Safety Dance / Die Zukunft der Handyfotografie liegt in der Handyfotografie.

Many Rivers to Cross: S-Bhf. Friedrichstraße am Sonntag © Kai von Kröcher, 2020 (Handyfotografie)

 

I never really leave. +++ Vor ein paar Tagen am Abend, da lief im Radio der Song einer australischen Band, den kannte ich noch aus den Achtzigern. Men at Work, ratterte es mir durch den Kopf. “Without Hats“, meinte die Moderatorin. Rumpelnder Synthiepop jedenfalls, vielleicht in Zusammenhang mit Corona, keine Ahnung – und so stand ich da in der Küche und dachte: Eher kein Unglück, dass man mich über Dekaden damit verschont hat. In just diesem Augenblick schoss von hinten mein Sohn heran, reckte mir seine kleinen Hände entgegen und forderte mich erstmals in seinem Leben zum Tanzen auf. Ein ganz toller Moment – und ein Mal mehr stellte ich fest, was ich Ihnen seit Jahren wieder und wieder zu predigen versuche: Das Leben ist ambivalent. +++ Heute feiert der Bub seinen zweiten Geburtstag – herzlichen Glückwunsch, liebe Ottilie!!! +++ Neulich mailte der Uhu mir eine Seite aus einem Roman namens Oberkampf. Ist wohl letztens erschienen und scheint vielbesprochen; spielt in Paris zu Zeiten von Charlie Hebdo und dem Anschlag vom Bataclan. Lange Rede, kurzer Sinn: Mitten in dieser weltpolitisch verwobenen Literatur taucht irgendwo merkwürdigerweise eine Szenegaststätte der Herzen in Kreuzberg auf, die heißt in dem Buch club49. An einem hufeisenförmigen Tresen sitzen dort Leute und rauchen, ein Installateurmeister trinkt Hefeweizen und möchte ganz offensichtlich einfach nur seine Ruhe haben. Geschrieben hat es ein Typ von der Süddeutschen – und ich fand, das nicht mal besonders gut. +++ Men Without Hats übrigens kommen oder kamen aus Kanada – nicht, dass es hinterher wieder heißt…

 

Überschrift inspired by: The Safety Dance © Men Without Hats, 1982

Überschrift also inspired by: Handyfotografie

Bildunterschrift inspired by: Many Rivers to Cross © Joe Cocker, 1982 (Cover)

Lyrics: I Only Want You © Eagles of Death Metal, 2004

Oberkampf (Roman) © Hilmar Klute/Verlag Galiani Berlin, 2020

Charlie Hebdo (gegr. 1970), französische Satirezeitung mit Sitz in Paris: Bei einem Terroranschlag auf das Redaktionsbüro am 7. Januar 2015 wurden zwölf Menschen, darunter fünf prominente Karikaturisten aus dem Redaktionsteam der Zeitschrift, einschließlich des Herausgebers, und somit ein Großteil der Redaktion ermordet. (Quelle: Wikipedia)

Bataclan (1864 bis 1865 errichtet), Vergnügungsetablissement in Paris: Am 13. November 2015 wurden im Zuge einer dschihadistischen Terroranschlagserie in Paris hunderte Konzertbesucher während des Auftritts der Band Eagles of Death Metal im Konzertsaal des Bataclan von drei schwer bewaffneten Terroristen als Geiseln genommen. Die Terroristen feuerten mit Kalaschnikow-Sturmgewehren in das Publikum und warfen Handgranaten in die Menge. Einige der Geiseln meldeten Hinrichtungen und baten die Polizei um Erstürmung des Theaters. Insgesamt wurden im Bataclan-Theater 89 Menschen ermordet, 39 weitere starben bei Angriffen ihrer Komplizen auf Cafés und Restaurants in der Nachbarschaft. (Quelle: Wikipedia)

Otto (* 15. September 2018 in Berlin), dufter Typ

club49 | Ohlauer Straße 31 | 10999 Berlin

 

 

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