Across the Barricades / It’s a Thin Line Between Love and Hate.

Fiktive Postkarten: Irma la Douce (Love, Sex and Dreams) © Kai von Kröcher, 2026

 

From the ranks of the freaks who suspect they could never love anyone. +++ Und plötzlich, in irgendeinem unprätentiösen Moment, überkommt einen auf einmal die unheilvolle Vermutung, von den falschen Leuten könne die Situation möglicherweise missverstanden werden. Dass man in einer zwielichtigen Ecke am Rande des Straßenstrichs mit dem Teleobjektiv auf der Lauer liegt. +++ Der unbeteiligt scheinenden Frau mit dem Hund rechts im Bild jedenfalls habe ich sicherheitshalber eine Sonnenbrille in ihr Gesicht gemalt. +++ Genau genommen ist das Foto in einem Grenzbereich entstanden: Am Rande der Gesellschaft, wenn man so will – zwischen rechtschaffenem Tag und dem Einbruch der Dämmerung, zwischen Tiergarten und Schöneberg. +++ Kurfürstenstraße, hier wohnen Wölfe. +++ Und, Alter Schwede, noch amoi: „… ist das Foto in einem Grenzbereich entstanden: Am Rande der Gesellschaft, wenn man so will – zwischen rechtschaffenem Tag und dem Einbruch der Dämmerung.“

 

Überschrift inspired by: Through the Barricades © Spandau Ballet, 1986

Überschrift also inspired by: Thin Line Between Love and Hate © The Pretenders, 1984 (Cover)

Lyrics: Save Me © Aimee Mann, 1999

Auf einmal (Filmdrama mit Sebastian Hülk, Julia Jentsch, Hanns Zischler, Sascha Geršak u.a.) © Asli Özge (Regie), D/NL/F 2026

Das Mädchen Irma la Douce (Irma la Douce – Filmkomödie mit Shirley MacLaine, Jack Lemmon u.a.) © Billy Wilder (Regie), USA 1963 

Love, Sex & Dream | Erotik-Kaufhaus | Potsdamer Straße 124 | 10783 Berlin

Planet Earth / Der schöne Berg.

Fiktive Postkarten: Feind hört mit (Berlin-Schöneberg) © Kai von Kröcher, 2026

 

Dance into the fire to fatal sounds of broken dreams. +++ „Eilmeldung: Klimawandel – Erde steuert laut UN auf 2,8 Grad Erwärmung zu.“ +++ Ist das der Weg, den Sie gehen wollen? +++ Im Ernst? +++ Kurz vor dem Aufwachen träumte ich den Traum einer verbotenen Liebe, vom Film und von einer Fotografie – und als ich aufwachte, hatte ich A View to a Kill auf den Lippen. Da überkam mich die spontane Erkenntnis, für den Soundtrack des Lebens bringen Duran Duran einem das Innerste erstaunlich wenig zum Klingen. +++ Wie ist da persönlich Ihre eigene Wahrnehmung? +++ Die Farbe der Typo der Postkarte (oben) bestimmte ich abermals in Kooperation mit meinem Sohn – und auch diesmal hatte er die bessere Intuition als sein Schöpfer.

 

Überschrift inspired by: Planet Earth © Duran Duran, 1981 (Debüt-Single, nie von gehört)

Überschrift also inspired by: Schöneberg – im 13. Jahrhundert gegründetes Straßendorf, 1920 eingemeindet und heute Ortsteil der deutschen Hauptstadt Berlin

Lyrics: A View to a Kill © Duran Duran, 1985 (für den Soundtrack von James Bond – Im Angesicht des Todes)

Eilmeldung aus: Tagesspiegel von heute

One and one is one / Warum nur kann ich Montage nicht leiden.

