geht, mich regelrecht anekelt? “Say my Name, say my Name”? +++ Beschissener geht es wohl kaum, das ist hart. +++ Allerdings – jetzt habe ich ihn zur Strafe als Ohrwurm im Kopf, dafür herzlichen Dank! +++ Aber selbst schuld: Gestern nämlich stieß ich durch Eingebung auf einen Namen für meine relativ aktuelle Serie (oben): “Aliens”, und nicht ich fand den Namen – der Name fand mich! Inspiriert durch den gleichnamigen Song der Höchsten Eisenbahn. +++ Dieser Musikprofessor bei radioeins, Professor Flatz oder so, der hatte den vor einigen Jahren mal seziert – und heraus kam, dass der wahnsinnig intelligent gemacht ist. Text- und Musikebene, ich bin da nun leider wohl eher Legastheniker: Kann immer nur sagen, ob mir etwas gefällt oder nicht – das unterscheidet mich immerhin noch vom Huhn. +++ Ist das wahr, oder tut man dem Huhn Unrecht? +++ Ich denke, man tut Hühnern im Allgemeinen eh eher Unrecht. +++ Nee, aber der Song (Aliens/Anm.d.Red.) gefällt mir tatsächlich sehr gut, Professor Dings hin oder her. Den habe ich hier auch schon einige Male zitiert, das wissen Sie. +++ Im Gegensatz zu Say My Name, den zitiere ich heute zum ersten Mal. Und vergesse ihn danach für immer. +++ Der andere Teil der Überschrift heute: Ich hörte mit halbem Ohr meine wissenschaftliche Lieblingssendung samstags bei radioeins, “die Profis” mit Stephan Karkowsky: der berichtete von Versuchen mit Pumas. Und dass die Angst haben vor menschlichen Stimmen. “Landschaft der Angst”, sagte er – guter Songtitel, dachte ich.

 

Überschrift inspired by: Say My Name © Destiny’s Child, 1999

Überschrift also inspired by: Landschaft der Angst © Stephan Karkowsky, 2019

Lyrics: Aliens © Die Höchste Eisenbahn, 2013

Björn “the Hörn” Höcke (* 1972 in Lünen, NRW), Politiker

Schicksal von Autisten im Mittelalter / You’re never alone with a Bipolar Bear.

Oberschlesien © Kai von Kröcher, 2004

 

Als der Künstler nichts mehr zu sagen wusste, begann er zu reden. +++ Bonn. +++ “Als bekennender Höckianer”, werden Sie sagen – “als bekennender Höckianer hat er im letzten Post in dem Bild einfach mal ein paar Hakenkreuze versteckt”: Nationalsozialistisches Product-Placement, sozusagen. Am Ende allerdings nur ein Eisenträger der Hochbahn – bevor dann die U-Bahn schräg gegenüber vom 90° in ein Wohnhaus einfährt. +++ Der Influencer der Herzen – lange hat er nichts mehr gepostet. Hat sich das Warten gelohnt? Er hat seine Webseite um eine ältere Serie erweitert, den Link gibt es hier. +++ Der schwarze Rand (oben), der soll einen Diafilm darstellen, wenn Sie verstehen. Wie man das in den Achtigerjahren gern gemacht hat. Vielleicht der Weisheit nicht gerade allerletzter Schluss, aber als Idee fand ich’s gar nicht so schlecht. +++ Erschließt sich, wenn man die Webseite anschaut – den Link gibt es hier. +++ Das sagte ich schon. +++ Neulich am Vormittag übrigens hat Otto mich im Armdrücken geschlagen. +++ Ach so: die Überschrift, das war neulich mal wieder so eine Frage bei Quora im Internet: Jemand wollte wissen, was Autisten im Mittelalter für ein Schicksal hatten – die Antwort habe ich nicht gelesen. +++ Es gibt, das habe ich heute zufällig entdeckt – bei Quora gibt es sogar eine gesonderte Rubrik “Fotografie”: Da wird dann zum Beispiel gefragt, welches das gruseligste Foto der Welt ist – und welches das unbekannteste…

 

Überschrift inspired by: Welches Schicksal hatten Autisten im Mittelalter © Quora, 2019

Überschrift also inspired by: You’re Never Alone with a Schizophrenic © Ian Hunter, 1979

Textauszug aus: Andy Warhol – Das Tagebuch (2006), Literatur-CD der Deutschen Grammophon (Klappentext von Alfred Nemeczek)

Björn “the Hörn” Höcke (* in Lünen/NRW), deutscher Politiker

90 Grad | Dennewitzstraße 32 | Berlin-Tiergarten

Tsa Tsa Top / Eve of Non-Destruction.

