Blackberry Way / Absolutely pouring down with rain / It’s a terrible day. +++ „Vor einer schicksalhaften Richtungsentscheidung dürfte der Künstler Blablabla stehen: Setzt er den kürzlich erst eingeschlagenen, unbequemen Weg der bitterbösen Konsum- und Wachstumskritik in seinen Fotografien fort, oder kehrt er heim zum urbanen Wohlfühldekoratismus – ein Rückzug in furchtsame Selbstironie wird da in künstlerischer Hinsicht eine Lösung nicht sein.“
Well, I stumbled into Washington Square just as the sun began to rise and I walked across the lawn to the cathedral. +++ „Der Künstler Blablabla in seiner Konsum- und Wachstumskritik entlarvt eine Welt, die er selbst nicht (mehr) versteht.“ +++ Vor ein paar Tagen fragte ich Otto, ob er mal was vom dicken Walfisch gehört hat: Nee, meinte er, der sei wohl irgendwie untergetaucht – den Humor hat er vom Vater! +++ Gestern am späteren Abend lief zufällig Theo gegen den Rest der Welt im Fernsehen. Oder besser gesagt, zufällig hatte ich zum Abschalten den Apparat eingeschaltet, als ich nach Hause kam. Komisch, dachte ich so: Komisch, wie öde Marius Müller-Westernhagen doch irgendwie immer als Sänger gewesen ist – und wie sehr ich ihn in seinen Filmen mochte. +++ Okay. +++ Das mit dem Jugendamt letztens übrigens, das war nur ein Scherz: Die Frau dort kannte mich zwar aus dem Club, das Jugendamt selbst allerdings nimmt einem nur im ZDF-Fernsehfilm der Woche immer die Kinder weg, keine Angst – in Wirklichkeit nämlich sind die alle in Ordnung! +++ Eigentlich müssten sie demnach beim In-Ordnungsamt arbeiten. +++ „Der Künstler Blablabla verkleidet sich als Tourist und geht an Orte, an denen es wehtut – er tut das im Geiste nackt.“ +++ Das Stilmittel des durchgestrichenen Textes übrigens benutzt Daniel Wisser in seiner Bergkönigin auch ziemlich oft, das fällt mir grad brühwarm siedend heiß ein. +++ Die Bilder heute sind als Studie sozusagen gedacht, Leben heißt Veränderung…
Wenn ich ihn auf der Straße finde / Brüllt er, ich soll verschwinden. +++ Durch Zufall stieß ich heute früh auf die Insider-Info, Charles Bukowski sei in der rheinland-pfälzischen Kleinstadt Andernach geboren, und zwar unter den Vornamen Heinrich und Karl. Anders dann also als die gestern verstorbene Rosamunde Pilcher, die seltsamerweise Engländerin war, was ich tatsächlich bis eben nicht wusste. +++ Übrigens: „Der Künstler Blablabla hat ein fotografisches Konzept erarbeitet, das lässt ihn Bilder kombinieren, die inhaltlich, zeitlich oder formal nicht zusammengehören.“ +++ Haben Sie Bukowski auch immer mit Pilcher verwechselt? +++ Die Frau im Jugendamt, schreibt die Gewordene, die Frau im Jugendamt sagt, sie kenne mich aus dem Club: Dann wird sie uns Otto jetzt nicht mehr wegnehmen dürfen – Spaß muss sein! +++ Mein Korrekturprogramm kennt zwar Bukowski, aber nicht Pilcher. +++ Merkwürdig. +++ Übrigens ist Fee Reega in der Stadt, eine ganz tolle Person: Sie spielt ein paar Gigs, das kann ich nur allen empfehlen, die mit Fee Reega etwas anfangen können. +++ Guter Tipp. +++ Gerade sagt der Moderator im Radio, es habe die Nachricht vom Tode Rosamunde Pilchers gebraucht, ihm aufgehen zu lassen oder so, dass Rosamunde Pilcher keine Deutsche gewesen sei…
Der kleine Hasenspatz / spielt auf dem Rasenplatz. +++ Ich texte ja neuerdings Kinderlieder – und auch hier bahnt sich unmittelbar ein Durchbruch an. +++ Als ominöse Schicksalsentscheidung stellte sich blöderweise heraus, letzte Woche die Wohnung gründlich zu putzen – im Sommer, das erfuhr ich vorgestern am Telefon. Im Sommer heißt es hier: „Adieu, Fraenkelufer – nur die Wurst hat zwei!“ +++ Ich weiß, ich war wohl nicht immer nur fair zu Ihnen, habe Sie manchmal ‚Fucker‘ genannt and so on – falls nun aber zufälligerweise einer da draußen an den Internetgeräten etwas gehört hat von – muss ja nicht immer gleich Penthouse mit Schwimmingpool sein. Dunkle zwei Zimmer, gerne auch Tempelhof oder Grünau, tun es auch: Hinweise immer willkommen! +++ „PN“, wie es heute so schön immer heißt… +++ „Auf Vordermann bringen“ übrigens hat seinen – wie beinahe fast alles – hat seinen Ursprung beim Militär: dort richtet die Kompanie sich immer am Vordermann aus – Synchronizität einer Einheit, möchte man meinen. +++ Keine Ahnung, aber so wird es sein. +++ Zeitgenössische deutsche Fotografie erinnert mich oft an Tomte und Blumfeld, irgendwie Hamburger Schule – ich mach‘ ja jetzt mehr so in Ansichtskartenmotiven. +++ Der Luftkurort in der Ohlauer Straße übrigens hat eine Sauerstoffzufuhr bekommen – ersticken ist nun beinah unmöglich. Samstag, den 16. Februar, wird der Club vierzehn, da kann man die Probe aufs Exempel machen. An den Tellern: The Jackal aus ehemals Bristol, heute Berlin.