Fiktive Postkarten: Nollendorfplatz © Kai von Kröcher, 2026

 

Mathematik und Gefühle muss man voneinander trennen. +++ Das Bild heute, das fällt vielleicht erst beim zweiten Hinsehen auf. Die Postkarte jedenfalls bricht mit liebgewordenen Gewohnheiten. Grandit amoureux = liebgeworden. Wenn man genauer hinsieht, habe ich dafür zwei Fotos zu einem zusammengefügt, das Format ist etwas breiter. +++ Lieder über das Rechnen gibt es anscheinend nicht viele. Das aus der Überschrift (links) hat es sogar in meinen Soundtrack des Lebens geschafft, Kapitel Kindheit – wenngleich auch die Gleichung nicht aufgeht. +++ Wie Sie wissen, sind Photoshop und ich nicht so ganz dicke Freunde. Von daher habe ich mich für den unperfekten Weg entschieden und die zwei Ausgangsbilder auf die grobe Art zusammengehackt. +++ Weder Collage noch Montage, irgendetwas dazwischen. +++ Collage war eher Kunst, Montage mehr Handwerk, einfach gesagt, glaube ich. Sofort muss ich dabei an den Kunstunterricht denken, John Heartfield und so. Im Kopf vermenge ich komischerweise jedesmal Pearl Jam und James Hetfield mit Metallica und Jan Fedder. +++ Eddie Vedder, besser gesagt – Jan Fedder war der Bulle mit Herz aus dem Großstadtrevier. +++ Bei dem Song I Don’t Like Mondays stellt sich dann übrigens auch gleich die Frage nach dem Soundtrack: Eine verklärte Erinnerung daran, wie ich ’79 das erste Mal in West-Berlin war und zu Andy Dirt sagte, wäre I Don’t Like Mondays nicht von den Boomtown Rats, sondern von Abba, würden wir es doof finden. Und bei dem Gedanken daran stellt sich sogleich das spezifische Berlin-79-Feeling ein: Mauer und Braunkohlegeruch, Kaba (Erdbeergeschmack). Gehört also definitiv in den Soundtrack meines Lebens. Auch wenn ich den Text, das muss ich als Gutmensch und Vater aus heutiger Sicht, ehrlich gesagt, sagen, empathielos auf eine Art finde …

 

Überschrift inspired by: One and One Is One © Medicine Head, 1973

Überschrift also inspired by: I Don’t Like Mondays © The Boomtown Rats, 1979

Zitat aus: Die Gleichung ihres Lebens (Le Théorème de Marguerite – mit Ella Rumpf u.a.) © Anna Novion (Regie), F/CH 2023

Großstadtrevier – Fernsehserie nach einer Idee von Jürgen Roland © Studio Hamburg/ARD, D seit 1986

Fiktive Postkarte: Scherenschnitt mit Alfred Hitchcock am U-Bhf. Nollendorfplatz, Berlin-Schöneberg © Kai von Kröcher, 2026 

Hundekehle / Pictures of You.

Fiktive Postkarten: Auf dem Weg von der Schlange in Richtung Hundekehle © Kai von Kröcher, 2024

 

Because the sky is breaking, it’s deeper than love. +++ Dieser Tage bin ich häufiger am Grübeln, was halt wohl früher und was eben später – welcher von beiden Songs also als erstes veröffentlicht worden ist: Pictures of You von The Cure oder von Fräulein Menke dieses damals schon nervige Lied mit dem Tretboot. Vom Feeling her würde ich klar sagen, das Lied mit dem Tretboot. Aber auch wenn es fatal unter den Nägeln brennt, werde ich sicher nicht googeln. +++ Stellen Sie sich einmal vor, in dem Film mit Heinz Rühmann als Kapitän damals hätte die KI nachts vor der Kajüte gestanden und hätte gefragt: „Trauen Sie mir?“ Und Heinz Rühmann hätte wie immer verschlafen geantwortet: „Warum sollte ich Ihnen nicht trauen?!“ Ein zweischneidiges Schwert – in der Mediathek gibt es aktuell einen Tatort zu dem Thema mit Klaus Borowski. +++ Ein Schritt in die richtige Richtung, meiner Meinung nach, könnte die Entscheidung des amerikanischen Präsidenten Trump sein, die Aufsicht über die Künstlerische Intelligenz sicherheitshalber künftig der Künstlerischen Intelligenz selbst zu überlassen, eine genoröse und gleichsam weitsichtige Geste. Unterstützung im Umgang mit der KI hat öffentlich zudem bereits auch der Berliner Unternehmer Issa Rammo angeboten, in meinen Ohren hört sich das gut an. +++ Wie Sie wissen, tausche ich in meinen Bildern den Himmel grundsätzlich nicht aus. Ich sehe darin keinen Sinn. Umso beglückender, wenn unverhofft sich solch ein organischer Sonnen-Wolken-Mix wie hier über dem Edeka-Center in der Wiesbadener Straße einfangen lässt. +++ Überhaupt ein toller Spaziergang damals vom Wohnkomplex Schlange in Richtung Westen vorbei am Cornelsen Verlag und an der Dorfkirche Schmargendorf. Schließlich das Rathaus Schmargendorf in Sichtweite rechts liegen lassend über die Hundekehle rüber zum Roseneck in den Bus – dafür brauche ich keine KI …