Once and Now: Dennewitzstraße © Kai von Kröcher, 2019

 

One day in your life, when you find that you’re always waiting. +++ Bevor wir’s vergessen: You can say “You” to me! +++ Die Überschrift heute in ihrer Tragweite und Tiefe, die wird im Ansatz vielleicht nur der Gentleman of the Year zu erahnen imstande sein. +++ Wer ist das überhaupt, dieser Gentleman of the Year, und um welches Jahr handelt es sich? +++ Eigentlich hatte ich heute mit Ihnen ja über Tsa Tsa Gabor sprechen wollen, Sie haben hoffentlich etwas Zeit mitgebracht? Das war mir neulich nämlich einen Tag nach meiner Augen-OP widerfahren. Die übrigens gar nicht so furchteinflößend gewesen ist – mit Schnitt durch den Augapfel pipapo. Ich wollte nur etwas schockieren, gut für die Quote. Jedenfalls, ich kam gerade von der Nachuntersuchung am Wittenbergplatz und war auf dem Weg in den Untergrund. Zeit meines Lebens schon wollte ich in den Untergrund, aber gut. Und genau dort jedenfalls schoss es mir durch den Kopf: Dass ich jahrelang nämlich fest in der Annahme gewesen bin, der (damals noch für das Amt kandidierende) amerikanische Präsident Donald Trump. Sie kennen den ja – wirkt immer ein bisschen ungehobelt, macht aber einen ganz prima mäßigen Job. +++ Und eben genau dieser Präsident Trump, bei dem war ich ewige Zeit felsenfest überzeugt, er sei früher einmal der Ex-Ehemann von Tsa Tsa Gabor gewesen – keine Ahnung warum. +++ “Früherer Ex-Ehemann”, naja. +++ Neulich hatte ich irgendetwas vom 90° geträumt, und zur gleichen Zeit etwa entstand das Foto zu diesem Bild (oben). +++ Verrückte Welt…

 

Überschrift inspired by: Afterburner © ZZ Top, 1985

Überschrift also inspired by: Eve of Destruction © Barry McGuire, 1965

Lyrics: One Day in Your Life © Michael Jackson, 1975

Helmut Kohl (*1930 in Ludwigshafen †2017 in Ludwigshafen), Bundeskanzler der Herzen

Tsa Tsa Gabor (*1917 in Budapest/Österreich-Ungarn †2016 in Los Angeles/USA), Schauspielerin

90 Grad | Dennewitzstraße 37 | Berlin-Tiergarten (1989 – ca. 1999)

Nach Bahrenfeld im Bus / When Smoke gets in your Eyes.

Nur nach Hause geh’n wir nicht: Mythos Kottbusser Tor © Kai von Kröcher, 2019

 

