Walking the Dead / … and then there were Three.

Tempelherrenstraße | Johanniterstraße © Kai von Kröcher, 2019
Hallesches Tor © Kai von Kröcher, 2019
Felix Mendelssohn Bartholdy | Adelbert von Chamisso © Kai von Kröcher, 2019
E.T.A. Hoffmann © Kai von Kröcher, 2019
Schokolade, Vanille, Haselnuss © Kai von Kröcher, 2019

Well, baby how the weeks fade / Baby, was the best part of your youth a sensation. +++ Sicher haben Sie sich manchmal gefragt, was wohl aus dem Bundeskanzler Helmut Kohl geworden sein mag. („Er wird doch nicht etwa …?!“) Dem Kohl geht es gut, nur irgendwann hatte er sich die Angelegenheit mit den Pfüßchen (und so dann letztlich auch das Ding mit dem Lustigen Füßchenspiel mit Otto und seinem Papa). Das hat er sich alles dann ein für alle Mal aus dem Kopf geschlagen – und dem Dicken Walfisch einen freundschaftlichen Klaps auf die Schulter verpasst: „Was ist, Schweinebacke – nimmst Du mich mit runter zum Wolfgangsee?!“ +++ Auf den Friedhöfen vorm Halleschen Tor, da liegt nicht nur mein Freund Adelbert von Chamisso beerdigt – auch Felix, Mendelssohn und Bartholdy wurden hier beigesetzt. Sieht man sich den Grabstein etwas genauer an, waren letztere ingesamt sogar fünf! +++ Gerade hatte ich gestern mein finales Foto geschossen, das Bild mit dem Eismatscher ganz unten. Da tauchte im Augenwinkel auch schon der schlechteste Special-Effects-Mann des Universums mit seinem beschissenen Drecksköter „Katinka“ auf. Wenn er mir jetzt wieder erzählt, dachte ich so: Wenn er mir jetzt wieder diesen uralten Käse erzählt, wie er vor dreihundert Jahren den Itschie-Bob fotografiert hat – den Itschie-Bob, Blondie und die Ramones. Wenn er mir den Scheiß noch einmal erzählt, dann ziehe ich ihm, dachte ich so: dann ziehe ich ihm endlich einmal meinen Fotoapparat über den Schädel!

Überschrift inspired by: Where Are We Now © David Bowie, 2013

Überschrift inspired by: … And Then There Were Three … © Genesis, 1978

Lyrics: Renée © Talk Talk, 1984

Mark Hollis (* 4. Januar 1955 in Tottenham, London; † Februar 2019)

Kinderwagen Walks / Where Hides sleep.

Kinderwagen Walks © Kai von Kröcher, 2019
Kinderwagen Walks © Kai von Kröcher, 2019
Kinderwagen Walks © Kai von Kröcher, 2019
Kinderwagen Walks © Kai von Kröcher, 2019
Kinderwagen Walks © Kai von Kröcher, 2019
Kinderwagen Walks © Kai von Kröcher, 2019
Kinderwagen Walks © Kai von Kröcher, 2019
Kinderwagen Walks © Kai von Kröcher, 2019
Kinderwagen Walks © Kai von Kröcher, 2019
Kinderwagen Walks © Kai von Kröcher, 2019