 

Überschrift inspired by: Hundekehle, Landschafts- und Verkehrsknotenpunkt am Rande der Villenkolonie Grunewald

Überschrift also inspired by: Pictures of You © The Cure, 1989

Lyrics: The Sky Is Broken © Moby, 1999

Tretboot in Seenot © Frl. Menke, 1983

Der Kapitän (Filmklamauk mit Heinz Rühmann u.a.) © Kurt Hoffmann (Regie), D 1971

Tatort – Borowski und das ewige Meer (Fernsehkrimi mit Axel Milberg, Pauline Fusban u.a.) © Katharina Bischof (Regie)/ARD, D 2024 

Autobahnüberbauung Schlangenbader Straße („Schlange“) – Wohnkomplex

 

 

 

Polarisierungsmonetärer / Papa fuhr immer einen großen LKW.

Fiktive Postkarten: Olympiastadion Berlin (Berlin-Westend) © Kai von Kröcher, 2024

Fiktive Postkarten: Graf Baustoffe (Berlin-Siemensstadt) © Kai von Kröcher, 2024

Fiktive Postkarten: Schmitz Cargobull (Berlin-Friedrichshain) © Kai von Kröcher, 2024

 

Immer als ich wach wurde, waren wir schon da – aus einer dunklen Nacht wurde ein heller Tag. +++ Hätte ich nur nicht immer so elendig nahe am Wasser gebaut! +++ Eine Sache, die mir schon länger unter den Nägeln brennt: Dreht sich um Chat GBT und diese Dinge. Dass nämlich die Künstlerische Intelligenz aus den Fugen geraten ist. Außer Kontrolle, besser gesagt – aus dem Ruder gelaufen. Neulich fand ich die Lösung dafür oder dagegen, ganz wie man will. +++ Manchmal ist alles ganz einfach …

 

Überschrift inspired by: Polarisierungsmonetärer © (mir) unbekannt, 2026

Überschrift also inspired by/Lyrics: Papa fuhr immer einen großen LKW © Betterov, 2025

Bullet the Blue Sky / Heite grob ma Tote aus.

Fiktive Postkarten: Bullet the Blue Sky (Pankow) © Kai von Kröcher, 2024

Fiktive Postkarten: Prince of Tears – Viel Lärm um Krach (Alexanderplatz) © Kai von Kröcher, 2026

 

I’m a prince of tears, stood on his driveway washing his hands with a guilt. +++ In der Mediathek – lineares Fernsehen, Sie wissen es, lehne ich ab. Nicht zu Unrecht gelte ich als die Speerspitze der Anti-TV-Linear-Bewegung. In der Mediathek jedenfalls zeigt die ARD aktuell einen österreichischen Film, den hatte ich völlig vergessen. In Auflehnung gegen den staatlichen Zwanzig-Uhr-Zwang hatte ich den mal in einer Nachmittagsvorstellung im Kino irgendwo gesehen. +++ Ob meine externe Festplatte mit meinem Lebenswerk darauf in irgendeiner Form neulich hatte gerettet werden können? Tatsächlich hatte ich schon Kontakt zu einer Spezialfirma in Leipzig aufgenommen. Bei dreihundertsechzig Euro wäre der Service da losgegangen – mit offenem Ausgang. Aber nach vier Tagen schonender Trocknung lief die Festplatte dann glücklicherweise auch so wieder, und da ich aus Fehlern bereit bin zu lernen, stelle ich meinen Tee nun nicht mehr direkt über dem Laptop in die verschissene Fensterbank. Auch keinen Kaffee. Zudem habe ich direkt eine Sicherungskopie erstellt. Ungehobene Schätze wie die KGA Famos auf der Postkarte (oben) bleiben der Nachwelt auf diese Weise erhalten. +++ Das erinnert mich übrigens gerade an die Szene, ohne zu viel spoilern zu wollen, wie wir Kunstkritker neuerdings sagen. Die Szene jedenfalls, wo unsere Hauptfigur, Rickerl Bohacek, seinen Gitarrenkoffer am See liegen lässt. Da gefriert einem als Künstler der Schweiß in den Adern. Mehr will ich gar nicht verraten. Nur noch so viel: Es wird unglaublich viel geraucht in dem Film, auch getrunken nicht unerheblich. Selten jedenfalls habe ich mich so tief „in“ einem Film gefühlt, falls Sie verstehen. Vieles hat man so oder anders selber erlebt. Als Nachwuchskünstler wie auch als Spätgebärender. Und, Alter!, wie er da seinen Sohn mit zu seiner neuen Arbeitsstelle nimmt – unweigerlich fragt man sich, ob bei den Dreharbeiten wohl der Jugendschutz explizit da ein Auge darauf gehabt haben mag. +++ Okay. +++ Den, der den Rickerl Bohacek spielt, der österreichische Musiker Voodoo Jürgens – der sagte mir als Piefke jetzt wieder gar nichts. Aber auch als Preuße kann man schon eh über den Film schmunzeln. (Piefke = österr. Bezeichn. f. Deutscher/Anm.d.Red.) +++ Einzig das Ende ist, wenn auch sehr anrührend, nach meinem Gefühl vom Feeling her eine Nummer zu glatt. +++ (Noch bis 11. Dezember in der ARD-Mediathek)