Once I had a dream I was falling from the sky, coming down like running water. +++ Gestern war ja noch vergleichsweise human – verglichen jetzt mal mit dem, was da für heute angesagt worden ist. Ich fuhr mit der U-Bahn. Die ganze Zeit hin und her, immer dieselbe Strecke: Django hat Monatskarte, der alte Scherz. Prinzenstraße jedes Mal raus, Treppe runter, über die Straße, andere Seite Rolltreppe wieder rauf, zurück Richtung Warschauer Straße. +++ Ich überquerte unter der Hochbahn die Straße, im Schatten der alten Mauer des Sommerbades kam gerade der Autor K. seines Weges – exakt an der Fußgängerampel trafen wir aufeinander. +++ Ob er zum Frauenfußball wolle, fragte ich, wofür es wahrscheinlich noch viel zu früh war. Ich sehe ja, meinte er, mittlerweile sehe ich aus wie Friedrich Liechtenstein – “der, der immer die Preise durchstreicht.” Ich nahm die Sonnenbrille ab und erzählte von meiner Augen-OP, die ich gerade hinter mir habe, und das verunsichere einen im Alltag da draußen schon sehr. +++ Gerade eben im U-Bahn-Waggon zum Beispiel, da nämlich hätten zwei angetrunkene oder naturbreite Typen aus Märkisch-Oderland die Leute genervt. Zwei ziemliche Schränke, mit kräftigen Stimmen grölten sie ständig: “Wir woll’n nach Hause geh’n, wir woll’n nach Hause geh’n!” Komischerweise war’s ziemlich leer in der Bahn, die junge Frau aus Tausend und einer Nacht auf der Bank neben den beiden schien sichtlich not very amused. +++ Als der Schreihals in der Jeanskutte – der, der immer mit den Armen herumfuchtelte beim Schreien. Als der die ganze Zeit herausfordernd zu mir herübersah, sagte ich – da hätte ich schon auf den Lippen gehabt, warum sie’s nicht einfach tun. Verstehen Sie? Warum sie nicht einfach nach Hause gingen! Guter Spruch, finde ich: “Und, warum macht ihr’s nicht einfach?” Hab’s mir dann aber doch lieber verkniffen, das Auge ist ja noch nicht mal verheilt. Sahen zwar nicht unbedingt aggro aus, die beiden Sportsfreunde. Aber vielleicht versteht dann ja doch einer mal keinen Spaß – und dann der noch frische Schnitt durch den Augapfel. +++ Naja, und darüber sprachen wir im Schatten der Hochbahn, dann gingen wir beide wieder unserer Wege. Erwähnten die Hitze mit keiner Silbe, weil – heute wird’s ja noch wesentlich wärmer: das wäre ein voreiliges Zeichen der Schwäche gewesen. +++ Im nächsten Post schreibe ich über Zsa Zsa Gabor.

 

Überschrift inspired by: Nach Bahrenfeld im Bus © Tocotronic, 1997

Überschrift also inspired by: Smoke Gets in Your Eyes © Bryan Ferry, 1974 (Cover)

Bildunterschrift inspired by: Nur nach Hause (Hertha-Hymne) © Frank Zander, 1992

Lyrics: Thinking of a Place © The War on Drugs, 2017

Morgens leicht, später laut (Texte) © Detlef Kuhlbrodt, 2007

Friedrich Liechtenstein (*1956 in Stalinstadt)

Zsa Zsa Gabor (*1917 in Budapest, Österreich-Ungarn, †2016 in Los Angeles)

Björn “the Hörn” Höcke (*1972 in Lünen)

Der ewige Scheiß / What are the most unknown facts on the Second World War.

Hier muss man nicht blitzen: Berlin-Hauptbahnhof © Kai von Kröcher, 2019

 

’cause all I ever have. +++ Seit ich mich aus der tagespolitischen Debatte zurückgezogen habe, ist es still um mich geworden. Hin und wieder drücke ich noch auf den Auslöser, ansonsten freue ich mich schon auf den Klimatag 2024. +++ Was halten Sie von Die ewige Scheiße als Titel? Titel für irgendwas, irgendeinen Scheiß? +++ Keine Ahnung, warum – jedenfalls habe ich regelmäßig Mails von einem Internetdingens namens Quora in meinem Postfach. Da kann man als interessierter Leser Fragen stellen (“was vermissen Sie in Deutschland, was in den USA selbstverständlicher Alltag ist”), und irgendwelche anderen Leser beantworten die dann. Woher wollen die aber zum Beispiel wissen, was die unbekannteste Tatsache von irgendwas ist? +++ Spitzfindige Beobachtung. +++ Irgendwie bin ich raus aus der Sache, das merkt man. Vielleicht ist aber Internetpräsenz auch gar nicht so wichtig. +++ Viel Weisheit hier heute, aber auch lustlos – das Foto ist trotzdem ganz gut. +++ Die Karrenbauer, von der ich neulich schrieb. Das ist ja gar nicht die, die in der RTL-Serie Hinter Gittern – Der Frauenknast damals den Walter gespielt hat: herrlicher Joke!

 

Überschrift inspired by: Der ewige Scheiß © Kai von Kröcher, 2019

Überschrift also inspired by: What are the most unknown facts on the Second World War © Quora, 2019

Lyrics: Redemption Song © Bob Marley and the Wailers, 1979

Hinter Gittern – Der Frauenknast (Fernsehserie) © Grundy UFA TV Produktions GmbH/RTL, D 1997 – 2007

Klimatag 2024 © Patrick Lindner (FDP), 2019

 

Blutregen / Wir haben nichts dagegen.

