Zeit ist nicht linear / Speaking with Trees.

Zeit ist nicht linear: Schaubühne am Lehniner Platz © Kai von Kröcher, 2023

 

Dort an der Ecke weint ein kleines Kind, dem seine Träume fortgeflogen sind. +++ Im Anschluss an meinen letzten Post verstarb Denny Laine, was Zufall gewesen sein wird. Zufall nicht in dem Sinne, dass er zufällig gestorben wäre, das weiß ich ja nicht – Zufall, dass er direkt nach meinem Post starb. +++ Das Preisausschreiben von damals würde ich aus diesem Grunde gern wiederholen, diesmal sei uns das Schicksal milde gestimmt! Die Frage, die es heute zu beantworten gilt: Welcher bedeutende zeitgenössische deutsche Politiker besuchte dasselbe Gymnasium wie ich, die Hoffmann-von-Fallersleben-Schule am Sackring 15 nämlich in Braunschweig? Verlost wird ein Menü für 1 Person bei Zum Gemütlichen Conny, ebenfalls in der Löwenstadt – bestehend aus einem halben Hähnchen, Pommes mit Ketchup oder Mayo nach Wahl und einem 0,3 l Wolters Pilsener vom Fass. Der Rechtsweg ist nicht ausgeschlossen, bringt aber nichts. +++ Ausgeschlossen ist sowieso schon mal gar nichts: Neulich, bei weihnachtlich warmem Truthahn und viel Primitivo, verkündete ich vollmundig spontan meinen geordneten Rückzug in die analoge Welt und meinen Ausstieg bei Facebook – Zeit ist nicht linear! +++ Oben übrigens heute mein (vermutlich) letztes Kunstwerk für dieses Jahr – und gleichzeitig eine Premiere! Wenn ich nämlich nicht irre, handelt es sich dabei nicht nur um eine Interpretation der Berliner Schaubühne. Ebenso scheint es die erste Auftragsarbeit meines Lebens: Eine Freundin der Freunde der Schaubühne am Lehniner Platz e.V. war beim Interhotel-Konzert letztens in Kreuzberg an mich herangetreten mit der Bitte, meinen fotografischen Blick doch einmal auf besagte Spielstätte oben am Ku’damm zu richten und ihn persönlich und exklusiv für sie einzufrieren. +++ Und da es in diesem Land zur genetischen Grundausstattung gehört, möchte ich das alte Jahr nicht ausklingen lassen, ohne – doch lesen Sie selbst: Kurz vor Weihnachten spielten sie im Erwachsenenradio ein Lied der US-amerikanischen Sängerin Tori Amos. Eine Künstlerin, mit deren Werk ich mich, aus welchen Gründen auch immer, nie wirklich befasst habe. Speaking with Trees, und als esoterisch empfänglicher Endfünfziger wurde ich bei dem Songtitel überaus hellhörig. Tatsächlich übertraf der Song meine Erwartungen um ein Vielfaches: Selten bis nie hatte ich jemals zuvor ein Stück Musik gehört, das in unter vier Minuten alles vereint, was mich in jeder Faser meiner Seele abgrundtief anekelt. +++ Okay, andererseits steht dieser Tage ein ganzes Jahr vor uns voll neuer Musik, neuer Kunst, neuer Begegnungen, alter Freunde und neuer Freude – checken wir es einfach aus!

 

Überschrift inspired by: Schaubühne am Lehniner Platz | Kurfürstendamm 153 | 10709 Berlin

Überschrift also inspired by: Speaking with Trees © Tori Amos, 2021

Lyrics: Auftakt © HEYM | Deutschmann, Moheit, Stadlober, 2021

Wolfgang Kubicki (* 3. März 1952 in Braunschweig), dt. Politiker, Eintracht-Braunschweig-Fußball-Prolet und Rechtsanwalt

Hoffmann-von-Fallersleben-Schule | Sackring 15 | 38118 Braunschweig

Zum Gemütlichen Conny | Diesterwegstraße 1 | 38114 Braunschweig

Cold Turkey © Plastic Ono Band, 1969

II (Mini-LP) © Interhotel, 2023

Band on the Run / All You Need Is Less.

