Alpina Weiß / Schau in den Lauf, Hase.

Fiktives Vinyl: Eloise Golodkowski – Ich habe so vieles geahnt © Kai von Kröcher, 2013/2022

 

Ein kleines Zeichen auf deinem Handgelenk, dein neues Tattoo: Bitte sag mir, dass da nicht Carpe Diem steht. +++ Ich könnte jetzt googeln, aber es gibt doch, wenn man da unten von Karlsbad reinkommt. Thüringen oder Sachsen. Da gibt es doch einen Ort, der ist nach dem Kosmonauten Jähn benannt, Sigmund Jähn – war das nicht Jänschwalde? +++ Und wo wir gerade schon dabei sind: Was ist eigentlich aus meiner Anregung geworden, Bolsonaro einen Lauf in den Rachen zu drücken? Man sollte das Thema nicht auf die lange Bank schieben, ich sag es ja nur. +++ Zur Sicherheit habe ich die Sache jetzt mal gegoogelt, ich muss da wohl etwas durcheinandergebracht haben: Zwar gibt es (natürlich) einen Ort, in dem Sigmund Jähn zur Welt gekommen ist – aber anscheinend doch keinen, der nach ihm benannt ist. In einigen Gemeinden ist Jähn wenigstens Ehrenbürger; Straßen, Schulen und sogar Schiffe sind nach ihm benannt. Es war in der DDR damals übrigens von den Medien nicht darüber berichtet worden, dass Jähn kurz vor dem Start seines Raumfluges ein Enkel geboren war: Die Großvaterrolle habe nicht zu dem Image des verwegenen Weltraumhelden gepasst, heißt es bei Wikipedia. +++ Wahrscheinlich ist es für Sie jetzt ein Schock, aber die Musikgruppen und Stars auf den fiktiven Schallplattenhüllen sind alle ausgedacht, das heißt, es gibt sie in Wirklichkeit nicht. Deshalb trägt die Serie den Titel Fiktives Vinyl – „fiktiv“ nämlich in etwa bedeutet so viel wie „das stimmt nicht“.

 

Überschrift inspired by/Lyrics: Alpina Weiß © SIND, 2017

Überschrift also inspired by: Schau in den Lauf, Hase © Die Höchste Eisenbahn, 2013

Sigmund Jähn (* 13. Februar 1937 in Morgenröthe-Rautenkranz; † 21. Septemberg 2019 in Strausberg), erster Deutscher im Weltall

Eloise © Barry Ryan, 1968

Karlovy Vary (deutsch: Karlsbad), Kurort im Westen der Tschechoslowakei

Jair Messias Bolsonaro (* 21. März 1955 in Glicério/São Paulo), Präsident Brasiliens

Königsmord / Yaşasin, I’m not a moody guy.

Fiktives Vinyl: Assassination – X (4AD) © Kai von Kröcher, 2015/2021

 