Kaufhof am Alex © Kai von Kröcher, 2019

 

Aus allen Wolken. +++ Seit ich mich aus dem Tagesgeschäft der Politik zurückgezogen habe, ist es um meine Internetaktivität merkwürdiglich ruhiger geworden, das ist Ihnen aufgefallen. +++ Ich mag ja die Karrenbauer, die macht einen passablen Eindruck auf mich, besser als die von Storch. +++ Irgendeine alte Geschichte wollte ich gerade erzählen, die brannte mir förmlich unter den Nägeln. Jetzt habe ich das komplett vergessen, vielleicht doch nicht so wichtig. +++ Ich vergesse jedesmal übrigens auch, wie man Reis richtig kocht: Doppelte Menge Wasser oder gleiche? Ich muss das mal schnell googeln, ganz kurz, geht gleich weiter. +++ Ah, super – 1 Teil Reis, 2 Teile Wasser: “Da geht nichts verloren”, keine Vitamine, kein Pipapo. +++ Genau, jetzt fällt mir das wieder ein – was mir so unter den Nägeln gebrannt hat: Vor einer ganzen Weile nämlich, da habe ich mal im Internet auf DVD diesen Film noch einmal gesehen mit Curd Jürgens, des Teufels General. Berlin im Jahr 1943, Sie kennen die Handlung. Jedenfalls taucht da irgendwann so eine Art Leutnant oder Gefreiter auf, jedenfalls einer, im Vergleich zu Curd Jürgens, noch grün hinter den Ohren. Und der will da noch ganz hoch hinaus, Volk und Vaterland und so weiter. Und dann stellte sich heraus, das war der erste Mann von Romy Schneider, der hat sich, glaube ich, irgendwann umgebracht. Ein Berliner, übrigens, der Henry Meyen. +++ Genau genommen: Harry Meyen, geb. in Hamburg, gest. in Hamburg (Wikipedia). Aber darum geht das jetzt nicht. Im Film neulich musste ich nämlich vom Aussehen her bei seinem, äh, Aussehen, da musste ich ständig an den deutschen Politiker Björn “the Hörn” Höcke denken. Und dann habe ich den Meyen mal gegoogelt (mit Ecosia), und da fand sich dann, der Meyen ist als Kind mit acht Jahren ungefähr in das KZ Neuengamme verschleppt worden und wenige Tage vor Kriegsende “von den Amerikanern” erst befreit worden. Und da musste ich wieder an Björn “the Hörn” Höcke denken – und dass der Björn, dass das doch wirklich ein astreiner Typ ist, vor dem ziehe ich meinen Hut.

 

Überschrift inspired by: Wetterbericht für morgen, den 16. Juni 2019

Überschrift also inspired by/Lyrics: Regen © Lassie Singers, 1996

Des Teufels General (schwarzweißer Spielfilm nach einem Drama von Carl Zuckmayer, mit Curt Jürgens u.a.) © Helmut Käutner (Regie), D 1955 

Belsen Was A Gas © The Sex Pistols, 1978

Ich zieh’ meinen Hut © Udo Lindenberg, 2008

Das Wetter vor fünfzehn Jahren / Mumford allein zu Haus.

S-Bhf. Olympiastadion: Be the Meister of Renaissance! © Kai von Kröcher, 2019

 