Real existierendes Vinyl: Band on the Run © Clive Arrowsmith/Wings, 1973

 

Ich brauch‘ nicht viel, mir reicht die Stille. +++ Haha, und das fiel mir erst vorgestern auf: Um ein paar Ecken gedacht, erinnert das neue Interhotel-Plattencover natürlich an Band on the Run von den Wings! Und natürlich liegt es mir fern, Ihre Gefühle zu verletzen – aber Linda McCartney war mir irgendwie immer sympathischer als Yoko. +++ In letzter Zeit zum Beispiel frage ich mich oft, wie viel Wasser allein wohl in Deutschland pro Jahr so fürs Eierabschrecken verbraucht wird. Und ist Katja Ebstein tatsächlich die Tochter aus erster Ehe Brian Epsteins? +++ Was mir vorher übrigens auch nie aufgefallen war: So ähnlich wie welche Straße aus dem Beatles-Universum heißt der Bassist, Keyboarder, Sänger und Gitarrist der Wings, Denny Laine? a) Milchstraße b) Abbey Road c) Penny Lane? Die richtige Antwort bitte auf eine ausreichend frankierte Postkarte an: „Ihr seid solche Fucker | Kennwort ‚Pablo Honey‘ | Postfach | 1000 Berlin 61“. +++ Zu gewinnen gibt es diesmal ein 2-Gänge-Menü für 1 Person in dem Restaurant Mädchen ohne Abitur in der Körtestraße. +++ Den Song, dessen Lyrics den heutigen Post einläuten, den hatte ich neulich im Hintergrund nebenbei bei FluxFM zufällig gehört. Ich spitzte die Ohren, legte den Bleistift zur Seite – und dachte: ‚Hä, ist das ’ne Radiohead-Coverversion?‘ Irgendwie nicht, ich kam nicht dahinter. Klang aber nicht schlecht, ab und zu muss man einfach auch mal die Rundfunkstation wechseln! +++ Auf Youtube übrigens gibt es auch eine Doku über die Entstehung von Band on the Run, die ist interessant. Anscheinend komplettes Chaos: Kurz vorher sind Schlagzeuger und Gitarrist aus der Band ausgestiegen, die Aufnahmen fanden dann in einem unfertigen Studio in Nigeria während des Monsuns statt. Linda und Paul wurden irgendwann auf dem Weg aus dem Studio ausgeraubt, fertige Texte und Tapes – alles geklaut. Das Coverfoto übrigens war Lindas Idee, der Fotograf erzählt, er habe versehentlich einen Tageslicht-Film eingelegt, weshalb das Ganze einen Gelbstich bekam. Paul habe gesagt: „Hey, seht euch die Farben an – toller Effekt!“ +++ Den Anstoß zu dem Song Picasso’s Last Words (Drink to Me) aber hatte Dustin Hoffman gegeben. Die saßen (McCartney und Hoffman/Anm.d.Red.) in Montego Bay beim Essen beisammen, und Hoffman hatte nicht glauben wollen, dass Paul wirklich Songs über alles schreiben kann. Hoffman nahm eine Zeitung, tippte blindlings mit dem Finger hinein und traf zufällig die Zeile mit den letzten Worten Picassos. +++ Das Sachbuch aus der Überschrift hatte vorgestern in einem Schaufenster mit Kinderschuhen in der Körtestraße gelegen, da schließt sich der Kreis – und auf dem Album-Cover (oben) sieht man übrigens auch Christopher Lee…

 

Überschrift inspired by: Band on the Run © Wings, 1973

Überschrift also inspired by: All You Need Is Less (wachstumskritischer Ratgeber, oekom) © Manfred Folkers/Niko Paech, 2020

Überschrift also inspired by: All You Need Is Love © The Beatles, 1967

Lyrics: Letzte Kippe © Mola & BABYJOY, 2023

Katja Ebstein (* 9. März 1945 als Karin Ilse Witkiewicz in Girlachsdorf in Niederschlesien, heute Gilów/Polen), dt. Sängerin und Schauspielerin, aufgewachsen in der Epensteinstraße in Berlin-Reinickendorf

Creep © Radiohead, 1993

Pablo Picasso (* 25 October 1881 in Málaga, Spanien; † 8 April 1973 in Mougins, Frankreich), span. Künstler

Christopher Lee (* 27. Mai 1922 in London; † 7. Juni 2015 ebenda), brit. Sänger und Schauspieler, bekannt besonders für seine Rolle als Dracula

 

Menschen im Hotel / Happiness Is a Warm Gun.

Real existierendes Vinyl: Interhotel – II (Mini-LP) © Interhotel, 2023

 