We came from the farmlands to live in this city, we walked proud and lustful. +++ Meine Frau Baerbock jetzt mal hin oder her – was ist eigentlich aus meinem Denkanstoß geworden, sich einmal mit der Idee einer Tötung des brasilianischen Quasidiktators Bolsonaro intensiv anzufreunden? Das BKA hat sich auch immer noch nicht gemeldet, man nimmt mich anscheinend nicht ernst. +++ Der britische Rockmusiker David Bowie, und das wissen Sie: Bowie hatte 1979 das finale Album seiner sogenannten Berlin-Trilogie herausgebracht, Lodger nämlich, da wohnte er schon am Genfersee irgendwo. Spielt aber auch keine Rolle, den Song Yassassin jedenfalls hatte er noch in Berlin über die dortigen türkischen Gastarbeiter geschrieben. Okay, sagt man nicht mehr – aber den Titel (Yassassin/Anm.d.Red.) soll er der Legende nach jedenfalls ständig auf irgendwelche Hauswände geschmiert gesehen haben. +++ David Bowie – ein Begriff?! +++ Auf jeden Fall hatte damals direkt irgendein Spitzfindiger festgestellt, ‚Yassassin‘ schreibe man nur mit einfachen Essen. Also nicht mit zwei Doppel-S, meine ich. Der britische Rockmusiker war da anscheinend aber ein bisschen so drauf wie Adenauer einst – er meinte nur, was kümmere ihn sein Geschwätz von gestern. +++ Auf dem Cover von Lodger irgendwo findet sich auch der handgeschriebene (?) Hinweis, Yassassin heiße auf Türkisch so viel wie ‚Long Life‘. +++ ‚Long Kowie‘ fände ich auch gut – kleiner Insider-Joke! +++ Yaşasin jedenfalls habe ich jetzt einfach mal in den Google Translator eingetippt – und sehen Sie selbst! +++ Auf den englischen Ausdruck ‚Assassination‘ übrigens war ich zufällig im Internet gestoßen, ging um das Attentat auf Reinhard Heydrich: Assassination bedeutet anscheinend in etwa so viel wie die Ermordung Prominenter, prominenter Politiker, Staatsoberhäupter und so in der Art – ham wa im Deutschen nich, oder lüjick? +++ Falls Sie Google Translate und generell Google völlig zu Recht boykotieren: die Übersetzung von Yaşasin hier wäre ‚Daumen hoch!‘

 

Überschrift inspired by: Assassination – X (4AD) © Kai von Kröcher, 2015/2021

Überschrift also inspired by / Lyrics : Yassassin © David Bowie, 1979

Jair Messias Bolsonaro (* 21. März 1955 in Braunschweig), rechtsextremer, frauenfeindlicher, homophober, korrupter, rassistischer, antiwissenschaftlicher, klimazerstörender Präsident Brasiliens

Konrad Hermann Joseph Adenauer (*. 5. Januar 1876 in Köln am Rhein; † 19. April 1967 in Rhöndorf), dt. Bundeskanzler

Reinhard Tristan Eugen Heydrich (* 7. März 1904 in Halle an der Saale; † 4. Juni 1942 in Prag), SS-Obergruppenführer und neben u.a. Hauptorganisator des Holocausts

Roddy Frame / Race for the Prize.

Vom Feeling her more than a feeling: Aliens incognito, S-Bhf. Friedrich-Merz-Stiftung (No. 3691) © Kai von Kröcher, 2019

Vom Feeling her more than a feeling: Aliens incognito, S-Bhf. Friedrich-Merz-Stiftung (No. 3691) © Kai von Kröcher, 2019

Vom Feeling her more than a feeling: Aliens incognito, S-Bhf. Friedrich-Merz-Stiftung (No. 3691) © Kai von Kröcher, 2019

Vom Feeling her more than a feeling: Aliens incognito, S-Bhf. Friedrich-Merz-Stiftung (No. 3691) © Kai von Kröcher, 2019

Vom Feeling her more than a feeling: Aliens incognito, S-Bhf. Friedrich-Merz-Stiftung (No. 3691) © Kai von Kröcher, 2019

 

Yesterday I heard you say, everything will sort itself if I get to L.A. +++ Wie ungefähr sagte Nick Hornby in, ich glaube, High Fidelity? „In Bruce-Springsteen-Songs hast du immer ganz genau zwei Möglichkeiten: Entweder du haust ab aus deiner Kleinstadt, um dann irgendwo zu verbrennen – oder du bleibst dort und versauerst.“ +++ Man muss vielleicht nicht gleich allem den Rücken kehren – vielleicht macht es einfach auch schon der richtige Rahmen. +++ Ich habe es mir endgültig abgewöhnt, Diktatoren zu beurteilen – aber wie steht es denn eigentlich mit meinem Aufruf, Bolsonaro zu töten?! +++ Ein tropfender Wasserhahn raubt einem den Nerv, aber das mit den farbigen Rahmen könnte das ganz große Ding sein. +++ Kennt von Ihnen da draußen zufällig einer Nagano? +++ Mit diesem Brüller zum Schluss verabschiede ich mich und sage bye, bye.

