Junger Mann / Gunnar Schupelius 2.0

ALGARVE © KAI VON KRÖCHER, 2006

Wasting time, it’s cold outside, sitting in some kitchen doing lines. +++ Eigentlich wollte ich heute ziemlich viel herumfaseln, auch über das neue Buch von Wolf Haas – weil, sonst versteht man die Überschrift ja gar nicht. +++ Das Foto heute, das dürfte die alte Bassspielerlegende Franky sein, unter einer Autobahntrasse in Portugal: das wollte ich eh immer schon einmal posten – und Franky hat heute zufällig Geburtstag, genauso wie Laura Guidi: da könnte man einfach mal gratulieren! +++ Oder Werbung machen für Laura Guidis Debütalbum: KAUFEN SIE LAURA GUIDIS DEBÜTALBUM!!! +++ Übrigens heißt es The Point und ist seit wenigen Wochen im Handel. +++ Im nächsten Post möchte ich über die neuen Laternen am Planufer abkotzen. +++ Jetzt fällt mir gerade ein, wie ich auf das neue Buch von Wolf Haas heute kam. +++ Gibt es nämlich einen Begriff für, wenn ich zum Beispiel hier irgendwas poste, sagen wir mal, ich zitiere jetzt eine Textzeile aus Lady in Black? Und dann fahre ich nachmittags U-Bahn, und über die Bildschirme in den Waggons tickert die Meldung: “Uriah Heep live auf dem Gauklerfest!” +++ Verstehen Sie, was ich da meine? Wie nennt man das Phänomen? Das passiert mir nämlich tatsächlich andauernd…

Überschrift inspired by: Junger Mann (Roman) © Wolf Haas/Hoffmann und Campe, 2018

Überschrift also inspired by: Der gerechte Zorn des Gunnar Schupelius (Kolumne) © Gunnar Schupelius/B.Z.

Lyrics: Wastin’ Time © Laura McGuidi, 2016

The Point © Laura Guidi, 2018

Lady in Black © Uriah Heep, 1971  

Miles & more / Slaughter on 10th Avenue.

URBANKRANKENHAUS © KAI VON KRÖCHER, 2018

Mögen hätten wir schon wollen, aber trauen haben wir uns nicht dürfen. +++ Leben heißt Veränderung – getreu dem alten Slogan der Immobiliengentrifizierungsbranche heute mal etwas ganz Raffiniertes: das Urbankrankenhaus, neu interpretiert! +++ Naja. +++ Ist einem im Prinzip auch gar nicht so richtig bewusst: Karl Valentin, wenn ich’s recht in Erinnerung habe. Brüstet man sich auch nicht so mit. Karl Valentin jedenfalls, berühmter Sohn der Stadt München – nach dem Krieg irgendwie in Vergessenheit geraten und dann elendig verrecken lassen worden. +++ Könnte man googeln mit Ecosia: das sind die, die für soundsoviele Suchanfragen jeweils neu irgendwo einen Baum pflanzen. Andere holzen Bäume ja lieber ab, aber Schwamm drüber. Ecosia hat angeblich schon über eine Million neuer Bäume gepflanzt. +++ Find ich nicht schlecht, ehrlich gesagt – ich würde mir zwar lieber noch einen zweiten SUV kaufen, aber Bäumepflanzen ist auch gut. +++ Haben Sie auch den Verdacht, mir fällt heute nichts ein? Wir haben hier eine Haushaltshilfe für die ersten Wochen – zahlt alles der Staat, die blöde Sau. Die Haushaltshilfe geht jedenfalls einkaufen, kocht und macht sauber. Und nebenbei unterhält sie sich gerne mit einem. Und ich himself als alter Eigenbrötler schau dann nervös auf meine Akkuanzeige, weil ich das Ladegerät nicht dabei habe. Jedenfalls lenkt das ein bisschen ab, aber Leben heißt schließlich Veränderung – und nun hab’ ich vergessen, was ich im Innersten eigentlich sagen wollte. +++ Zum Glück fällt es mir gerade doch noch ein – in sprichwörtlich letzter Minute: Der große Moment ist gekommen, und Laura Guidi hat ihr Album fertiggestellt – viele Flugmeilen irgendwo zwischen Berlin und London sind dafür verbraucht worden: The Point – morgen Abend im Monster Ronson’s ist Record Release. Halb neun geht es los. Otto sagt, der Papa hat Ausgang! Ich freue mich schon…

 

Slaughter On 10th Avenue © Mick Ronson, 1974

Lyrics: Mögen hätten wir schon wollen © Karl Valentin, (?)

The Point © Laura Guidi, 2018

Monster Ronson’s | Warschauer Straße 34 | Berlin-Friedrichshain