 

Überschrift inspired by: Bullet the Blue Sky © U2, 1987

Überschrift also inspired by: Heite grob ma Tote aus © Voodoo Jürgens, 2016

Bildunterschrift inspired by: Much adoe about Nothing (Viel Lärm um nichts, Komödie) © William Shalespeare, etwa um 1600

Lyrics: Prince of Tears © Baxter Dury, 2017

Rickerl – Musik is höchstens a Hobby (Tragikkommödie mit Voodoo Jürgens und Ben Winkler als Sohn) © Adrian Goiginger (Drehbuch/ Regie), David Öllerer (Hauptrolle/Musik), AT/D, 2023 

Steffen Krach (* 7. August 1979 in Hannover), dt. Politiker

Aufstieg durch Leistung / Sauberkeit ist die Ästhetik der Unterdrückung.

Fiktive Postkarten: Landsberger Allee © Kai von Kröcher, 2026

Fiktive Postkarten: Alt-Friedrichsfelde Ecke Rhinstraße © Kai von Kröcher, 2026

Fiktive Postkarten: Landsberger Allee Ecke Weißenseer Weg © Kai von Kröcher, 2026

Fiktive Postkarten: U-Bhf. Prinzenstraße, Haus Gitschiner Straße 78 © Kai von Kröcher, 2026

 

Der Puppenspieler von Mexiko war einmal traurig und einmal froh. +++ Okay. +++ Geht es Ihnen tendenziell in etwa auch wie dem Puppenspieler von Mexiko? Manchmal traurig, manchmal froh? Ich zum Beispiel war äußerst früh heute wach – da habe ich mich in den Bus gesetzt und bin nach Friedrichsfelde gefahren. Zu dieser Unterführung da, in der Nähe des Tierparks. Wenn Sie fragen müssen, werden Sie es nie versteh’n – gibt es da nicht ein Lied mit diesen zwei Zeilen, was war das noch mal? +++ Tom Liwa, kann das sein? +++ Auf meinem Ausflug nach Friedrichsfelde zogen Plakate von Oliver Igel vorbei, dem Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick, da musste ich innerlich schmunzeln. Anneliese Dummer von der AfD hatten wir neulich hier schon, das ist etwas flach. Eine Kandidatin der Grünen irgendwo in der Stadt hieß mit Nachnamen Billig, auch etwas flach. Das ultimative „Icing on the Cake“ jedenfalls, wie man so schön sagt, das war ein riesiges Plakat mit dem Treptower Spitzenkandidaten der CDU, Dustin Hoffmann. +++ Dustin Hoffmann, welche Eltern nennen ihr Kind Dustin Hoffmann?!

 

Überschrift inspired by: Aufstieg durch Leistung – Wahlslogan der FDP, 2026

Überschrift also inspired by: „Sauberkeit ist die estetik der Unterdrückung“ – Graffito unten am Haus Gitschiner Straße 78, U-Bhf. Prinzenstraße

Lyrics: Der Puppenspieler von Mexiko © Roberto Blanco, 1972

 

Go for it, Baby / Eine rundum burleske und sympathische Geschichte.