 

Überschrift inspired by: Roddy Frame (* 29. Januar 1964), schottischer Singer/Songwriter, Gründer von Aztec Camera

Überschrift also inspired by: Race for the Prize © Flaming Lips, 1999

Bildunterschriften inspired by: More Than a Feeling © Boston, 1976

Bildunterschriften also inspired by: Friedrich Merz (* 11. Novemberg 1955 in Brilon, Sauerland), dt. Lobbyist und Politiker

Lyrics: Super Sad Generation © Arlo Parks, 2019

High Fidelity (Roman) © Nick Hornby, 1995

Hungry Hearts © Bruce Springsteen, 1980

Jair Messias Bolsonaro (* 21. März 1955 in Glicério, Bundesstaat São Paulo), brasilianischer Politiker 

Kent Nagano (* 22. November 1951 in Berkeley, Kalifornien), US-amerikanischer Dirigent

Irene Wilde © Ian Hunter, 1976

When the wild wave comes and we’re swept away / Polar Horses stellen keine Fragen.

Geborgenheit ist auch immer nur ein Gefühl: Messe-Nord © Kai von Kröcher, 2020*

 

There’s a way that you don’t ever have to be a lunatic or an error or a prisoner of your terror. +++ Viel Message hier heute, Message-Nord. +++ Bevor man Bolsonaro die Schusswaffe in den Hals schiebt. Damit das am Ende nicht eine komplett bierernste Geschichte wird, sozusagen. Derjenige welcher jedenfalls könnte zum Beispiel sagen: „Lutsch mal hier dran!“

 

Überschrift inspired by / Lyrics: The Violent Sun © Everything Everything, 2020

Überschrift also inspired by: Polar Bear © Man Behind Tree, 2015

*) unter Verwendung eines Textzitats des Songs Yard of Blonde Girls, geschrieben von Audrey Clark, Lori Kramer und Inger Lorre, 1998 posthum veröffentlicht in einer Version von Jeff Buckley auf dem Album Sketches For My Sweetheart the Drunk

Yard of Blonde Girls © Jeff Buckley, 1998 (Cover)

 

Camargue Avenue / Shadows of Brilliant Things.

Café Moskau: In der Popularmusik spielte Karl Marx, soweit ich weiß, keine entscheidende Rolle © Kai von Kröcher, 2020

 

She realised she’d never ride through Paris in a sports car with the warm wind in her hair. +++ Aus politischen Banalitäten halte ich mich ja am liebsten heraus. Aber ich lag heute früh, das muss ich Ihnen erzählen. Da lag ich um 6:24 Uhr knallwach im Bett, draußen setzten die Hundstage bereits wieder zum Sprung an. Rekordverdächtig schlecht geträumt hatte ich. In meinem Alptraum war ich irgendwie Bolsonaro begegnet. Das muss so furchtbar gewesen sein, dass ich mich an nichts weiter erinnern kann – periodische Amnesie sagt man dazu. Wie gelähmt lag ich wach. Ich dachte, was für eine Lüge: Da führen wir heute den herzensreinen, lieben Otto in seine Naturkita Löwenzahn ein und gaukeln ihm eine sorglose Welt vor. THERE IS A HAPPY LAND WHERE ONLY CHILDREN LIVE, und so weiter. Und gleichzeitig schauen wir seelenruhig zu, wie ein einzelnes egomanisches Nazischwein unserer aller Lebensgrundlage und so weiter. Oder dealen mit dieser menschlichen Ratte auch noch überflüssige Handelsabkommen aus. Der Planet geht meiner Meinung nach unrettbar den Bach hinunter. In spätestens achtzig Jahren ist hier alles im Eimer, und keine Sau unternimmt heute etwas. Man muss ihn ja nicht gerade nackt an den Eiern durchs Dorf schleifen. +++ Man könnte die GSG9 schicken und ihm einfach das Hirn aus dem Kopf blasen. +++ Das wäre ernsthaft mein Vorschlag! +++ Die „Einschulung“ heute war toll. Super Kita! Otto bekam zur Begrüßung zwar gleich einen aufs Maul, nein: Feuertaufe bestanden – er wurde am Anfang nur einmal zu Boden geschubst und brach vor Schreck kurz in Tränen aus. Dann aber mischte er sich unter seine neuen Kumpanen und ward eine Zeitlang nicht mehr gesehen. +++ Achtung: Karl-Marx-Straße nicht mit Allee verwechseln!