Viele Leute verderben dir gern den Spaß, weil man sie beim Ausflug an der Tankstelle vergaß. +++ Jahrelang, in der Körtestraße. Irgendwann hatte eine Kneipe dort aufgemacht, die nannte sich Mädchen ohne Abitur. Kurz nachdem der club49 aufgemacht hatte, dürfte das gewesen sein. Und immer, wenn ich da vorbeikam – mit einem leicht neidischen Unterton dachte ich so: das ist diese neue Generation junger Leute. Leute, die Bands oder Kneipen solch einen Namen geben. Erst vor ein paar Jahren bin ich zufällig darauf gestoßen: das hatten sich die Jugendlichen gar nicht selbst ausgedacht, das ist ein Romantitel von Vicky Baum: Mädchen ohne Abitur! Vicky Baum hat auch im Bücherregal meiner Eltern gestanden. Vom Feeling her eine typische Nachkriegsbüchersammlung: Menschen im Hotel, zum Beispiel auch Suchkind 312, das hatte ich mir in den Neunzigern einmal mitgenommen nach Berlin. Meine Freundin damals hat mich immer damit aufgezogen: „Na, Suchkind 312?!“ Ich hätte jetzt ehrlich gesagt erwartet, dass man darüber nichts im Internet findet. Doch das Gegenteil ist der Fall! Suchkind 312 ist sogar zweimal verfilmt worden, zuletzt 2007 fürs Fernsehen mit Christine Neubauer. Der Roman war mir sehr nahegegangen, damals. +++ Anscheinend gibt es neuerdings einen Grund mehr, einen Stopp in der Ohlauer Straße einzulegen: In der Kneipe Schmetterling stellten Interhotel ihre neue Mini-LP live im Halb-Playback vor. Weil ich so schlecht bin mit Worten, würde ich sagen, eine runde Sache! Ihre Songs scheint man zu kennen, doch stellen sich diese alsbald als irreführende Fiktion heraus. Das deutsch-französische Duo entführt in Zeiten, die man glaubt, im Film schon selbst miterlebt zu haben – Zeiten, die es aber nie gab. Ein, wie man so sagt, atmosphärisch sehr dichtes Konzert! +++ Ich bin aber auch echt ein Hornochse: Erst googeln, dann nachdenken! Mädchen ohne Abitur stammt aus der Feder von Marie Louise Fischer! Die war unter anderem bei der Jugendzeitschrift Bravo eine Art Vorgängerin des legendären Dr. Sommer – so erklärte sie unter dem Pseudonym Dr. Vollmer dem jungen Leser beispielsweise, Homosexualität sei durch Injektion männlicher Hormone heilbar. Jedenfalls, aber das fällt einem auch erst auf den zweiten Blick auf, ist in Mädchen ohne Abitur in der Körtestraße jetzt was anderes drin. +++ Vorhin habe ich kurz in ein Youtube-Video reingeschaut, wo es darum ging, wie Paul McCartney und seine spätere Ehefrau Linda sich kennengelernt haben. Das erste Fotobuch, das ich mir mal gekauft habe, glaube ich, und das mich sehr inspiriert hat, ist von Linda McCartney, wobei sie die meisten Bilder darin noch als Linda Eastman gemacht hatte – so viel da zu. Der erste Beatles-Song jedenfalls, den Paul ihr seinerzeit vorgespielt hat, als er morgens aus dem Studio kam, war Happiness Is a Warm Gun – den hatten sie (die Beatles/Anm.d.Red.) nachts zuvor gerade eingespielt. Auf eine Art erinnern mich Interhotel an Linda und Paul McCartney. Und wie sich hier wieder ein Kreis schließt, stammt das Cover-Motiv der Mini-LP (oben) aus meiner Fotoserie Tatorte von 2003 – man sieht meine (damals schon) Ex-Freundin Nicole an einem öffentlichen Münzfernsprecher am Kottbusser Tor.

 

Überschrift inspired by: Menschen im Hotel (Roman) © Vicky Baum, 1929

Überschrift also inspired by: Happiness Is a Warm Gun © The Beatles, 1968

Lyrics: Hallo Kinder © Ami Warning, 2022

Mädchen ohne Abitur (Roman) © Marie Louise Fischer, 1960

Suchkind 312 (Roman) © Eduard Rhein (unter dem Pseudonym Hans-Ulrich Horster), 1955

Let There Be Rock © Tocotronic, 1999

Schmetterling | Ohlauer Straße 42 | Berlin-Kreuzberg

Die 60er-Jahre – Portrait einer Ära (Fotoband, Schirmer/Mosel) © Linda McCartney, 1993

Popperle / Wenn die Kirschbäume blüh’n.

Fiktives Vinyl: Klassenfeind – Wenn die Kirschbäume blüh’n © Kai von Kröcher, 2017/2022

 