And these children that you spit on as they try to change their worlds. +++ Im Radio ist eine Hörerin dran, die ruft aus Braunschweig an: Draußen schneit es ein bisschen, sagt sie, und sie habe vergessen, die Windschutzscheibe abzudecken. +++ Okay. +++ Und dann löst sie alle drei Quizfragen der Lieblingswissenschaftssendung bei radioeins. +++ So sieht’s mal aus. +++ Okay, heute früh war ich aufgestanden mit dem Vorsatz, der Welt offiziell zu verkünden, ich würde das wirklich jetzt machen, das mit dem Durchbruch: Dass ich das Angebot annehme, auf dem Herbstspaziergang meines Lebens einfach frech auf die Erfolgsspur einzubiegen. +++ Jedenfalls, ich wollte weitere Bilder posten aus der recht provokanten Kinderwagen Walks-Serie, das wäre mir für den Moment jetzt aber viel zu viel Arbeit gewesen: Ich muss noch ein bisschen den Haushalt auf Vordermann bringen, am Nachmittag kommt Besuch – der Durchbruch läuft ja (hoffentlich!!!) nicht weg. +++ Stattdessen hier eine andere Arbeit, die sogenannte City Upper West: Ich „finde es spannend“, ausgelutschte Touristenmotive immer und immer wieder neu aufzulegen – vielleicht lässt der Durchbruch sich alternativ ja auch zweigleisig gestalten, da müsste man mal ein paar Kunsttypen fragen. +++ Die Elektronik-Performerin Lotis Tyr neulich schickte mir einen Link, die Counting Crows würden nach 25 Jahren nun endlich den Titelsong zu ihrem August and Everything After-Album nachliefern – das spannt uns beide nervös etwas an. +++ Ganz nebenbei, und das meine ich nun vollkommen ernst. Nebenbei habe ich „in den Medien“ zuletzt natürlich den Wirbel um die schwedische Greta verfolgt, und da muss ich ganz blauäugig sagen: Ich finde das super, was sie da macht – und wer da jetzt auch wieder dran herumzunörgeln weiß, der ist meiner Meinung nach ganz einfach doof. +++ Okay, BREAKING NEWS – immer langsam mit den jungen Pferden: Der Besuch für heute Nachmittag hat nun krankheitsbedingt leider abgesagt, dafür aber ist jetzt die Wohnung geputzt – und wieso sagt man da eigentlich old fashioned „auf Vordermann“ zu?