 

Überschrift inspired by: Franz Marc (* 8. Februar 1880 in München; † 4. März 1916 gefallen bei Verdun)

Überschrift also inspired by: Hunter and the Hunted © Simple Minds, 1982

Lyrics: The Ballad of Lucy Jordan © Marianne Faithful, 1979

There Is A Happy Land © David Bowie, 1967

Sie blöde Sau / … und die Brandstifter.

Berliner Verlag: Rückansicht mit Treppenhaus © Kai von Kröcher, 2020

 

Rolling numbers, rock and rollin‘, got my KISS records out. +++ Als ich da Montagabend jedenfalls unter den Bäumen vorm Eastgate Einkaufszentrum am Rande Marzahns gedankenverloren herumsaß – ich habe Ihnen das mit der Musik und dem Hören ja versucht zu erklären: Jedenfalls kam mir I Want You to Want Me von Cheap Trick in den Sinn – und dass ich jahrelang auf den Song reingefallen war. Ein billiger Hütchenspielertrick, sozusagen. Nämlich hatte ich früher immer geglaubt, tonal bewege das Stück sich von Anfang bis Ende immer weiter nach unten. Eine Endlosspirale, und ich seinerzeit hatte mich immer gefragt, wie lang wohl die Basssaiten von denen sein müssen. +++ Dreiundzwanzig Jahre ist das jetzt übrigens her, dass ich da auf dem Foto oben damals gearbeitet hab: Berliner Verlag, die Fotoredaktion dürfte im dreizehnten Stock gewesen sein. Mit den Kollegen jedenfalls hing man immer mal wieder im Treppenhaus ab, das ist eine der wenigen Erinnerungen daran. Und viele der älteren Mitarbeiter wohnten Allee der Kosmonauten. +++ Neulich im bildungsbürgerlichen Nachtprogramm lief Fitzcarraldo. Als Spätgebärender war ich leider schon fix und alle, und nach zwanzig Minuten ging ich ins Bett. Was ich mich als konsumkritischer Mensch aber gefragt habe: Wie hätte Kinski zum Beispiel den brasilianischen Präsidenten begrüßt, wäre der ihm damals im Dschungel begegnet? +++ Die Allee der Kosmonauten waren ja nicht nur eine christliche Band – sie führt einen letztendlich auch nach Marzahn. Und da schließt sich der Kreis: Ich hatte den vorigen Post nämlich gerade gepostet, da lief kurze Zeit später im Hintergrund hier in der Küche das Radio. Eine Moderatorin, deren Name mir neu war, kündigte an: kommenden Sonntag den ganzen Tag lang die 100 besten Songs der 70er Jahre. Sie meinte, einer der Songs, die ganz knapp an der Hundertermarke vorbeigeschrammt seien, wäre I Want You to Want Me auf Platz 106, und dann wälzte sie noch ein bisschen was zu der Historie dazu aus. Da kam ich mir vor wie ein Scharlatan – falls Sie verstehen, warum.