For just one moment in time I hear the holy back beat. +++ Was weder mein Sohn noch ich aber wissen konnten, und da war sie auch wieder schon, unsere tägliche Dosis Duplizität. Ich spreche jetzt nicht von der Sache mit Kubicki, tragisch, darüber wann anders mehr. Für alle gebürtigen Braunschweiger natürlich ein Schock, der Mann war ja wahnsinnig beliebt. +++ Worauf ich stattdessen aber hinaus will: Ob Rattelschneck nämlich eventuell wohl auf diesem Ausflugsdampfer da saß, der an uns mittags vorbeifuhr (Ihr seid solche Fucker berichtete). Eine nicht uninteressante Frage. Meinem Sohn hatte ich damals geantwortet, das sei durchaus möglich – am Ende aber nicht sehr wahrscheinlich. Am Abend allerdings, Interhotel spielten im Polnischen gerade ihren vielbeachteten Support, der Sohn lag vermutlich schon langsam im Bett. In diesem Moment öffnete sich kaum merklich die Tür, besagter Herr Rattelschneck trat inkognito ein, lauschte der Show unerkannt. +++ Wie gefällt Ihnen die heutige Schallplattenhülle? Das Foto entstand auf der Nordseeinsel Pellworm seinerzeit, Sie ahnten es sicher bereits: der einzige Ort außerhalb Groß-Berlins, den ich die letzten Jahre bereist habe. +++ Lief wohl nicht so besonders, dafür ist der Fußabdruck aber okay – ich liebe dieses Bild, es erzählt viel von Sehnsucht. +++ Die Großraumstörung am Internet hier als Luxusproblem abzutun, das war ja recht großzügig von mir. Nervte aber gewaltig: Ich hatte die erste Version meines Posts gestern gerade veröffentlicht – und der Text strotzte vor Fehlern, vor Witze-Erklärerei, kaum zu ertragen. An jedem Post feile ich mindestens immer noch fünfzehnmal, nachdem er schon draußen ist. Operation am offenen Herzen, die gläserne Molkerei. Und dann aber, zack, ausgerechnet in diesem Moment gestern plötzlich das Internet wieder kaputt. +++ Das fühlt sich vom Feeling her dann so an, als hätte man eben eine Apotheke überfallen und säße nun wieder zu Hause und gucke die Tagesthemen. Und dann stellt man fest, man hat seinen Personalausweis am Tatort liegen gelassen, aber es fährt jetzt kein Bus mehr – das macht einen irre. +++ Bei Lilian & Manzur Samstagabend im Polnischen machte das perfide Gerücht plötzlich die Runde, sie spielten ausschließlich Coverversionen. Und jeder begann krampfhaft zu grübeln, warum man dann peinlicherweise jetzt keinen einzigen dieser Songs hier erkannte. Was vor allem ernüchternd war, da sie mindestens drei oder vier regelrechte Knaller dabeihatten – dystopische Popperlen Pop-Perlen, die hauten einen direkt schon beim ersten Mal Hören um. Das Gerücht war im Sturm der allgemeinen Empörung dann alsbald aber als solches enttarnt, der Streuer zur Rede gestellt: alles Eigenkompositionen also – und alle wieder zufrieden. +++ Als ich die Apotheke gestern ausgeraubt hatte und plötzlich das Internet ausfiel. Da setzte ich mich in einen schattigen Schankgarten in Friedrichshagen, beobachtete eingehend drei Ameisen auf dem Tisch hin- und herlaufen und stellte mir Fragen: Ob so kleine Geschöpfe, so wundersam sie auch sein mögen. Ob Ameisen zum Beispiel eine eigene Persönlichkeit besäßen – oder ob sie, auf eine Art ferngesteuert, doch eher nur vorgegebenen Mustern folgen. Dann trat die Sonne hinter dem Giebel eines gegenüberliegenden Hauses hervor, und schlagartig erkannte ich die Einzigartigkeit des Universums.

 

Überschrift inspired by: Meister Eder und sein Pumuckl (Kinderreihe über einen rothaarigen Kobold als Hörspiel) © Ellis Kaut, 1962

Überschrift also inspired by: Wenn die Kirschbäume blüh’n © Klassenfeind, 2022

Lyrics: In Trance as Mission © Simple Minds, 1981

Die gläserne Molkerei | Molkereistraße 1 | 15748 Münchehofe

Club der polnischen Versager | Ackerstraße 169 | Berlin-Mitte

Hotter Than July / Blei im Regal, jetzt erst recht.

Fiktives Vinyl: Hotel 3 Jahreszeiten – Mit dir ist alles nicht schön © Kai von Kröcher, 2022

 

You’re truly erupting too hard. +++ Aus der Reihe, wie man Situationskomik am besten vergeigt, da möchte ich heute folgende Geschichte erzählen: Ich kam gestern vom Einkaufen, Brötchen zum Frühstück, spielt für den Plot keine Rolle. Da stand auf der Admiralbrücke einer oder eine in einer Art Hasenkostüm in rosafarbenem Plüsch und spielte Posaune. Verstehen Sie, es war ja gestern schon anständig warm, und ansonsten war kaum jemand unterwegs. Der Bürgersteig das Planufer hoch lag noch im Schatten, das ging noch. Aber die Brücke halt schon voll in der prallen Sonne. Hitzeinsel, Hasenkostüm, Plüsch und Posaune. +++ Ich fand die Situation eigentlich gestern schon nicht sehr komisch, das hatte mich da schon gewundert. +++ Für heute Mittag jedenfalls, der Plan steht. Heute soll es ja noch einen Tick wärmer werden. Da setze ich mich mit einer Flasche Rotwein für ein bis zwei Stündchen selbst auf die Brücke. Später dann schön einen Gänsebraten in den gut vorgeheizten Backofen – mittwochs ist bei uns immer Familientag! +++ Die Verkaufszahlen von Tanker übrigens waren jetzt auch nicht gerade berauschend, gemessen an ihren Klicks – ich fand schon das Cover nicht sonderlich ansprechend mit den Schornsteinen und so. +++ War Ihnen eigentlich noch irgendwas eingefallen, gestern, so von wegen ekelerregender Bandname? +++ Heute haben wir es hier mit dem Album der Band Hotel 3 Jahreszeiten zu tun: Zumindest das Cover kühlt einen direkt mal um mehrere Grade herunter, wir sehen da eine Unterführung am ICC. +++ Samstag dann Club der polnischen Versager: Manzur & Lilian und Interhotel – Double Feature in Mitte! +++ Interhotel zum Beispiel ist ein guter Bandname.