Dann rufst du an auf meinem Handy, und dann bist du wieder candy. +++ “Der Künstler formally known as der Künstler formally unknown war letztens am Bahnhof Olympiastadion ausgestiegen, vom Stadion her wehte der Wind Fetzen von einem Soundcheck herüber. Eine Signalstörung hatte den Zugverkehr löchrig werden lassen, und hätten noch einige Fliegen gesummt: in der Hitze des Nachmittags hätte die Szenerie etwas Kontemplatives gehabt. Der Bahnhof ist ja nun echt groß, von tausendjährigen Ausmaßen sozusagen; völlig verlassen lag er in eben beschriebener Nachmittagshitze. Zwei Flaschensammler besprachen den bevorstehenden Ansturm der Massen, von Flaschen und Dosen – vom Künstler unbeabsichtigt und nicht erwartet, lief selbigem meanwhile dieses adrette Frollein ins Bild. Ihrem Outfit nach träten am Abend AC/DC auf, mit Bon Scott; später allerdings las der Künstler im Internet, Altmeister Phil Collins himself sei’s gewesen.” +++ Noch immer nicht tot, yet. +++ Geschichten, wie nur das Leben sie schreibt. +++ Apropos: Neulich, aus Langeweile, liefen einige Musikvideos ohne erkennbaren Zusammenhang auf meinem Laptop. Und da kam dann ein Gastauftritt von einem der Rage Against the Machine-Typen in einer Live-Show vom Meister Bruce Springsteen: “Ein guter Freund”, und so weiter, und gegen das Amigeknödel vom Boss klang der Rage-Typ, als hätte er einen krass deutschen Akzent. Im Laufe des Songs steigerte ich mich tiefer und tiefer in diese fixe Idee vom deutschen Akzent, und mit seinem Basecap und seiner bekritzelten E-Gitarre war der Rage-Typ für mich auf einmal nicht mehr der Rage-Typ, sondern war plötzlich kein Geringerer mehr als FiL – “… all the way back from Märkisches Viertel! A good friend of mine, it’s true: would you please welcome: FiL!!!” +++ Frage an den Gentleman of the Year: Wie kriegt man die “Balken” eigentlich gedreht?

 

Überschrift inspired by: Das Wetter vor fünfzehn Jahren (Roman) © Wolf Haas, 2006

Überschrift inspired by: Dream a Little Dream of Me © The Mamas and the Papas, 1968 (Cover)

Lyrics: Bungalow © Bilderbuch, 2017

The Ghost of Tom Joad | Bruce Springsteen live feat. Tom Morello | Madison Square Garden | New York City | 29./30. Oktober 2009

Philadelphia / der Alexandar Ristić.

Braunschweig © Kai von Kröcher, 2019

Braunschweig © Kai von Kröcher, 2019

Braunschweig © Kai von Kröcher, 2019

 

I will wait, I will wait for you / I will wait, I will wait for you. +++ Philadelphia (die Stadt) stellte ich mir damals jedenfalls, keine Ahnung – in den Siebzigerjahren stellte ich sie mir als, sagen wir, lässigste Stadt des Planeten vor, ich finde da nicht mal die richtigen Worte – und das ganz allein wegen dem Phillysound: Eine Stadt, die so klang, die musste ganz einfach unaussprechlich sein. +++ Sagt man das so: wegen dem? +++ Was gefällt Ihnen an Ihr seid solche Fucker besonders? Mehrfachnennungen möglich: a) die spannenden Alltagsthemen, b) der augenzwinkernde Humor, c) die Bilder, d) die gründliche Recherche, e) Erotik, f) Sport? +++ Okay, ich will das jetzt mal auflösen – für alle die ahnen, dass mir bei Mumford & Sons von Rechts wegen speiübel werden sollte: Aus einem natürlichen Vaterinstinkt heraus sang ich Otto schon kurz nach seiner Geburt immer irgendwas vor. Ich hätte ihn auch einfach vor den Fernseher setzen können, aber ich sang ihm was vor. Und da hatte ich durch Zufall wohl einmal die Melodie von dem einen Song der Besagten im Kopf. Und da dichtete ich einfach meinen eigenen Text drauf, das hörte sich dann so an: Mein kleiner Spatz, mein süßer Fratz … bist du / Mein größer Schatz, mein Hosenmatz … bist du. +++ Interessiert Sie das überhaupt? +++ Obwohl ich noch nie in Philadelphia gewesen bin, passen die Fotos heute doch irgendwie super – ich schließe gerade auf eine Art Frieden mit meiner Heimatstadt. +++ Zählt Shaft – rein musiktheoretisch gesehen – überhaupt zum Phillysound? +++ Happy Birthday, Johnny Ca!

 

Überschrift inspired by: Theme from Shaft © Isaac Hayes, 1971

Überschrift also inspired by: Alexandar Ristic (*1944 in Sarajevo), jugoslawischer Fußballspieler und -trainer; u.a. Eintracht Braunschweig

Lyrics: I Will Wait © Mumford & Sons, 2012

Philadelphia, sechstgrößte Stadt der Vereinigten Staaten

Braunschweig, Großstadt im Südosten Niedersachsens 

Alle Toten fliegen hoch / Affenfelsen, Elfenbeinturm.