 

Überschrift inspired by: Mein liebster Feind (Dokumentarfilm) © Werner Herzog (Drehbuch/Regie), UK/D/FIN/USA 1999

Überschrift also inspired by: Biedermann und die Brandstifter (Drama) © Max Frisch, 1948

Lyrics: Surrender © Cheap Trick, 1978

Klaus Kinski (* 1926 in Zoppot/Danzig; † 1991 in Lagunitas/Kalifornien, USA)

Suspicious Mind / Quadrophenia.

Beliebte Einkaufsmeile der Jugend: Berlin-Mitte am Fuße des Forum-Hotels © Kai von Kröcher, 2020

 

I’ll get home early from work if you say that you love me. +++ Gestern, am späteren Vorabend, hatte ich mich für ein halbes Stündchen auf eine der Bänke neben dem Eastgate Einkaufszentrum gesetzt. Warum, werden Sie fragen – das Eastgate Einkaufszentrum liegt neben der Bundesstraße 158 am Rande Marzahns, und frühestens auf den zweiten Blick weiht es einen in das Geheimnis seiner Schönheit ein. +++ Ich hatte mich also unter die jungen Bäume mit Blick auf den Busbahnhof platziert, ganz unverbindlich wollte ich etwas herausfinden: Anscheinend aber werde ich nicht beschattet – oder aber Bolsonaro hatte die Creme seiner besten Leute geschickt, die ich der Reihe nach für Bürger Marzahns, Passanten, Besucher des Eastgate Einkaufszentrums oder für Kinder zu halten glaubte. +++ Ich wog mich also in Sicherheit und tat genau das, was nur wenige Marionetten in diesem Land tun: Ich dachte nach. Ich dachte nach über meinen Sohn Otto und seine Begeisterung für Bagger. Was so nicht ganz stimmt, doch dafür müsste ich etwas ausholen. +++ Schon in seinen Säuglingstagen hatte ich oft den Kinderwagen zwischendurch einfach mal angehalten und Otto die Pflanzen am Rande des Gehwegs befühlen lassen. Und so weiter und so fort, das übliche Blabla: Ich wollte mit ihm an der Hand nicht durch die Welt hetzen – ich habe immer versucht, seinen Blick für die Dinge zu schärfen. Und heute – stellen Sie sich zum Beispiel die Abenddämmerung vor, da erkennt er auf dreihundert Meter Entfernung einen Bagger im Nebel, wie er die Zähne seiner Baggerschaufel hinter einem verrosteten Bauzaun hervorlugen lässt. Er zeigt dann ins vermeintliche Nichts und triumphiert: „Da!“ – und ratlos steht man lange Zeit auf dem Schlauch und so weiter. +++ Das Foto heute gefällt mir ausgesprochen gut: die Stadt auf dem Bild würde ich gern mal bereisen. +++ Jedenfalls saß ich so da vor dem Eastgate und vom Hundertsten kam ich langsam ins Tausendste. Ich dachte darüber nach, ich war früher auch immer ein Adlerauge gewesen. Doch langsam werden die Augen jetzt immer schlechter. Was für einen Fotografen nicht zwingend von Nachteil sein muss. Über so etwas dachte ich jedenfalls nach. Und dass ich immer extremstens gut hören konnte – der interessanteste Ansatz hier vor dem Eastgate: Mein Gehör nämlich ist wahnsinnig gut, wenn es um Alltagsgeräusche geht. Was aber das musikalische Hören betrifft, sind meine Ohren – ein brillantes Bild fiel mir ein, wissenschaftlich außerordentlich relevant: Musikalisch betrachtet laufe ich nach Einbruch der Dunkelheit mit einer Sonnenbrille herum und versuche, die Landschaft um mich herum zu beschreiben. +++ Was auch immer Sie jetzt mit dieser Information anfangen werden – ich fand den Gedanken sehr wichtig…

 

Überschrift inspired by: Quadrophenia – Spielfilm nach dem gleichnamigen Konzeptalbum der Rockgruppe © The Who, 1973 bzw. 1979

Überschrift also inspired by: Suspicious Minds © Elvis Presley, 1969

Lyrics: I Want You to Want Me © Cheap Trick, 1977

Eastgate | Marzahner Promenade 1A | 12679 Berlin

 

 

Leipziger Tropfen / Ist das hier das Endspiel von Rio.