 

Überschrift inspired by: Hotter Than July © Stevie Wonder, 1980

Überschrift inspired by: Es bleibt dein Geheimnis © Tanker, 2022

Lyrics: Fables © Interpol, 2022

Club der polnischen Versager | Ackerstraße 169 | Berlin-Mitte

Familie Leroc / Fatigue de l’été.

Fiktives Vinyl: Familie Leroc – Sexenklaven © Kai von Kröcher, 2013/2022

 

Tout le temps ça revient, fatigue de l’été. +++ Hatte man Adenauer damals eigentlich „der Alte“ genannt, weil er ein ganz besonders ausgekochter Hund gewesen ist – oder einfach nur, weil er alt war? Macht ja vielleicht einen Unterschied. +++ Gestern jedenfalls war mein Internet plötzlich kaputt. Ich mache nämlich mit bei der Aktion Strom sparen gegen Le Putin, und da hatte ich beim Zubettgehen am Abend vorher im Dunkeln den falschen Stecker am Modem herausgezogen – und dabei die Buchse geschrotet, ein Begriff aus der Landwirtschaft. Direkt heute früh standen zwei überaus freundliche Techniker mit neuer Fritz!-Box vor der Tür, das ging mal fix – man sitzt ja sonst schnell auf dem Trockenen. +++ Sonntag haben wir das dann noch einmal probiert, das mit dem Zollstock: Otto kam jetzt auf kultige 99,8 cm – hinterher aber stellten wir fest, ich hatte die Wasserwaage schief gehalten, das Resultat ist offiziell leider anfechtbar. +++ Wegen Adenauer jetzt noch mal: Der Typ in der Jever-Werbung hatte natürlich nicht von Experimenten gesprochen – Kompromisse hatte er gemeint, das fiel mir dann später erst auf! +++ Vor einiger Zeit hatte ich mir mal Funk-Kopfhörer gekauft, so ultramoderne Teile im Hörgerät-Look. Und jetzt, wo das Internet nicht mehr ging, klemmte ich mein Laptop unter den Arm und setzte mich an den Landwehrkanal. Auf die Wellen geschaut und Fatigue de l’été aufgelegt in Dauerschleife: Ein exquisites Erlebnis, hypnotisierend, mach‘ ich sonst nie – und dabei liebe ich den Geruch von schwermütigem Wasser! +++ Bei der Familie Leroc übrigens handelt es sich streng genommen um keine Familie – die drei Musiker sind letzten Herbst erst aus Norddeutschland zugezogen und bewohnen jetzt eine Art Künstler-WG oben in Pankow, Greta-Garbo-Straße, Hausnummer mir nicht bekannt. +++ Aber was, bitte schön, sollen denn Sexen-Sklaven sein?! +++ Kennen Sie noch den Club der polnischen Versager? Scheint allerdings umgezogen, war früher ja mal an der Torstraße, wenn ich das nicht geträumt habe: Interhotel (Fatigue de l’été/Anm.d.Red.) jedenfalls sollen da spielen am übernächsten Samstag um zwanzig Uhr, Ackerstraße 169 im Berliner Bezirk Mitte. Gemeinsam mit einem Duo, das sich Lilian & Manzur nennt – seltsamer Name für eine Band…

 

Überschrift inspired by: Sexenklaven © Familie Leroc, 2022

Überschrift also inspired by/Lyrics: Fatigue de l’été © Interhotel, 2021

Lilian & Manzur feat. Interhotel | Club der polnischen Versager | Ackerstr. 169 | Berlin-Mitte | Sa., 23. Juli | 20:00 Uhr

„Wie das Land, so das Jever.“

Get a Grip / Neid ist der Frohsinn der Missgunst.