Braunschweig: Affenfelsen © Kai von Kröcher, 2019

Braunschweig: Elfenbeinturm © Kai von Kröcher, 2019

Braunschweig: Hauptbahnhof © Kai von Kröcher, 2019

 

Gestern hams an Herrn Willy derschlogn. +++ Keine Ahnung, wer der Chickenmann in Philly gewesen sein könnte, von dem der Bruce Springsteen im Post gestern sprach. Jedenfalls war das im Prinzip damals so eine Art Schritt in ein neues Zeitalter: Ich hatte bis dahin tatsächlich noch nie was von McDonald’s gehört, ich war höchstens vielleicht einmal im Wienerwald gewesen. +++ Auch diese Baseballmütze von den Pittsburg Pirates: Haben Sie mal den ersten Band aus der Trilogie von Joachim Meyerhoff gelesen? Auf eine Art musste ich gerade daran denken. +++ Weiß auch nicht. +++ Was ist eigentlich aus dem Künstler formally not known geworden, der hat doch wohl keine Krise? +++ Sagen Sie eigentlich auch immer “Triologie”?

 

Überschrift inspired by: Alle Toten fliegen hoch – Amerika (Roman) © Joachim Meyerhoff, 2011

Überschrift also inspired by: Affenfelsen – Studentenwohnheim der TU Braunschweig (von 1976)

Überschrift also inspired by: Elfenbeinturm – Hochhaus der TU Braunschweig mit den Instituten für Gebäude- und Solartechnik und welchen für Architektur (von 1976)

Lyrics: Willy © Konstantin Wecker, 1977

Slaughter on 10th Avenue / Chicken McDeath Metal.

Ev’rything must die, baby, that’s a fact: Bohlweg (Braunschweig) © Kai von Kröcher, 2019

 

Well, they blew up the chicken man in Philly last night, now, they blew up his house, too. +++ Ich kann mich erinnern, es muss nach der Konfirmandenfahrt ’77 nach Südtirol gewesen sein – ich rieche jetzt gerade faszinierend den Duft der Berge im Morgentau: die erste Frau, die mich in meinem Leben “wirklich” geküsst hat, muss demnach eine Italienerin aus dem Norden gewesen sein – Maria, die Tochter des Herbergsvaters. Das jedenfalls da zu, und als ich nach Niedersachsen zurückkam, da lud mich mein Bruder in sein Auto ein und wir fuhren in die Stadt zu McDonald’s am Bohlweg, der in meiner Abwesenheit als historisch gesehen erster zwischen Harz und Heide eröffnet hatte (Foto): ’75 im Schüleraustausch war mein Bruder in Pittsburg gewesen – und hatte mir “aus den Staaten” nicht nur ein Basecap der Pittsburg Pirates mitgebracht, auch das Wissen um die Magie von McDonald’s hatte er uns voraus. +++ Wie brachte besagter Bruce Springsteen es wieder mal auf den Punkt: Ev’rything dies, baby, that’s a fact, but maybe ev’rything that dies someday comes back. +++ Ich weiß noch, dass wir unsere Mutter damals nötigten, nun auch Burger zu braten – aber die Brötchen vom Dorfbäcker schmeckten natürlich nicht annähernd so signature-mäßig wie die bei McDonald’s. Ich glaube sogar, vergeblich haben wir einige Tricks ausprobiert, sie irgendwie matschiger hinzubekommen: in Milch eingeweicht und so Chosen… +++ Wenn die Zeit es noch erlaubt, möchte ich ganz herzlich einen Gruß an meinen Fotografenfreund raushauen: Carsten Klindt!  

 

Überschrift inspired by: Slaughter on 10th Avenue © Mick Ronson, 1974

Überschrift also inspired by: Chicken McDrösecke, Bundesautobahn A2, Bad Oeyhausen – Hannover, ca. 1987

Überschrift also inspired by: I Only Want You © Eagles of Death Metal, 2004

Bildunterschrift inspired by/Lyrics: Atlantic City © Bruce Springsteen, 1982

Maschin © Bilderbuch, 2013

https://www.carstenklindt.com