We’ve come a long way, baby! You know, I hope and I pray that you believe me. +++ Noch vor seiner unmissverständlichen Absage einem möglichen Tempolimit gegenüber – würde man alle Bleifüßer im Land nun auch noch an die AfD verlieren, dann aber gute Nacht, liebes Deutschland! Nach meinem letzten Post neulich jedenfalls bekam ich einen Anruf von Steffen Seibert, dem Schabowski der Bundesregierung: Ich möge „die doch bitte nicht immer ‚die Weinkönigin‘ nennen“, die sei doch „sehr nett“, okay! +++ Was hat es mit dieser Überschrift heute auf sich? Gut, das war in den Achtzigerjahren, eine mittlere Sommeraffäre in einer mittleren Großstadt am Rande des dämmernden Zonenrands. Da musste ich neulich gerade dran denken, als mir der Schlafmangel Spätgebärender bleiern durch alle Blutbahnen kroch: Where Hides Sleep, ein Song von dem Album Alf der früheren Yazoo-Sängerin Alison Moyet. Das hörten wir in jenem Sommer oft, und ich hatte nicht weiter darüber nachgedacht – und mir Hides anfangs als eine Art Schafe vorgestellt, Heidschnucken vielleicht. Und der Song ginge wohl einfach nur darum, wo diese dann immer so schliefen. +++ Die mittlere Sommerromanze hat mich dafür dann irgendwann ausgelacht, haha. +++ Ach so, genau – ich hatte davon vor einiger Zeit ja schon groß rumgetönt: Ich hätte jetzt immer die Kamera dabei, wenn ich mit Otto im Kinderwagen umherfahre. Habe ich dann natürlich nie gemacht, hab ja noch andere Dinge zu tun. Gestern dann aber, … und unterwegs dachte ich so, mit so einem Scheiß hat man dann seinen Durchbruch: „Der Künstler Blablabla hat ein fotografisches Konzept entwickelt, da schiebt er im Kinderwagen seine persönliche Zukunft, verkörpert durch den stets unsichtbar bleibenden Sohn, an prosaische Orte und wirft damit Fragen auf zu unserem Selbstbild und unserem Leben.“ +++ Prosaische Orte, die sind das Gegenteil von lyrischen Orten – heute kein Füßchenspiel?

Überschrift inspired by: Parisienne Walkways © Gary Moore, 1978

Überschrift also inspired by: Where Hides Sleep © Alison Moyet, 1984

Lyrics: You Are the Best Thing © Ray Lamontagne, 2008

Günter Schabowski (* 1929 in Anklam, † 2015 in Berlin)

Königin der Weinberge / Füßchenpolizei, SA, SS.

Pergamon © Kai von Kröcher, 2019
Pergamon © Kai von Kröcher, 2019
Pergamon © Kai von Kröcher, 2019
Pergamon © Kai von Kröcher, 2019
Pergamon © Kai von Kröcher, 2019
Pergamon © Kai von Kröcher, 2019

Where hides sleep, is she watching me. +++ Okay, die Pfälzer Weinkönigin, zum Abschluss der Grünen Woche versprach sie am gestrigen Nachmittage in Berlin vor Vertretern der bundesrepublikanischen Füßchen-Lobby. Das Füßchenaufessverbot jedenfalls soll noch in der laufenden Legislaturperiode gekippt werden. Im Dschungel der Politik drohe ich mich stets zu verlaufen, auf gut Deutsch also gesagt: ich verstehe immer nur Bahnhof. Doch dem Bundeskanzler Kohl dürfte der Gesetzesvorstoß, so es denn einer ist. Dem Kanzler Kohl jedenfalls dürfte das gut gefallen, der kann sich schon mal die Serviette in den Hemdkragen stecken. +++ Heute vor 74 Jahren befreiten „die Russen“ das Konzentrationslager Auschwitz, das darf man schon kurz mal erwähnen: Wie es dem Höcki wohl geht? +++ Die Bilder sind von gestern, für den Schnee war ich leider zu langsam.

 

 

Überschrift inspired by: Königin der Berge (Roman) © Daniel Wisser, 2018

Überschrift also inspired by: Polizei, SA, SS © Slime, 1979

Lyrics: Where Hides Sleep © Alison Moyet, 1984

Julia Klöckner (* 1972 in Bad Kreuznach)

Höcki (* 1972 in Lünen)

Bundeskanzler Kohl (* 1930 in Ludwigshafen am Rhein, † 2017 in Ludwigshafen am Rhein)