Fucking Deep Postcards: Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober (Jannowitzbrücke) © Kai von Kröcher, 2021

 

Maybe I’m a lonely man who’s in the middle of something. +++ Ob die Überschrift heute so stimmt? +++ Folgende Insider-Information fand ich gestern im Internet: „Sean Lennon ist nicht halb so bekannt wie sein berühmter Vater John der als Mitbegründer und Sänger der Beatles in die Musikgeschichte eingegangen ist und das obwohl er schon seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr im Musikgeschäft tätig ist.“ +++ Reden ohne Punkt und Komma. +++ Am Superwahl-Sonntag letztens war ich mit meinem Sohn, der schon jetzt so bekannt ist wie sein Vater, obwohl der seit vierzig Jahren ein vielbeachteter Blogger. Jedenfalls, als wir da aus dem Wahllokal neulich herauskamen, und es hatte sich ja lange vorher schon abgezeichnet, einen bahnbrechenden Richtungswechsel wird es nicht geben. Aber soll ich Ihnen mal etwas sagen? Den weltweiten Facebook-Ausfall gestern fand ich persönlich bedrohlicher als diese ganze Panikmache seitens der Öko-Faschisten – da schleicht sich von hinten doch schon wieder ein politischer Witz heran. +++ Nein, ich fand den Facebook-Ausfall nicht schlimmer als den Klimawandel, da bin ich ganz ehrlich. +++ Am Wahlsonntag war ich schon ein bisschen enttäuscht, dass sich nicht einmal jetzt etwas ändern würde. Dann spazierten Otto und ich durch den herbstsonnig-milden Tiergarten und stiegen irgendwann in die S-Bahn. Und da geschah es, da fiel es mir auf: Auch die nagelneuesten Züge singen jetzt wieder das alte Abfahrtssignal, dieses sentimentale „La-lü-lah“. Das hatte als ostdeutsches Produkt damals sogar schon die Wende überlebt, war von Die Bahn in der neuen Baureihe dann aber in einer Vereinheitlichungsmaßnahme eliminiert worden. Das hatte mir identitäre Schmerzen bereitet, die Züge der Stadtbahn piepten plötzlich wie auf der Regionalbahn nach Stendal oder nach Kreiensen. +++ Und nun war alles wieder gut – hier hatte sich eben nichts geändert, verstehen Sie? +++ Was da oben wie ein Handy-Schnappschuss aussieht, da stecken in Wirklichkeit etwa anderthalb Tage Arbeit drin. Scheint diese Postkarte nicht wunderbar zeitlos? Könnte einen Sonntag im Kaiserreich ebenso zeigen wie Werbung für die DDR-Beherbergungskette Interhotel. +++ Am Rande hatte ich schon meine Männergrippe erwähnt, die fällt in diesem Jahr unspektakulär aber ungekannt hartnäckig aus. Und so saß ich gestern Abend vor den Öffentlich-Rechtlichen eingemummelt, und auf Verdacht schaute ich einen deutschen Film namens Freies Land. Stellte sich als irgendwas mit der Zeit kurz nach der Wende heraus. Und obwohl ich, ganz sicher der Männergrippe geschuldet, die Dialoge oft nicht verstand und überhaupt, ebenfalls der Männergrippe geschuldet, sowieso leicht auf dem Schlauch stand. Jedenfalls war ich außergewöhnlich geplättet von diesem Streifen. Und als ich dann googelte, dass der Regisseur nicht nur eben mal kurz auch am Drehbuch mitgeschrieben, sondern dass er gleichzeitig auch Kamera gemacht hatte – und das bei durchweg atemberaubenden Bildern. +++ Mit einem Grummeln im Bauch jedenfalls löschte ich angewidert das Licht und zog mir die Decke über den Kopf.

 

Überschrift inspired by: Get a Grip © Aerosmith, 1993

Lyrics: Maybe I’m Amazed © Wings, 1976 (Live-Version)

Freies Land (basierend auf dem spanischen Thrilller La isla mínima) © Christian Alvart (Regie, Drehbuch, Kamera), D 2019

Carte postale © Interhotel, 2021

Interhotel: Hotelkette der DDR der gehobenen Klasse – bevorzugt beherbergt wurden Gäste aus dem sozialistischen Ausland (SW), den nichtsozialistischen Wirtschaftsgebieten (NSW) und des FDGB der DDR.

Mein lieber Herr Gesangsverein / Cheap Trick at Budokan.

You can check out any time you like, but you can never leave: Aliens incognito © Kai von Kröcher, 2019

 