Good Luck: Karl-Marx-Allee mit Kino International* und Strausberger Platz © Kai von Kröcher, 2020

 

On a clear day you can see West L.A., even downtown. +++ Haben Sie Günther Fischer auch immer mit Hans Zimmer verwechselt? Merkwürdig, oder? +++ Was mir neulich beim Corona-Spaziergang auch so durch den Kopf ging: Wo sind eigentlich die alten Straßenlaternen geblieben? +++ Das Bild heute, es sieht ein bisschen „photogeshopped“ aus – keine Ahnung, warum. Das Bild jedenfalls, ich möchte es meinem Sohn widmen: Otto scheint mir der weltgrößte Fan jener Spezies Bagger** zu sein. +++ Christoph Kramer hatte ich neulich in einem Spot irgendwo gesehen. Das hat mich gefreut. Prominente erinnern daran, dass die Erde brennt. Würde ich hier auch gerne noch einmal drauf hinweisen. Auch wenn Sie jetzt vielleicht spötteln, dass das nichts bringt…

 

Überschrift inspired by: Leipziger Tropfen – Straßenleuchte, zweilampig © VEB Leuchtenbau Leipzig, ca. 1960er

Überschrift also inspired by: Christoph Kramer (Borussia Mönchengladbach, nach seiner Gehirnerschütterung im WM-Endspiel 2014 zum Schiedsrichter)

Lyrics: Celebrate © Anderson .Paak, 2016

Ennio Morricone (* 10. November 1928 in Rom; † 6. Juli 2020 in Rom), Komponist

 

*außerhalb des Bildrandes, links

**hier: Radlader

The Long and Winding Road / Was Sie über Salzgitter zu wissen wagten.

Corona Days © Kai von Kröcher, 2020

Corona Days © Kai von Kröcher, 2020

Corona Days © Kai von Kröcher, 2020

Corona Days © Kai von Kröcher, 2020

Corona Days © Kai von Kröcher, 2020

Corona Days © Kai von Kröcher, 2020

Corona Days © Kai von Kröcher, 2020

Corona Days © Kai von Kröcher, 2020

Corona Days © Kai von Kröcher, 2020

Corona Days © Kai von Kröcher, 2020

Corona Days © Kai von Kröcher, 2020

 

Who killed that bird out on your window sill. +++ Schon wieder ein neuer Killersong von Tati und Cécile: These Are the Days. Was genau bringt dieses französische Flair in den Song – ist es die Sängerin? +++ Auf mehrfachen Wunsch bin ich neulich auf den Link zu Waslawska gestoßen, einem Filmklassiker, den man sich in Lockdown-Zeiten gerne noch einmal ansehen darf: Hier bitte klicken! +++ Im Regierungsviertel ist man ja eher nicht so oft unterwegs, geschäftliche Gründe hatten mich dorthin verschlagen. +++ Als interessierter Laie würde ich sagen, ihren Tiefpunkt hatte die hiesige Architektur in den 80er- und 90er-Jahren erreicht – ich kann mich gerne aber auch irren. +++ Der rechte Teil unserer Überschrift heute stammt aus einem Film, den ich neulich im Traum mir im Fernsehen ansah. +++ Samstag, zum frühen Abendspaziergang, flogen zwei Fischreiher, parallel der Oranienstraße folgend, in ausreichender Flughöhe der untergehenden Sonne entgegen. +++ Jetzt müsste nur endlich einer noch Bolsonaro hinrichten, dann wäre ich erstmal zufrieden…

 

Überschrift inspired by: The Long and Winding Road © The Beatles, 1969

Überschrift also inspired by: Salzgitter, niedersächsische Großstadt im nördlichen Harzvorland

Lyrics: Remedy © The Black Crowes, 1992

These Are The Days © Graf Tati & Cécile Dupaquier, 2020

Waslawska © Ralph Meiling (Drehbuch/Regie), D/F 1999/2008

Jair Bolsonaro (* 1955 in Glicério, Bundesstaat Saõ Paolo), brasilianischer Faschist

Riders on the Storm / Ihr seid solche Fucker for Future.