Fiktives Vinyl: Hotel 3 Jahreszeiten – Mit dir ist alles nicht schön © Kai von Kröcher, 2022

 

Well, David, what shall I do? They wait for me in the hallway. +++ Irgendwann im Jahre ’84 ungefähr hatten wir uns bei meinem Kumpel, dem Russen, getroffen. Die Eltern lebten am Braunschweiger Stadtrand und hatten einen Videorekorder. Wir grillten im Garten, verschiedene Leute diverser Geschlechter. Zum Einbruch der Dämmerung wollten wir einen Film gucken, irgendwas Spitzenmäßiges. Wie wir in der Videothek allerdings feststellten, gab es dabei ein Problem: Der Videorekorder der Eltern war kein landläufiger VHS, sondern – das traf uns vollkommen unvorbereitet – ein fucking Beta. Für Beta gab es fast keine Filme. So stießen wir schließlich auf einen Streifen mit dem, wie sagt man das halbwegs treffend, spießig-frivolen Titel Zur Sache, Schätzchen. In unseren Ohren klang das wie, da will ich offen sein, Unterm Dirndl wird gejodelt. +++ Erinnern Sie sich an den Song Postcard der Braunschweiger Band Blue Bamboo? Die spielten ja seinerzeit etwa auf Augenhöhe. Das Stück kam mir gerade in den Sinn, ich habe es damals geliebt. Wäre vielleicht eine Art Soundtrack zu meiner Postkartenserie. Hat das von Ihnen noch zufällig jemand auf Kassette? Mal für die Rubrik Bermudadreieck auf radioeins vorschlagen, muss man früh aufstehen. +++ Okay, wir haben den Film dann also mit dem Plan mitgenommen, uns intellektuell darüber zu erheben und lustig zu machen. Wie man halt damals so drauf war, ich sage nur: Uschi Glas! +++ Um die Sache hier abzukürzen, stand ich neulich auf dem Rückweg von meiner Streaming-Bücherei in der U-Bahn am Halleschen Toooooor. Ich wollte jetzt doch endlich mal wissen, ob der Typ in Zur Sache, Schätzchen tatsächlich „der schlaffe Harry“ hieß oder nicht. Und was das für ein Pullover war, den der immer anhatte. Der so dermaßen kratzte, dass er kurz seinen Kopf anhebt – dann aber sofort wieder so schlapp wird, dass er in sich zusammensinkt. +++ Okay. +++ Im Augenwinkel fiel mein Blick auf den Bildschirm – Berliner Fenster nennt sich das offiziell, eine Art Kurzmeldungs- und Werbeplattform. Jedenfalls, ich dachte, ich fasse es nicht. Wissen Sie, welches Buch sie in diesem Moment da gerade „besprachen“, das Cover erinnerte auf den ersten Blick an Emil und die Detektive von Erich Kästner? Der Roman hieß ganz ohne Quatsch Hotel 3 Jahreszeiten von – da müsste ich kurz mal googeln: Hotel Drei Jahreszeiten von Stefan Gärtner im Droschl-Verlag. Dreht sich anscheinend um eine Buchhändlerin und spielt in Hannover. +++ Um nochmal darauf zurückzukommen: Zur Sache, Schätzchen hat uns damals alle vom Hocker gehauen, intellektuell haben wir aus der Wäsche geschaut – Top 10 der irgendwie größten unerwarteten Überraschungen unseres noch jungen Lebens!

 

 

Überschrift inspired by: Go for it, Baby – englischer Titel von Zur Sache, Schätzchen für den US-amerikanischen Markt

Überschrift also inspired by: „Eine rundum burleske und sympathische Geschichte“ (Evangelischer Filmbeobachter über Zur Sache, Schätzchen)

Lyrics: Teenage Wildlife © David Bowie, 1980

Zur Sache, Schätzchen (Komödie mit Werner Enke, Uschi Glas, Henry van Lyck u.a.) © May Spils (Regie), D 1968

Unterm Dirndl wird gejodelt (Softsexfilmkomödie mit Konstantin Wecker u.a.) © Alois Brummer (Drehbuch, Regie), D 1973

Postcard © Blue Bamboo, ca. 1985

Bermudadreieck | radioeins | FM 95,8 MHz (Berlin und Potsdam) | montags bis freitags | 05:40 Uhr

Hotel Drei Jahreszeiten (Roman) © Stefan Gärtner/Droschl-Verlag, 2026

Emil und die Detektive (Kinderroman mit dem Umschlagillustration von Walter Trier) © Erich Kästner, 1929

Eisack Haayes / Gentleman of the Year.