I’ve seen her picture in the news reading she’s missing. +++ Als ich beim Promiarzt gestern raus kam, oder besser gesagt: Als ich bei Liebermann gestern raus kam. Irgendwie in der S-Bahn. Da hatte ich dieses typische Glucksen in der Luft- oder Speiseröhre – das habe ich immer, wenn ich am nächsten Tag krank bin. Und so war es dann heute auch. Nicht so schlimm, aber halt etwas wackelig auf den Beinen und ein Kratzen im Hals. Und da habe ich ganz unaufgeregt ein paar ältere Bilder durchgeguckt. Kennen Sie das heute hier (oben) schon? Weiß ich nicht, ist aber ganz gut: Gehört zu der Serie Aliens incognito, die hatte eigentlich vor zwei Jahren schon ausgestellt worden sein. +++ Werden sollen. +++ Hätte Liebermann zu Lebzeiten eine Digitalkamera damals besessen, das Bild heute hätte gut auch von ihm sein können – wissen Sie, wo das ist? +++ ‚türlich. +++ Was mir vorhin gerade so durch den Sinn ging, sagt man das so? Ist das eigentlich wirklich wahr, dass es in Tokio auf eine Art keine Adressen gibt? Tokio scheint mir ja immerhin die größte Stadt dieser Erde zu sein, wie will man denn dort jemanden finden? +++ Eine andere Frage, die mich seit längerer Zeit sehr beschäftigt: Hat einer von Ihnen da draußen zufällig eine Ahnung wie es sich anfühlt, von einer Schlange gefressen zu werden? Das kann ja mit humanem Sterben nicht viel zu tun haben, wenn ich da nicht auf dem Holzweg bin: da wird man doch bei lebendigem Leibe verdaut, oder nicht? +++ Bei lebendigem Leibe verdaut, das kann einfach nicht gut sein.

 

Überschrift inspired by: Mein lieber Herr Gesangsverein (Roman) © Paul Wernherr, 2018

Überschrift also inspired by: Cheap Trick at Budokan © Cheap Trick, 1978

Bildunterschrift inspired by: Hotel California © The Eagles, 1976

Lyrics: Strange Desire © Interhotel, 2021

 

 

Désirée Desire / Ich spüre ein dunkles Verlangen.

Liebermann-Villa am Wannsee (Handyfotografien) © Kai von Kröcher, 2021

 

Zum Kanal an Ruinen vorbei, da hinten das Büro der Partei, auf dem Gehweg Hundekot. +++ Nach etwa drei Jahren saß ich heute zum ersten Mal wieder im weltschönsten Wartezimmer beim Promiarzt drüben. Vom Stapel mit den Zeitschriften hatte ich mir blind eine Ausgabe der Geo gegriffen, bei einer Fotostrecke mit Landschaftsaufnahmen blieb ich hängen: Schwarzweiß-Fotos von Ansel Adams, der muss ja nun auch schon alt wie Methusalem sein. In harten Kontrasten zeigten die Bilder, so ungefähr hieß es, die Göttlichkeit der Natur: Rettet die Erde für eure Kinder, so der Appell Adams‘ in der Überschrift. +++ Unweigerlich denken musste ich an das sogenannte „Triell – Dreikampf ums Kanzleramt“, gestern Abend im Fernsehen: Olaf verspricht einen moderaten Klimawandel, der fröhliche Armin wirbt für Vertrauen und Wachstum. +++ Dann eine doppelseitige Werbeanzeige, ich stutzte: der Opel Senator A1! +++ Soll ich den Witz für Sie jetzt vielleicht noch erklären? +++ Der Promiarzt sagte, das sei ja mal eine Überraschung, ich sagte, mir fehle nichts, der Promiarzt meinte, das höre man selten. Lediglich eine Kur gemeinsam mit meinem Sohn Otto hatte ich mir verschreiben lassen wollen – was geht Sie das überhaupt an?! +++ Noch nie was von ärztlicher Schweigepflicht gehört? +++ Zeitgleich zum Erscheinen ihres ersten Doppelalbums auf Vinyl gibt es übrigens ein neues Video von Graf Tati und Cécile Dupaquier: Interhotel – Strange Desire (anklicken) – mit moderner Wackelkamera vom Meister himself. Und kein Geringerer als Hanno Lentz soll sich hier für seine Arbeit an der Kästner-Verfilmung Fabian oder der Gang vor die Hunde inspirieren lassen haben! Live sind Interhotel übrigens zu sehen am Samstag am Heinrichplatz. +++ Lange Rede, kurzer Sinn: der Promiarzt strich mir über den Arm: „Wir machen hier gar keine hausärztliche Arbeit mehr.“ +++ In welchem Paralleluniversum war ich da nun wieder gestrandet? +++ Aber tatsächlich, er und sein Bruder hatten die Praxis, wenn ich’s richtig verstanden habe. Sie waren wohl schon dabei gewesen, ihre Praxis vor Jahren aufzugeben – dann kam Corona, und seitdem helfen sie nur noch mit Impfungen oder so aus, keine Ahnung. +++ Ich bin dann stattdessen zur Liebermann-Villa am Wannsee gefahren, das war auch wie’ne Kur…

 

Überschrift inspired by: Ich spüre ein dunkles Verlangen © Désirée Desire, 2021

Lyrics: Berlin © Ideal, 1980

Ansel Easton Adams (* 20. Februar 102 in San Francisco; † 22. April 1984 in Carmel-by-the-Sea, Kalifornien), US-amerikanischer Fotograf