If I can’t have you I don’t want nobody, baby. +++ So ein Durchbruch auf den allerletzten Metern ist vom Feeling her eine ganz feine Sache – wie beim Fußball das entscheidende Tor in der 93. Minute. Aber muss es denn ausgerechnet die Serie mit dem Kinderwagen sein? +++ Was haben Sie denn gegen meine anderen Bilder, wie das heute (oben) zum Beispiel vom Holzmarkt?! +++ „Urlaubsfotografie“, nicht wirklich Ihr Ernst?! +++ In Zukunft schreibe ich meinen Namen mit drei Ö – man sieht sich im Leben immer zweimal…
We’ve come a long way, baby! You know, I hope and I pray that you believe me. +++ Noch vor seiner unmissverständlichen Absage einem möglichen Tempolimit gegenüber – würde man alle Bleifüßer im Land nun auch noch an die AfD verlieren, dann aber gute Nacht, liebes Deutschland! Nach meinem letzten Post neulich jedenfalls bekam ich einen Anruf von Steffen Seibert, dem Schabowski der Bundesregierung: Ich möge „die doch bitte nicht immer ‚die Weinkönigin‘ nennen“, die sei doch „sehr nett“, okay! +++ Was hat es mit dieser Überschrift heute auf sich? Gut, das war in den Achtzigerjahren, eine mittlere Sommeraffäre in einer mittleren Großstadt am Rande des dämmernden Zonenrands. Da musste ich neulich gerade dran denken, als mir der Schlafmangel Spätgebärender bleiern durch alle Blutbahnen kroch: Where Hides Sleep, ein Song von dem Album Alf der früheren Yazoo-Sängerin Alison Moyet. Das hörten wir in jenem Sommer oft, und ich hatte nicht weiter darüber nachgedacht – und mir Hides anfangs als eine Art Schafe vorgestellt, Heidschnucken vielleicht. Und der Song ginge wohl einfach nur darum, wo diese dann immer so schliefen. +++ Die mittlere Sommerromanze hat mich dafür dann irgendwann ausgelacht, haha. +++ Ach so, genau – ich hatte davon vor einiger Zeit ja schon groß rumgetönt: Ich hätte jetzt immer die Kamera dabei, wenn ich mit Otto im Kinderwagen umherfahre. Habe ich dann natürlich nie gemacht, hab ja noch andere Dinge zu tun. Gestern dann aber, … und unterwegs dachte ich so, mit so einem Scheiß hat man dann seinen Durchbruch: „Der Künstler Blablabla hat ein fotografisches Konzept entwickelt, da schiebt er im Kinderwagen seine persönliche Zukunft, verkörpert durch den stets unsichtbar bleibenden Sohn, an prosaische Orte und wirft damit Fragen auf zu unserem Selbstbild und unserem Leben.“ +++ Prosaische Orte, die sind das Gegenteil von lyrischen Orten – heute kein Füßchenspiel?
Where hides sleep, is she watching me. +++ Okay, die Pfälzer Weinkönigin, zum Abschluss der Grünen Woche versprach sie am gestrigen Nachmittage in Berlin vor Vertretern der bundesrepublikanischen Füßchen-Lobby. Das Füßchenaufessverbot jedenfalls soll noch in der laufenden Legislaturperiode gekippt werden. Im Dschungel der Politik drohe ich mich stets zu verlaufen, auf gut Deutsch also gesagt: ich verstehe immer nur Bahnhof. Doch dem Bundeskanzler Kohl dürfte der Gesetzesvorstoß, so es denn einer ist. Dem Kanzler Kohl jedenfalls dürfte das gut gefallen, der kann sich schon mal die Serviette in den Hemdkragen stecken. +++ Heute vor 74 Jahren befreiten „die Russen“ das Konzentrationslager Auschwitz, das darf man schon kurz mal erwähnen: Wie es dem Höcki wohl geht? +++ Die Bilder sind von gestern, für den Schnee war ich leider zu langsam.
I used to love caves stumble out into that pink sky. +++ Montag früh stand die Füßchenpolizei bei uns vor der Tür – ein Schreck in der Morgenstunde, das kann ich Ihnen aber sagen. Was war passiert: Bei Deko-Behrendt steht Helmut Kohl unter Verdacht, eine Der Papa vom kleinen Otto-Maske mitgehen lassen zu haben. Sagt man das so? Denunziert hat ihn Björn „Höcki“ Höcke, der probiert gerade ein Joseph Goebbels Kostüm für Arme an (12,99 €), als ihm der Bundeskanzler verdächtig vorkommt. Daraufhin nimmt die Füßchenpolizei die Ermittlungen auf und klingelt uns um halb zehn aus dem Bett. +++ Der AnnenMayKantereit-Typ hatte am Ende dann übrigens doch nicht bei uns – sondern bei Leuten gepennt, die er kennt. +++ Bei Theresa May nämlich, Drowning Street No. 10, Spaß muss sein! +++ Wenn die Posts hier neuerdings formal nicht zu Ende gefeilt scheinen: Wie gesagt, den Takt im Moment gibt zum Beispiel der Mittagsschlaf vor – beim ersten Hahnenschrei ist der Bloggertraum aus. +++ Muss es korrektererweise nicht heißen: „Joseph Goebbels für Arme“-Kostüm? Ergäbe schon irgendwie ein bisschen mehr Sinn. Goebbels übrigens war früher Schlagzeuger der Deutsch Amerikanischen Freundschaft, der hat ganz nebenbei auch das Internet erfunden, ein Kosmopolit durch und durch – deshalb schreibt er sich auch mit „oe“. +++ Das Foto heute ist ein eigentlich schiefgegangenes Experiment: Oranienstraße an einem Samstagnachmittag. +++ In der Oranienstraße hatte Höcki seinerzeit auch den Computer erfunden, im Hinterhof der Hausnummer 6 nämlich – naja, ist nicht ganz richtig, aber Spaß muss schon sein.
Überschrift inspired by Björn Höcke (* 1972 in Lünen)