 

Fiktive Postkarten / Fiktives Vinyl: Genosse Stalin grüßt Heimberg © Kai Heimberg, 2018 (Foto) / Kai von Kröcher, 2022/2026 (Gestaltung)

 

„Wenn Sie jemals in Des Moines sind – schicken Sie mir bitte keine Karte!“ +++ Okay. +++ Um es zur Abwechslung mal kurz zu machen: Wir saßen nie gemeinsam in einer U-Bahn, glaube ich. Haben dafür, unter Schweinen, eine der heißesten Tassen Kaffee dieser Welt miteinander getrunken. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Gentleman of the Year – alles Gute, Kai Heimberg! +++ Am selben Tag Geburtstag wie Marilyn Monroe – das muss man auch erstmal bringen! +++ … and if Rick Maschke is six then you are seven!

 

Überschrift inspired by: Theme From Shaft © Isaac Hayes, 1971 

Überschrift also inspired by: Gentleman of the Year © Beatsteakes, 2014

Filmzitat: Frances McDormand als Mrs. Pell in: Mississippi Burning – Die Wurzel des Hasses

Mississippi Burning (Südstaatendrama mit Gene Hackman, Willem Dafoe u.a.) © Alan Parker (Regie), USA 1988

Des Moines (Hauptstadt des US-amerikanischen Bundesstaates Iowa, 214.133 Einwohner)

If Then Now – Bildband mit und über künstliche(r) Intelligenz © Ulla Selmer & Kai Heimberg, 2024

Monkey Gone to Heaven © Pixies, 1989

Marilyn Monroe (* 1. Juni 1926 in Los Angeles; † 4. August 1962 in Brentwood, Los Angeles), US-amerikanische Schauspielerin, Filmproduzentin und Fotomodell 

Memento meno / Das Bildnis der Amalie Zuckerkandl.

Fiktive Postkarten: Berlin Skyline (Warschauer Brücke) © Kai von Kröcher, 2026

 

Dein Arzt hat gesagt es ist okay, aber alles tut weh. +++ Nee, das seien dann wohl die Wechseljahre, hatte die Ärztin gemeint. Mit einem Augenzwinkern, weil ich doch immer so müde bin – dann aber doch irgendwie ernst gemeint. +++ Komisch, von Bosse gibt es ja ein paar Lieder, die finde ich ziemlich gut. Und dann eine gar nicht so unerhebliche Anzahl, die sind fast schon zum Fremdschämen. +++ Denken Sie eigentlich manchmal über das Leben nach? Die Jelbi-Mobilitätsstation, zum Beispiel? Ich für mein‘ Teil denke oft an Ulf Poschardt. +++ Okay, letztes Namedropping für heute: Grüße gehen raus an den Fotografen, Kupferstecher und jungschen Hund Carsten Klindt – picture this, Carsten Klindt! +++ Die Ansichtskarte (oben) heute mal ohne den obligatorischen weißen Rand – ist legitim! Üblicherweise führt mich der Schulweg von Kreuzberg nach Friedrichshain früh morgens mit meinem Sohn immer hier über die Brücke. Vielleicht liegt die Müdigkeit einfach auch daran, dass ich jetzt immer in grauer Vorzeit aufstehen muss. +++ Demnächst übrigens werde ich mal eine Frage an die Schwarm-Intelligenz da draußen hier posten – nur, dass es Sie nicht kalt erwischt!

 

Überschrift inspired by: Don’t Fear the Reaper © Blue Oyster Cult, 1976

Überschrift also inspired by: Bildnis der Amalie Zuckerkandl (Gemälde, unvollendet) © Gustav Klimt, ca. 1914

Lyrics: 3 Millionen © Bosse, 2009

Warschau, die Stadt © Fee Reega, 2014

Ulf Poschardt (* 25. März 1967 in Nürnberg), dt. Punk und Journalist

Picture This © Blondie, 1978