Opel Senator A1 © Adam Opel AG/General Motors, 1978 – 1982

Interhotel (Doppel-Vinyl) © Interhotel, 2021

Strange Desire © Interhotel, 2021 (Kamera: Kai von Kröcher)

Fabian oder der Gang vor die Hunde (Romanverfilmung nach Erich Kästner) © Dominic Graf (Regie), D 2021 (Kamera: Hanno Lentz)

Dafür (Kundgebung der Partei Die Partei) | feat. Interhotel, Mekanik Destrüktiw Komandöh, Hackelbörger | Samstagnachmittag, 18.9. | Heinrichplatz | Berlin-Kreuzberg

Die Partei | Büro: Admiralstraße 17 | Berlin-Kreuzberg

Liebermann-Villa am Wannsee | Colomierstraße 3 | 14109 Berlin-Zehlendorf

Max Liebermann (* 20 Juli 1847 in Berlin; † 8. Februar 1935 ebenda), dt. Maler und Grafiker, bedeutender Vertreter des dt. Impressionismus

TVC fofftein / Strafe der Romantik.

Wenn’s astrein werden soll: Halensee mit Bauhaus und Heizkraftwerk Wilmersdorf © Kai von Kröcher, 2020

 

Autuum is here and they’re burning the heather. +++ „Neues Heidekraut“ heißt dann wohl ganz profan Heather Nova, fiel mir auf dem Weg neulich zur Kita ein. +++ Ohne Quatsch arbeite ich gerade an einem Bild, dem habe ich ein Textzitat der Pet Shop Boys zugrunde gelegt. Ein zugegeben spontan relativ schöner Song. Das Bild selbst allerdings – trotz größter Sorgfalt – scheint mir doch ein schönes Stück Flickwerk zu werden. Sagt man das so? Schönes Stück Flickwerk? +++ Fühlen auch Sie sich dann und wann instrumentalisiert? +++ Heute jedenfalls habe ich oben für Sie schon mal einen winzigen Ausschnitt daraus, äh, haben wir da oben schon mal eines von etwa 270 Einzelbildern, falls Sie verstehen. +++ Aber das Gesamtwerk passt hinten und vorne nicht, falls Sie ebenfalls verstehen. +++ Sieht bisher scheiße aus. +++ Dafür der Lichtblick heute am Morgen: Auf dem Wege vom Bäcker nach Hause, ein trüber Novembertag mitten im kalten Dezember. Kein Mensch auf der Straße, dafür Geldscheine auf dem Gehweg zu meinen Füßen. Bisher hatte ich nur immer verloren, niemals gefunden. Hätte man schön einen von saufen gehen können, wären die Kneipen zurzeit nicht geschlossen. +++ Womit wir bei meinen Geschenktipps für die diesjährige Quarantäne-Weihnacht wären: Die tolle Hörbuch-Edition von Volker Hauptvogels autobiografisch inspiriertem Roman Fleischers Blues zum Beispiel will ich seit Jahren schon kurz vor dem Fest jedes Mal immer empfehlen. Zeitreise in das West-Berlin der Spätsiebzigerjahre, bei der Deutschen Grammophon seinerzeit veröffentlicht und authentisch gelesen, wenn es so etwas gibt – authentisch gelesen von Guntbert Warns. +++ Der einzige Schock allerdings, sofern man zufällig mit dem Thin White Duke sozialisiert worden ist, da stockt einem schon kurz der Atem. Regie und Autor waren beim Einlesen in diesem Moment wohl gerade Kaffee holen, und der Toningenieur hat früher immer George Benson gehört. Da geht es jedenfalls, wenn ich mich richtig erinnere. Da geht es um das David-Bowie-Konzert ’76 in der Deutschlandhalle, und Warns kündigt den nächsten Song mit TVC Fifteen an. +++ Alter Gevatter! +++ Nicht-Insider verstehen allerdings gerade nur Bahnhof und ansonsten ist eh alles super – noch immer ein toller Roman! +++ Ebenfalls gut zu verschenken natürlich: Carte postale, die pressfrische Vinyl-Single von Interhotel (B-Seite: Fatigue de l’été). +++ Müssen Sie selber alles mal googeln, wenn Sie noch auf der Suche nach dem besonderen Geschenk sind – mir läuft gerade die Zeit davon…

 

Überschrift inspired by: TVC 15 © David Bowie, 1976

Überschrift also inspired by: Straße der Romantik © Kai von Kröcher, 2020

Bildunterschrift inspired by: „Wenn’s gut werden soll“ (Werbeslogan) © Bauhaus, 2016 (?)

Lyrics: Burning the Heather © Pet Shop Boys, 2019

Walk This World © Heather Nova, 1995

Fleischers Blues (Hörbuch, gelesen von Guntbert Warns; Regie: Diethard Küster) © Volker Hauptvogel (Romanvorlage), 2016

On Broadway © George Benson, 1978

Carte Postale © Interhotel, 2020