Die Flut – Rostock, Hafen © Kai von Kröcher, 2002

Die Flut – Rostock, Hafen © Kai von Kröcher, 2002

Die Flut – Rostock, Hafen © Kai von Kröcher, 2002

Die Flut – Rostock, Hafen © Kai von Kröcher, 2002

Die Flut – Rostock, Hafen © Kai von Kröcher, 2002

 

Oh, is that concrete all around – or is it just in my head. +++ Das mit den Türen ging mir neulich noch mal durch den Kopf: das kam mir dann vielleicht doch etwas dick aufgetragen vor. +++ War ja lange recht ruhig hier, deshalb die Frage: Warum tut Greta nichts gegen den Regenwald – ist ihr das mit der Umwelt nicht wirklich wichtig? Sie soll ja auch immer in einen Eimer „gemacht“ haben auf ihrer Yacht, und den dann einfach ins Meer gekippt! +++ Die Fotos (oben) fielen mir gerade so in die Hände, der Hafen von Rostock im Jahr 2002 – passen ja irgendwie. +++ Okay, gestern fuhr ich spontan raus nach Köpenick, besser gesagt: Friedrichshagen. In die S-Bahn gesetzt, Landschaft vorbeifliegen lassen, ausgestiegen. Gegenüber vom S-Bahnhof gab es direkt eine Sports-Bar, die sah aber aus wie ein Döner-Imbiss. Ein ganzes Stück weiter, vor einer bürgerlich wirkenden Kneipe – da dröhnte aus hunderten Kehlen gerade der Torschrei aufs Trottoir. Nette Männer wiesen mir einen Stuhl zu, der Wirt hielt fragend ein fertig gezapftes Bier in die Höh‘, eine zierliche Kellnerin verteilte Schnapsgläser auf alle Tische – Lokalrunde Berliner Luft aufs Haus, obwohl ich beim 1:0 noch gar nicht anwesend gewesen war: Hoffentlich würde Union nicht zu viele Tore schießen, ging es mir durch den Kopf. Beim 2:1 klatschte mich der kräftigste Mann der Bölschestraße lässig ab, beim 3:1 hielt ein Großvater seiner Enkelin einmal, einer Greta-Thunberg-Erscheinung voller kindlicher Anmut. Der hielt er einmal schützend die Hand vor die Augen, während er mit der anderen Hand an seinem Bier nippte. Neugierig drehte ich mich um, konnte aber nichts Anstößiges entdecken, was sich da in meinem Rücken abgespielt hätte. Vielleicht hatte ich Trauben gereckter Heil-Hitler-Grüße befürchtet, wurde aber bitter enttäuscht. +++ Der „Schiri“ ließ sieben Minuten nachspielen, draußen war es inzwischen dunkel geworden – und immer noch ganz schön warm.

 

Überschrift inspired by: Riders on the Storm © The Doors, 1971

Überschrift also inspired by: Fridays for Future © Skolstrejk för klimatet/Greta Thunberg, 2018/19

Lyrics: All the Young Dudes © Mott the Hoople, 1972

1. FC Union Berlin – Borussia Dortmund 3:1

Bar Josef Heinrich | Bölschestraße 11 | Berlin-Friedrichshagen

Björn „the Hörn“ Höcke (* 1972 in Lünen/NRW)

Artists for Future, 2019